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Entwickler Magazin
Interview mit Alexander Kölpin

„Unternehmensgründung ist ein Marathon, kein Sprint.“

Statt seine Brötchen in einem herkömmlichen Angestelltenverhältnis zu verdienen, streben Entwickler immer häufiger danach, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Doch das gestaltet sich häufig gerade zu Beginn schwierig, denn als unerfahrener Selbstständiger muss man viele Dinge lernen und beachten - sei es der richtige Umgang mit Kunden, eine überzeugende Projektpräsentation, Steuerfragen, Rechnungsstellung und vieles mehr.

Alexander Kölpin


Wir haben uns mit Alexander Kölpin unterhalten, seines Zeichens Partner beim Start-up-Investor WestTech Ventures. WestTech Ventures hat vor Kurzem das Project Flying Elephant (http://projectflyingelephant.com/) ins Leben gerufen, einen Berliner Deep Tech Incubator, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, IT-Gründerteams mit Kapital und weiteren nützlichen Dienstleistungen zu unterstützen. Gerade für Entwickler hat Alexander Kölpin einige Tipps parat, die man bei einer Unternehmensgründung beachten sollte. Entwickler Magazin: Herr Kölpin, angenommen man hat eine tolle Idee oder sogar schon ein Produkt entwickelt – woher weiß man, ob es einen Markt dafür gibt?Alexander Kölpin: Das Ziel ist, möglichst früh eine Idee/ein Produkt zu validieren, also zu sehen, ob es nachgefragt werden könnte. Der Austausch mit möglichen Nutzern ist dabei sehr wichtig. Es gibt kaum einen Grund, nicht mit anderen Entwicklern über Ideen zu reden. Denn Ideen gibt es viele, aber den Ideen Taten folgen zu lassen, ist viel schwerer. Das Feedback von anderen ist dabei wichtiger als die theoretische Möglichkeit, dass jemand anderes „meine“ Idee stiehlt. Meistens ist die Zeit sowieso reif für ein bestimmtes Produkt, und mehrere Leute beginnen, einem ähnlichen Ansatz zu folgen. Welcher dabei der Richtige ist, stellt sich erst sehr viel später und meist nach vielen Veränderungen im Produkt und Service heraus. Also holen Sie sich früh Feedback. Am Anfang kann es sich auch als Hilfe erweisen, einfache AdWords-Kampagnen mit einer kleinen Landingpage zu testen, um zu sehen, ob Interesse besteht, oder nach dem Suchvolumen bestimmter Begriffe zu gucken. Auf diese Weise spart man viel Zeit und Geld, und man hat gute Argumente, Investoren und erste Mitarbeiter zu überzeugen.EM: Kann man eine Firma auch als einzelner Entwickler erfolgreich aufbauen oder nur mit einem Team aus Entwicklern und anderen Mitgründern?Kölpin: Grundsätzlich natürlich ja, es geht auch alleine. Aber wie immer hängt dies von unterschiedlichen Faktoren ab. Gerade in frühen Phasen ist die Kundenansprache oder auch das Verhandeln mit Geldgebern wichtig. Investoren investieren in Teams, schon aus einfachen Risiko­minimierungsgründen. Also lautet die Empfehlung: Suchen Sie sich Mitgründer. Die Fähigkeit, eine andere Person zu überzeugen, mitzumachen, ist ein erster Indikator dafür, ob meine Idee gut ist. Darüber hinaus bekomme ich so ein Gefühl dafür, ob meine Idee später auch bei Kunden und Investoren ankommt. Auch hat jeder versc...

Entwickler Magazin
Interview mit Alexander Kölpin

„Unternehmensgründung ist ein Marathon, kein Sprint.“

Statt seine Brötchen in einem herkömmlichen Angestelltenverhältnis zu verdienen, streben Entwickler immer häufiger danach, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Doch das gestaltet sich häufig gerade zu Beginn schwierig, denn als unerfahrener Selbstständiger muss man viele Dinge lernen und beachten - sei es der richtige Umgang mit Kunden, eine überzeugende Projektpräsentation, Steuerfragen, Rechnungsstellung und vieles mehr.

Alexander Kölpin


Wir haben uns mit Alexander Kölpin unterhalten, seines Zeichens Partner beim Start-up-Investor WestTech Ventures. WestTech Ventures hat vor Kurzem das Project Flying Elephant (http://projectflyingelephant.com/) ins Leben gerufen, einen Berliner Deep Tech Incubator, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, IT-Gründerteams mit Kapital und weiteren nützlichen Dienstleistungen zu unterstützen. Gerade für Entwickler hat Alexander Kölpin einige Tipps parat, die man bei einer Unternehmensgründung beachten sollte. Entwickler Magazin: Herr Kölpin, angenommen man hat eine tolle Idee oder sogar schon ein Produkt entwickelt – woher weiß man, ob es einen Markt dafür gibt?Alexander Kölpin: Das Ziel ist, möglichst früh eine Idee/ein Produkt zu validieren, also zu sehen, ob es nachgefragt werden könnte. Der Austausch mit möglichen Nutzern ist dabei sehr wichtig. Es gibt kaum einen Grund, nicht mit anderen Entwicklern über Ideen zu reden. Denn Ideen gibt es viele, aber den Ideen Taten folgen zu lassen, ist viel schwerer. Das Feedback von anderen ist dabei wichtiger als die theoretische Möglichkeit, dass jemand anderes „meine“ Idee stiehlt. Meistens ist die Zeit sowieso reif für ein bestimmtes Produkt, und mehrere Leute beginnen, einem ähnlichen Ansatz zu folgen. Welcher dabei der Richtige ist, stellt sich erst sehr viel später und meist nach vielen Veränderungen im Produkt und Service heraus. Also holen Sie sich früh Feedback. Am Anfang kann es sich auch als Hilfe erweisen, einfache AdWords-Kampagnen mit einer kleinen Landingpage zu testen, um zu sehen, ob Interesse besteht, oder nach dem Suchvolumen bestimmter Begriffe zu gucken. Auf diese Weise spart man viel Zeit und Geld, und man hat gute Argumente, Investoren und erste Mitarbeiter zu überzeugen.EM: Kann man eine Firma auch als einzelner Entwickler erfolgreich aufbauen oder nur mit einem Team aus Entwicklern und anderen Mitgründern?Kölpin: Grundsätzlich natürlich ja, es geht auch alleine. Aber wie immer hängt dies von unterschiedlichen Faktoren ab. Gerade in frühen Phasen ist die Kundenansprache oder auch das Verhandeln mit Geldgebern wichtig. Investoren investieren in Teams, schon aus einfachen Risiko­minimierungsgründen. Also lautet die Empfehlung: Suchen Sie sich Mitgründer. Die Fähigkeit, eine andere Person zu überzeugen, mitzumachen, ist ein erster Indikator dafür, ob meine Idee gut ist. Darüber hinaus bekomme ich so ein Gefühl dafür, ob meine Idee später auch bei Kunden und Investoren ankommt. Auch hat jeder versc...

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