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Entwickler Magazin
Plug-ins in WordPress erweitern? So gehts!

WordPress-Child-Plug-ins

Mit dem Konzept der Child Themes lassen sich in WordPress Themes updatesicher erweitern. Wie schön wäre es, wenn es das auch für Plug-ins gäbe. In diesem Artikel wollen wir uns ansehen, wie man WordPress-Plug-ins ebenfalls sicher erweitern kann.

Bernhard Kau


In WordPress werden Plug-ins eingesetzt, um die Funktionalität des WordPress-Core zu erweitern oder anzupassen. Der WordPress-Core bietet hierzu verschiedene Möglichkeiten, an denen Plug-ins ansetzen können. Ein Plug-in selbst ist auch wieder eine Funktionseinheit, bei der es – je nach Projekt – Anpassungsbedarf geben kann. Die direkte Editierung von Plug-ins sollte aus den gleichen Gründen vermieden werden, aus denen der Core nicht verändert werden sollte: Bei einem Update des Plug-ins gehen alle Anpassungen verloren.

Das Konzept von Child-Plug-ins

Im Gegensatz zu Child Themes (Kasten „Exkurs: Child Themes“) gibt es in WordPress kein Konzept von Child-Plug-ins. Es ist also nicht einfach möglich, in einem eigenen Plug-in durch das Kopieren von Dateien aus einem anderen Plug-in, diese zu überschreiben. Das hängt vermutlich auch damit zusammen, dass Plug-ins im Gegensatz zu Themes keine feste Ordnerstruktur haben und keine feste Funktion in einer WordPress-Installation erfüllen. Ein allgemein gültiges Konzept für Child-Plug-ins zu finden, ist also nicht möglich.

Exkurs: Child ThemesIm Bereich der Themes hat WordPress hierzu das Konzept der so genannten Child Themes [1] entwickelt. Um Anpassungen an einem Theme vorzunehmen, wird hierbei weder das Original-Theme editiert noch komplett kopiert. Stattdessen wird im Child Theme definiert, welches sein Parent Theme ist. Hierzu wird im Fileheaderkommentar angegeben, welches Template verwendet werden soll:/* Theme Name: Twenty Fifteen Child Description: Twenty Fifteen Child Theme Template: twentyfifteen Version: 1.0.0 License: GNU General Public License v2 or later License URI: http://www.gnu.org/licenses/gpl-2.0.html Text Domain: twenty-fifteen-child*/Nach dieser Definition ist es nun möglich, einzelne Templatedateien aus der WordPress-Templatehierarchie zu überschreiben. Auch die Erweiterung oder der Austausch der style.css-Datei sowie neuen Hilfsfunktionen in der functions.php-Datei sind hierdurch möglich.Das Ziel von Child Themes ist es, einen Verlust der Anpassungen bei einem Update des Parent Themes zu vermeiden. Allerdings kann es bei Updates des Parent Themes notwendig sein, auch das Child Theme anzupassen. Dies hat der WordPress-Entwickler Torsten Landsiedel als Child-Theme-Dilemma [2] beschrieben; er liefert hierzu auch gleich einen Lösungsansatz in Form eines Plug-ins.

Konstanten definieren

Viele Plug-ins bieten als erste Stufe der Anpassung verschiedene Konstanten an, mit denen das Verh...

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Plug-ins in WordPress erweitern? So gehts!

WordPress-Child-Plug-ins

Mit dem Konzept der Child Themes lassen sich in WordPress Themes updatesicher erweitern. Wie schön wäre es, wenn es das auch für Plug-ins gäbe. In diesem Artikel wollen wir uns ansehen, wie man WordPress-Plug-ins ebenfalls sicher erweitern kann.

Bernhard Kau


In WordPress werden Plug-ins eingesetzt, um die Funktionalität des WordPress-Core zu erweitern oder anzupassen. Der WordPress-Core bietet hierzu verschiedene Möglichkeiten, an denen Plug-ins ansetzen können. Ein Plug-in selbst ist auch wieder eine Funktionseinheit, bei der es – je nach Projekt – Anpassungsbedarf geben kann. Die direkte Editierung von Plug-ins sollte aus den gleichen Gründen vermieden werden, aus denen der Core nicht verändert werden sollte: Bei einem Update des Plug-ins gehen alle Anpassungen verloren.

Das Konzept von Child-Plug-ins

Im Gegensatz zu Child Themes (Kasten „Exkurs: Child Themes“) gibt es in WordPress kein Konzept von Child-Plug-ins. Es ist also nicht einfach möglich, in einem eigenen Plug-in durch das Kopieren von Dateien aus einem anderen Plug-in, diese zu überschreiben. Das hängt vermutlich auch damit zusammen, dass Plug-ins im Gegensatz zu Themes keine feste Ordnerstruktur haben und keine feste Funktion in einer WordPress-Installation erfüllen. Ein allgemein gültiges Konzept für Child-Plug-ins zu finden, ist also nicht möglich.

Exkurs: Child ThemesIm Bereich der Themes hat WordPress hierzu das Konzept der so genannten Child Themes [1] entwickelt. Um Anpassungen an einem Theme vorzunehmen, wird hierbei weder das Original-Theme editiert noch komplett kopiert. Stattdessen wird im Child Theme definiert, welches sein Parent Theme ist. Hierzu wird im Fileheaderkommentar angegeben, welches Template verwendet werden soll:/* Theme Name: Twenty Fifteen Child Description: Twenty Fifteen Child Theme Template: twentyfifteen Version: 1.0.0 License: GNU General Public License v2 or later License URI: http://www.gnu.org/licenses/gpl-2.0.html Text Domain: twenty-fifteen-child*/Nach dieser Definition ist es nun möglich, einzelne Templatedateien aus der WordPress-Templatehierarchie zu überschreiben. Auch die Erweiterung oder der Austausch der style.css-Datei sowie neuen Hilfsfunktionen in der functions.php-Datei sind hierdurch möglich.Das Ziel von Child Themes ist es, einen Verlust der Anpassungen bei einem Update des Parent Themes zu vermeiden. Allerdings kann es bei Updates des Parent Themes notwendig sein, auch das Child Theme anzupassen. Dies hat der WordPress-Entwickler Torsten Landsiedel als Child-Theme-Dilemma [2] beschrieben; er liefert hierzu auch gleich einen Lösungsansatz in Form eines Plug-ins.

Konstanten definieren

Viele Plug-ins bieten als erste Stufe der Anpassung verschiedene Konstanten an, mit denen das Verh...

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