Entwickler Magazin - 06.2015 - Raspberry Pi 2


Preis: 8,50 €

Erhältlich ab:  Oktober 2015

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Niels Stargardt, Tom Wießeckel, Rudolf Jansen, Rudolf Jansen, Carsten Eilers, Ben Uretsky, Martin Mohr, Max Kleiner, Veikko Krypczyk, Elena Bochkor, Veikko Krypczyk, Elena Bochkor, Alexander Rudolph, Peter Leo Gorski, Hartmut Schmitt, Luigi Lo

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

das Thema „Home Automation“ lässt uns nicht los. Im Gegenteil – nie war es leichter, die kleinen Nicklichkeiten des Alltags, all die Dinge, von denen wir schon immer dachten, dass man sie mithilfe von ein wenig Elektronik und einem kleinen Skript elegant lösen könnte, selbst in den Griff zu bekommen. Hier ein paar Euro in ein Starter-Kit investiert, dort ein wenig auf Google, Bing oder einer anderen Suchplattform der Wahl recherchiert, und schon kann man sich daran setzen, Lösungen zu entwickeln.

Leider ist es immer so eine Sache mit der Theorie und der Praxis … Ideen hat man viele, nur die praktische Umsetzung ist meist doch etwas komplizierter. Natürlich hat man die Logik schnell erfasst, die Regeln im Handumdrehen formuliert und das entsprechende Skript in Windeseile geschrieben. Was wir in der Software fix verdrahtet haben, müssen wir jedoch auch in der echten Welt unter Kontrolle bekommen – mit richtigen Drähten und Hardware. Und genau an diesem Punkt wird die Sache für die meisten spannend. Steht uns kurz nach dem beispiellosen Erfolg der DevOps-Bewegung, die von vielen Entwicklern bereits ein immenses Umdenken verlangt hat, eine weitere Zäsur ins Haus? Müssen wir beginnen, Projekte nicht mehr nur als Software zu betrachten, sondern auch den Aspekt der Hardware in Betracht ziehen? Oder ist das alles nur das „iPad der Softwareentwicklung“?

Wenn wir uns an die Einführung des ersten iPads damals erinnern, dann haben viele von uns bestimmt noch im Ohr, dass dieses (damals noch ziemlich klobige) Device die Art, wie wir künftig arbeiten werden, ein für alle Mal verändern wird. Wirklich viel hat sich seitdem nicht geändert …

Natürlich werden E-Mails schnell und unkompliziert über $randomTablet beantwortet, aber die wichtige Korrespondenz läuft doch noch zu einem überwältigend hohen Anteil über den klassischen Desktoprechner oder den Laptop. Von der Sekretärin über den Redakteur bis hin zu großen Businessanalysten (und natürlich Entwicklern) sitzen alle noch genau dort, wo sie schon seit geraumer Zeit sitzen: am Schreibtisch, und damit auch an ihren Rechnern. Ich bin bestimmt nicht der einzige, der der festen Überzeugung ist, dass sich an dieser Situation auch so schnell nichts ändern wird.

Das Gleiche gilt auch für das „Internet of Things“. Natürlich entstehen dort spannende Projekte, natürlich ist es dort der Spieltrieb, der so viele neue Ideen vorantreibt. Ein Großteil der Entwickler arbeitet aber noch immer an klassischen Applikationen, die meist noch ohne Hardware auskommen. Der Fall, dass man als Entwickler also noch einen Elektronikgrundkurs braucht wird so schnell also nicht eintreten.

Einzig der bereits angesprochene Spieltrieb, all die lustig-bunten und dabei doch sinnvollen Ideen in unseren Köpfen – das alles wird doch einige von uns dazu verleiten, uns früher oder später eben doch damit zu beschäftigen, wie man diesem vermaledeiten Raspberry Pi beibringen kann, mit dem Türschloss, einer App und ein paar Beacons zu interagieren. Nicht, dass ich da aus eigener, leidvoller Erfahrung sprechen würde …

Bleiben Sie neugierig und lassen Sie sich inspirieren. Und als kleiner Tipp: Greifen Sie nicht gleich nach den Sternen. Für den Anfang genügt es, zunächst einmal ein paar Lampen in den Griff zu bekommen. Versprochen!

wiesseckel_thomas_sw.tif_fmt1.jpgTom Wießeckel, Redakteur

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