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Entwickler Magazin
Erfolgreiches App-Marketing - so funktionierts

Großer Auftritt für die Kleinen

Apps haben unser Verhalten nachhaltig verändert. Für alle denkbaren Anwendungszwecke steht heute die passende App im Store bereit. Mit Sicherheit ist uns die eine oder andere gute Lösung nur noch nicht bekannt. Die Produktion dieser kleinen Softwareapplikationen ist aufwendig und kostenintensiv. Am Ende soll mit der App Geld verdient werden - damit das gelingt, ist ein erfolgreiches App-Marketing eine wichtige Voraussetzung.

Veikko Krypczyk, Elena Bochkor


Apps werden für Smartphones und Tablets produziert. Der Markt für die kleinen Applikationen ist recht sortiert. Neben den großen Playern wie Google (Android) und Apple (iOS) versucht der Softwareriese Microsoft – bisher nur mit mäßigem Erfolg – über Windows Phone und Windows 10 Fuß in diesem wichtigen Markt zu fassen [1]. Die Sichtweise eines App-Produzenten ist eindeutig: Die Entwicklung von Apps ist ebenso wie Software für PCs mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Die meisten Produktionen erfolgen kommerziell, d. h. mit dem Vertrieb der App soll direkt oder indirekt Geld verdient werden. Voraussetzung für ein gutes Gelingen ist ein hoher Bekanntheitsgrad. Natürlich kann man hoffen, dass sich die App von alleine verbreitet und ein aktives Bewerben damit nicht notwendig ist. In Einzelfällen hat das mit Sicherheit auch schon geklappt, es ist jedoch recht unwahrscheinlich. Die aktive Marktplatzierung wird als App-Marketing bezeichnet und dient primär dem Ziel, die wirtschaftlichen Ziele zu erreichen. Gleich zu Beginn ist klarzustellen, dass App-Marketing ein sehr umfassender Ansatz ist. Dabei geht es nicht nur darum, ein schon fertiges Produkt (App) an den Mann oder die Frau zu bringen, sondern der Gestaltungsumfang reicht von der Idee, über die Konzeption, die Festlegung der Zielgruppe, die Preispolitik bis hin zum Vertrieb (Abb. 1). Ob Kunden die App am Ende so wahrnehmen, wie es der Hersteller vorgesehen hatte, lässt sich über Methoden der Erfolgsmessung bestimmen.

Abb. 1: Themenvielfalt von App-Marketing

In diesem Beitrag geben wir einen kompakten Überblick über das umfassende Thema. App-Marketing richtet sich an App-Entwickler, App-Publisher und Produktmanager. Die App kann dabei zwei grundsätzliche Marktpositionen einnehmen:

Eigenständiges Produkt: Die App ist ein eigenständiges Produkt und muss sich als solches auch wirtschaftlich rechnen. Bekannte Apps aus diesem Bereich sind zum Beispiel Spiele oder Apps zur Kommunikation.Begleitendes Produkt: Die App dient primär dazu, ein bereits bestehendes Produkt/Dienstleistung zu bewerben bzw. die Abwicklung bestimmter Geschäftsvorfälle darüber zu ermöglichen. Typische Beispiele sind Apps von Unternehmen, die eine direkte Kommunikation vom Kunden zum Hersteller erlauben.

Für den Einstieg in das Thema haben wir wichtige Meilensteine der Geschichte von Apps im Kasten „Historie“ zusammengetragen.

HistorieIm Jahr 2007 brachte Apple das erste iPhone bzw. Smartphone auf den Markt. Damals erschien dieses Gerät no...

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Erfolgreiches App-Marketing - so funktionierts

Großer Auftritt für die Kleinen

Apps haben unser Verhalten nachhaltig verändert. Für alle denkbaren Anwendungszwecke steht heute die passende App im Store bereit. Mit Sicherheit ist uns die eine oder andere gute Lösung nur noch nicht bekannt. Die Produktion dieser kleinen Softwareapplikationen ist aufwendig und kostenintensiv. Am Ende soll mit der App Geld verdient werden - damit das gelingt, ist ein erfolgreiches App-Marketing eine wichtige Voraussetzung.

Veikko Krypczyk, Elena Bochkor


Apps werden für Smartphones und Tablets produziert. Der Markt für die kleinen Applikationen ist recht sortiert. Neben den großen Playern wie Google (Android) und Apple (iOS) versucht der Softwareriese Microsoft – bisher nur mit mäßigem Erfolg – über Windows Phone und Windows 10 Fuß in diesem wichtigen Markt zu fassen [1]. Die Sichtweise eines App-Produzenten ist eindeutig: Die Entwicklung von Apps ist ebenso wie Software für PCs mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Die meisten Produktionen erfolgen kommerziell, d. h. mit dem Vertrieb der App soll direkt oder indirekt Geld verdient werden. Voraussetzung für ein gutes Gelingen ist ein hoher Bekanntheitsgrad. Natürlich kann man hoffen, dass sich die App von alleine verbreitet und ein aktives Bewerben damit nicht notwendig ist. In Einzelfällen hat das mit Sicherheit auch schon geklappt, es ist jedoch recht unwahrscheinlich. Die aktive Marktplatzierung wird als App-Marketing bezeichnet und dient primär dem Ziel, die wirtschaftlichen Ziele zu erreichen. Gleich zu Beginn ist klarzustellen, dass App-Marketing ein sehr umfassender Ansatz ist. Dabei geht es nicht nur darum, ein schon fertiges Produkt (App) an den Mann oder die Frau zu bringen, sondern der Gestaltungsumfang reicht von der Idee, über die Konzeption, die Festlegung der Zielgruppe, die Preispolitik bis hin zum Vertrieb (Abb. 1). Ob Kunden die App am Ende so wahrnehmen, wie es der Hersteller vorgesehen hatte, lässt sich über Methoden der Erfolgsmessung bestimmen.

Abb. 1: Themenvielfalt von App-Marketing

In diesem Beitrag geben wir einen kompakten Überblick über das umfassende Thema. App-Marketing richtet sich an App-Entwickler, App-Publisher und Produktmanager. Die App kann dabei zwei grundsätzliche Marktpositionen einnehmen:

Eigenständiges Produkt: Die App ist ein eigenständiges Produkt und muss sich als solches auch wirtschaftlich rechnen. Bekannte Apps aus diesem Bereich sind zum Beispiel Spiele oder Apps zur Kommunikation.Begleitendes Produkt: Die App dient primär dazu, ein bereits bestehendes Produkt/Dienstleistung zu bewerben bzw. die Abwicklung bestimmter Geschäftsvorfälle darüber zu ermöglichen. Typische Beispiele sind Apps von Unternehmen, die eine direkte Kommunikation vom Kunden zum Hersteller erlauben.

Für den Einstieg in das Thema haben wir wichtige Meilensteine der Geschichte von Apps im Kasten „Historie“ zusammengetragen.

HistorieIm Jahr 2007 brachte Apple das erste iPhone bzw. Smartphone auf den Markt. Damals erschien dieses Gerät no...

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