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Entwickler Magazin
„Hello World“-Alternativen für den Programmiereinstieg

Cool Programming

Programmieren können Kinder und Jugendliche heutzutage auf verschiedenste Arten erlernen. Es muss nicht zwangsläufig mit „Hello World“ losgehen, sondern es gibt jede Menge attraktivere Alternativen, wie dieser Artikel zeigen wird.

Elisabeth Weißenböck


Erinnern Sie sich noch an Ihre ersten Programmierschritte? Bei uns sind diese bereits über zwei Jahrzehnte her. Wir mussten im Alter von zwölf Jahren im Wahlfach Informatik jede Menge Pascal-Code aus einem Buch abschreiben und zum Laufen bringen. Für Verständnis hat dies zwar nicht gesorgt, aber unser Lehrer meinte sowieso, dass keiner von uns den Weg in die IT-Branche suchen wird. Weit gefehlt!

War solch ein Einstieg seinerzeit üblich, so hat sich in den letzten Jahren viel getan. Es gibt heute jede Menge Ansätze und Technologien, die einen altersgerechten Start in die Programmierung ermöglichen. Bereits vierjährige Kinder lassen sich so auf vielfältige Weise in die Thematik einführen. Dieser Artikel stellt Ihnen verschiedene Möglichkeiten zum Erlernen der Programmierung vor – beginnend bei analogen Methoden und weiter über kostenlose, spielerische und digitale Ansätze bis hin zur Programmierung von Robotern.

Computer Science Unplugged

Grundkonzepte der Informatik können Kindern und Jugendlichen auch ohne Computer näher gebracht werden. Computer Science Unplugged [1] ist ein solcher Ansatz und bietet eine Fülle an Aktivitäten und Spielen ohne Computer, die an die Denkweise der Informatik heranführen sollen. Sie richten sich an Kinder und Jugendliche und behandeln viele verschiedene Themen aus der Informatik. So gibt es etwa Übungen, die erklären, was binäre Zahlen sind, wie die Fehlersuche funktioniert, was Such- und Sortieralgorithmen sind und wie diese angewendet werden. Die Aufgaben von Computer Science Unplugged sind eine gute Einführung in die Informatik, da die Kinder und Jugendlichen nicht still sitzen müssen, sondern durch die Aktivitäten zum Ausprobieren und Mitmachen angeregt werden.

Als Beispiel dazu stellen wir die Fehlersuche vor. Fehler können immer passieren, sobald Informationen gespeichert oder übertragen werden. Dieses Beispiel zeigt auf einfache Weise, wie diese Fehler gefunden werden – und zwar mithilfe eines Zaubertricks. Benötigt werden hierzu 36 Post-its oder Kärtchen in zwei verschiedenen Farben. Die Kinder dürfen nun 5 x 5 Kärtchen beliebig mit den zwei verschiedenen Farben auflegen. Der Lehrende fügt danach mit dem Argument, die Aufgabe dadurch noch zusätzlich zu erschweren, eine sechste Reihe und Spalte hinzu. Das Hinzulegen passiert aber nicht willkürlich, sondern dient dazu, dass in jeder Reihe und in jeder Spalte eine gerade Anzahl an Farben liegt. Liegen z. B. in der ersten Reihe drei gelbe und zwei rosa Kärtchen, legt der Le...

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„Hello World“-Alternativen für den Programmiereinstieg

Cool Programming

Programmieren können Kinder und Jugendliche heutzutage auf verschiedenste Arten erlernen. Es muss nicht zwangsläufig mit „Hello World“ losgehen, sondern es gibt jede Menge attraktivere Alternativen, wie dieser Artikel zeigen wird.

Elisabeth Weißenböck


Erinnern Sie sich noch an Ihre ersten Programmierschritte? Bei uns sind diese bereits über zwei Jahrzehnte her. Wir mussten im Alter von zwölf Jahren im Wahlfach Informatik jede Menge Pascal-Code aus einem Buch abschreiben und zum Laufen bringen. Für Verständnis hat dies zwar nicht gesorgt, aber unser Lehrer meinte sowieso, dass keiner von uns den Weg in die IT-Branche suchen wird. Weit gefehlt!

War solch ein Einstieg seinerzeit üblich, so hat sich in den letzten Jahren viel getan. Es gibt heute jede Menge Ansätze und Technologien, die einen altersgerechten Start in die Programmierung ermöglichen. Bereits vierjährige Kinder lassen sich so auf vielfältige Weise in die Thematik einführen. Dieser Artikel stellt Ihnen verschiedene Möglichkeiten zum Erlernen der Programmierung vor – beginnend bei analogen Methoden und weiter über kostenlose, spielerische und digitale Ansätze bis hin zur Programmierung von Robotern.

Computer Science Unplugged

Grundkonzepte der Informatik können Kindern und Jugendlichen auch ohne Computer näher gebracht werden. Computer Science Unplugged [1] ist ein solcher Ansatz und bietet eine Fülle an Aktivitäten und Spielen ohne Computer, die an die Denkweise der Informatik heranführen sollen. Sie richten sich an Kinder und Jugendliche und behandeln viele verschiedene Themen aus der Informatik. So gibt es etwa Übungen, die erklären, was binäre Zahlen sind, wie die Fehlersuche funktioniert, was Such- und Sortieralgorithmen sind und wie diese angewendet werden. Die Aufgaben von Computer Science Unplugged sind eine gute Einführung in die Informatik, da die Kinder und Jugendlichen nicht still sitzen müssen, sondern durch die Aktivitäten zum Ausprobieren und Mitmachen angeregt werden.

Als Beispiel dazu stellen wir die Fehlersuche vor. Fehler können immer passieren, sobald Informationen gespeichert oder übertragen werden. Dieses Beispiel zeigt auf einfache Weise, wie diese Fehler gefunden werden – und zwar mithilfe eines Zaubertricks. Benötigt werden hierzu 36 Post-its oder Kärtchen in zwei verschiedenen Farben. Die Kinder dürfen nun 5 x 5 Kärtchen beliebig mit den zwei verschiedenen Farben auflegen. Der Lehrende fügt danach mit dem Argument, die Aufgabe dadurch noch zusätzlich zu erschweren, eine sechste Reihe und Spalte hinzu. Das Hinzulegen passiert aber nicht willkürlich, sondern dient dazu, dass in jeder Reihe und in jeder Spalte eine gerade Anzahl an Farben liegt. Liegen z. B. in der ersten Reihe drei gelbe und zwei rosa Kärtchen, legt der Le...

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