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Entwickler Magazin
Pflichtangaben auf WordPress-Sites

Rechtliches

WordPress einrichten ist nicht schwer, es rechtssicher betreiben dagegen sehr …

Michael Rohrlich


Ein mittels WordPress (WP) realisierter Blog unterscheidet sich nicht maßgeblich von anderen Websites, jedenfalls nicht aus juristischer Sicht. Es gibt jedoch einige Besonderheiten der WordPress-Software, weshalb ein WP-Blogger im Vergleich zum Betreiber einer „klassischen“ Website zusätzliche Aspekte zu beachten hat. Das gilt sowohl für einen auf WordPress.com gehosteten Blog wie auch für den Fall, dass WP auf einem eigenen Server installiert wird.

Grundlagen Impressum

Alle nicht nur rein privaten Internetseiten müssen ein Impressum bereitstellen. Das gilt dem Grunde nach für alle geschäftsmäßigen Auftritte im World Wide Web, von der virtuellen Visitenkarte über Webshops bis hin zu Profilen in den sozialen Medien sowie auch Blogs, Vlogs und Podcasts. Die Grenze der reinen Privatheit ist jedenfalls dann überschritten, wenn ein Unternehmen bzw. dessen Waren und/oder Dienstleistungen beworben oder gar veräußert werden. Aber auch dann, wenn die Inhalte zwar rein privater Natur sind, gelten Onlinepräsenzen als geschäftsmäßig, wenn auf ihnen Werbeanzeigen (z. B. Google AdSense) oder Banner von Partnerprogrammen eingebunden sind. Letztlich zählt nicht die vom Betreiber gewählte Ausrichtung, sondern der objektive Gesamteindruck. Daher kann beispielsweise auch ein privates Facebook-Profil als geschäftsmäßig einzustufen sein, wenn der Betreiber ausschließlich oder zumindest überwiegend etwas über eigene Waren/Dienstleistungen postet. Es kommt hierbei nicht darauf an, ob mit dem Internetauftritt tatsächlich Geld verdient wird; die reine Möglichkeit der Umsatzerzielung reicht insoweit aus. Im Einzelfall ist die Abgrenzung privat – geschäftsmäßig mitunter nicht ganz so einfach vorzunehmen, im Zweifel sollte daher stets ein Impressum bereitgestellt werden.

Die Gestaltung des Impressum-Menüpunkts ist vom Gesetzgeber vorgegeben. Grundsätzlich muss der Menüpunkt

leicht erkennbar,unmittelbar erreichbar undständig verfügbar sein.

Die leichte Erkennbarkeit bezieht sich auf die Benennung des Menüpunkts. Ohne in die (juristische) Tiefe gehen zu wollen, ist der Begriff „Impressum“ das, was man mit „Best Practice“ bezeichnet – also die Ideallösung. Denn unter der Alternative „Kontakt“ finden sich zumeist reine Kontaktformulare oder spezielle Servicekontaktdaten. Begriffe wie „Pflichtangaben“ oder „Anbieterkennzeichnung“ sind im Grunde zwar korrekt, allerdings für juristische Laien nicht zwingend eindeutig und zudem auch recht sperrig.

Die unmittelbare Erreichbarkeit herzustellen, i...

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Pflichtangaben auf WordPress-Sites

Rechtliches

WordPress einrichten ist nicht schwer, es rechtssicher betreiben dagegen sehr …

Michael Rohrlich


Ein mittels WordPress (WP) realisierter Blog unterscheidet sich nicht maßgeblich von anderen Websites, jedenfalls nicht aus juristischer Sicht. Es gibt jedoch einige Besonderheiten der WordPress-Software, weshalb ein WP-Blogger im Vergleich zum Betreiber einer „klassischen“ Website zusätzliche Aspekte zu beachten hat. Das gilt sowohl für einen auf WordPress.com gehosteten Blog wie auch für den Fall, dass WP auf einem eigenen Server installiert wird.

Grundlagen Impressum

Alle nicht nur rein privaten Internetseiten müssen ein Impressum bereitstellen. Das gilt dem Grunde nach für alle geschäftsmäßigen Auftritte im World Wide Web, von der virtuellen Visitenkarte über Webshops bis hin zu Profilen in den sozialen Medien sowie auch Blogs, Vlogs und Podcasts. Die Grenze der reinen Privatheit ist jedenfalls dann überschritten, wenn ein Unternehmen bzw. dessen Waren und/oder Dienstleistungen beworben oder gar veräußert werden. Aber auch dann, wenn die Inhalte zwar rein privater Natur sind, gelten Onlinepräsenzen als geschäftsmäßig, wenn auf ihnen Werbeanzeigen (z. B. Google AdSense) oder Banner von Partnerprogrammen eingebunden sind. Letztlich zählt nicht die vom Betreiber gewählte Ausrichtung, sondern der objektive Gesamteindruck. Daher kann beispielsweise auch ein privates Facebook-Profil als geschäftsmäßig einzustufen sein, wenn der Betreiber ausschließlich oder zumindest überwiegend etwas über eigene Waren/Dienstleistungen postet. Es kommt hierbei nicht darauf an, ob mit dem Internetauftritt tatsächlich Geld verdient wird; die reine Möglichkeit der Umsatzerzielung reicht insoweit aus. Im Einzelfall ist die Abgrenzung privat – geschäftsmäßig mitunter nicht ganz so einfach vorzunehmen, im Zweifel sollte daher stets ein Impressum bereitgestellt werden.

Die Gestaltung des Impressum-Menüpunkts ist vom Gesetzgeber vorgegeben. Grundsätzlich muss der Menüpunkt

leicht erkennbar,unmittelbar erreichbar undständig verfügbar sein.

Die leichte Erkennbarkeit bezieht sich auf die Benennung des Menüpunkts. Ohne in die (juristische) Tiefe gehen zu wollen, ist der Begriff „Impressum“ das, was man mit „Best Practice“ bezeichnet – also die Ideallösung. Denn unter der Alternative „Kontakt“ finden sich zumeist reine Kontaktformulare oder spezielle Servicekontaktdaten. Begriffe wie „Pflichtangaben“ oder „Anbieterkennzeichnung“ sind im Grunde zwar korrekt, allerdings für juristische Laien nicht zwingend eindeutig und zudem auch recht sperrig.

Die unmittelbare Erreichbarkeit herzustellen, i...

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