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Entwickler Magazin
Optimierung der Frontend-Performance in WordPress

WordPress-Turbo

Die Optimierung der Ladezeit einer Website ist seit vielen Jahren ein wichtiges Thema - und das zu Recht. Seien wir ehrlich, niemand mag langsame Websites. Auch die geduldigsten Menschen nicht, und Google schon gar nicht. Grund genug, an der WordPress-Performanceschraube zu drehen.

Vladimir Simović


Man darf nicht vergessen, dass in Deutschland, vor allem in den ländlichen Gebieten, die Versorgung mit schnellen Internetzugängen [1] alles andere als gut ist. Unterhält man sich mit Menschen aus dem ländlichem Raum, dann hört man zwar häufig auch über recht schnelle Verbindungen, aber es ist keine Seltenheit zu hören, dass Haushalte effektiv nur 2 Mbit zur Verfügung haben. Man kann sich gut vorstellen, wie spaßig es ist, eine 4+ MB große Seite aufzurufen, wenn einem maximal 250 kB/s Downloadgeschwindigkeit zur Verfügung stehen. Ein weiterer Faktor ist die mobile Nutzung. Auch hier ist die Versorgung mit schnellen Zugängen in vielen Fällen alles andere als zufriedenstellend, und das begrenzte Datenvolumen bei vielen Verträgen macht es um so interessanter, eine möglichst schlanke Website anzubieten.

Fasst man jetzt die gerade genannten Argumente zusammen, dann erkennen Sie, warum die Performanceoptimierung auch bei Ihren Projekten einen hohen Stellenwert haben sollte. Je länger Ihre Website braucht, um vollständig geladen zu werden, umso weniger Besucher werden auf Ihrer Website verweilen, umso weniger Leser werden Ihre Artikel lesen und in den sozialen Netzwerken teilen. Je länger die Website zum Laden braucht, umso höher ist übrigens auch die Abbruchrate bei Bestellprozessen [2].

Seit vielen Jahren gibt es widersprüchliche Aussagen darüber, ob und vor allem wie stark Google die Ladezeit als Rankingfaktor berücksichtigt [3]. Wenn überhaupt, wird sie eher als ein schwächerer Faktor berücksichtigt, daher sollte man bei der Optimierung der Ladezeiten nicht SEO als Hauptaugenmerk aufführen, sondern die höhere Verweildauer auf der Website und die höhere Conversion Rate im Shop. Sollte sich durch die Optimierung ergeben, dass man gegenüber den langsameren Konkurrenten besser positioniert ist, dann kann man diese Tatsache als zusätzliches Geschenk dankend entgegennehmen.

Ein solides Fundament erstellen

Ähnlich wie beim Hausbau sollte man sich auch bei der Ladezeitoptimierung zuerst auf die Grundlagen konzentrieren und ein solides Fundament erstellen. Viele Nutzer suchen zuerst nach irgendwelchen Caching-Plug-ins oder nach Plug-ins, die zum Beispiel JavaScript- und CSS-Dateien zusammenfassen, anstatt sich zuerst auf die einfachen und grundlegenden Maßnahmen zu konzentrieren, die eine vielfach bessere Einsatz-/Ergebnis-Ratio haben. Denn auch bei der Performanceoptimierung gilt das Pareto-Prinzip [4]: Mit wenigen, einfachen Maßnahmen erreicht man einen Großteil der ...

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Die Optimierung der Ladezeit einer Website ist seit vielen Jahren ein wichtiges Thema - und das zu Recht. Seien wir ehrlich, niemand mag langsame Websites. Auch die geduldigsten Menschen nicht, und Google schon gar nicht. Grund genug, an der WordPress-Performanceschraube zu drehen.

Vladimir Simović


Man darf nicht vergessen, dass in Deutschland, vor allem in den ländlichen Gebieten, die Versorgung mit schnellen Internetzugängen [1] alles andere als gut ist. Unterhält man sich mit Menschen aus dem ländlichem Raum, dann hört man zwar häufig auch über recht schnelle Verbindungen, aber es ist keine Seltenheit zu hören, dass Haushalte effektiv nur 2 Mbit zur Verfügung haben. Man kann sich gut vorstellen, wie spaßig es ist, eine 4+ MB große Seite aufzurufen, wenn einem maximal 250 kB/s Downloadgeschwindigkeit zur Verfügung stehen. Ein weiterer Faktor ist die mobile Nutzung. Auch hier ist die Versorgung mit schnellen Zugängen in vielen Fällen alles andere als zufriedenstellend, und das begrenzte Datenvolumen bei vielen Verträgen macht es um so interessanter, eine möglichst schlanke Website anzubieten.

Fasst man jetzt die gerade genannten Argumente zusammen, dann erkennen Sie, warum die Performanceoptimierung auch bei Ihren Projekten einen hohen Stellenwert haben sollte. Je länger Ihre Website braucht, um vollständig geladen zu werden, umso weniger Besucher werden auf Ihrer Website verweilen, umso weniger Leser werden Ihre Artikel lesen und in den sozialen Netzwerken teilen. Je länger die Website zum Laden braucht, umso höher ist übrigens auch die Abbruchrate bei Bestellprozessen [2].

Seit vielen Jahren gibt es widersprüchliche Aussagen darüber, ob und vor allem wie stark Google die Ladezeit als Rankingfaktor berücksichtigt [3]. Wenn überhaupt, wird sie eher als ein schwächerer Faktor berücksichtigt, daher sollte man bei der Optimierung der Ladezeiten nicht SEO als Hauptaugenmerk aufführen, sondern die höhere Verweildauer auf der Website und die höhere Conversion Rate im Shop. Sollte sich durch die Optimierung ergeben, dass man gegenüber den langsameren Konkurrenten besser positioniert ist, dann kann man diese Tatsache als zusätzliches Geschenk dankend entgegennehmen.

Ein solides Fundament erstellen

Ähnlich wie beim Hausbau sollte man sich auch bei der Ladezeitoptimierung zuerst auf die Grundlagen konzentrieren und ein solides Fundament erstellen. Viele Nutzer suchen zuerst nach irgendwelchen Caching-Plug-ins oder nach Plug-ins, die zum Beispiel JavaScript- und CSS-Dateien zusammenfassen, anstatt sich zuerst auf die einfachen und grundlegenden Maßnahmen zu konzentrieren, die eine vielfach bessere Einsatz-/Ergebnis-Ratio haben. Denn auch bei der Performanceoptimierung gilt das Pareto-Prinzip [4]: Mit wenigen, einfachen Maßnahmen erreicht man einen Großteil der ...

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