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Entwickler Magazin
Agile Methoden in IT-Projekten

Auf dem Vormarsch

Wenn man über Softwareentwicklungsprojekte spricht, kommt man in der heutigen Zeit auf keinen Fall um das Thema Agilität herum. Seit einigen Jahren haben sich agile Herangehensweisen bei vielen Unternehmen etabliert - und das zu Recht. Nicht nur lassen sich Performance, Durchsatz und Qualität steigern, auch das Verständnis für moderne Entwicklungsmethoden lässt sich dadurch enorm verbessern.

Benjamin Lanzendörfer


Nicht nur in der IT-Branche sind Vorgehensmodelle wie Scrum erfolgreich, auch im Marketing oder in der Automobilindustrie kommt Scrum nachweislich mit äußerst positiven Zielen zum Einsatz. Vor allem der Scrum-Rahmen lässt sich aber nicht nur in technischen Projekten wunderbar einsetzen. Beispielsweise gibt es mittlerweile sogar in der Gastronomie erste Ansätze und Vorgehen, die etwa beim Kochen von Gerichten eine tragende Rolle spielen. Tatsächlich gibt es in Hildesheim eine Küche, in der ein Backlog mit den jeweiligen User Stories aufgeführt und die jeweiligen Tasks in definierten Sprints abgearbeitet werden. Warum? Weil es sich nachweislich bewährt und sich die Zusammenarbeit und die Qualität enorm verbessert haben.

Der klassische Scrum-Prozess

Der klassische Scrum-Prozess ist in Abbildung 1 dargestellt. Interessant sind vor allem die beiden Planungsschritte, die als Sprint Planning 1 und als Sprint Planning 2 bekannt sind. Beide dienen dazu, mit dem Product Owner die Prioritäten der einzelnen Product-Backlog-Items zu besprechen. Daraus werden dann im zweiten Schritt Tasks erstellt, die in mit festen Laufzeiten definierten Sprints erarbeitet werden.

Abb. 1: Der klassische Scrum-Prozess

Das Priorisieren der User Storys (der Anforderungen) nimmt ausschließlich der Product Owner vor, denn er allein kennt die Produktvision und hat den direkten Kontakt zu den jeweiligen Stakeholdern – also denjenigen, die das Projekt finanzieren oder beauftragen. Nach dem Priorisieren entscheidet das Scrum-Team im Sprint Planning 2 dann jedoch selbst, wie die einzelnen Tasks entwickelt und im Sprint-Backlog konsolidiert werden. Während des Sprints, der üblicherweise oft im Abstand von zwei Wochen durchgeführt wird, gibt es täglich ein Daily Scrum. In diesem Meeting setzt sich das Scrum-Team für 15 Minuten zusammen. Jeder Teilnehmer beantwortet die folgenden drei Fragen:

Was habe ich seit dem letzten Daily Scrum getan?Was plane ich, bis zum nächsten Daily Scrum zu tun?Was hat mich bei der Arbeit behindert?

Vor allem bei einem täglichen Meeting lässt sich schnell erkennen, wie sinnvoll es sein kann, sich regelmäßig miteinander auszutauschen. Jedes Teammitglied ist dann auf dem neuesten Stand, kann Hindernisse mitteilen und beschreiben, was es geschafft hat. Eine unglaublich wichtige Rolle hat hierbei der Scrum Master. Er ist dafür verantwortlich, dass der gesamte Prozessablauf zielgerecht verläuft und das Team ungestört seinen Aufgaben nachgehen kann. Viele nennen ihn auch die „Mu...

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Auf dem Vormarsch

Wenn man über Softwareentwicklungsprojekte spricht, kommt man in der heutigen Zeit auf keinen Fall um das Thema Agilität herum. Seit einigen Jahren haben sich agile Herangehensweisen bei vielen Unternehmen etabliert - und das zu Recht. Nicht nur lassen sich Performance, Durchsatz und Qualität steigern, auch das Verständnis für moderne Entwicklungsmethoden lässt sich dadurch enorm verbessern.

Benjamin Lanzendörfer


Nicht nur in der IT-Branche sind Vorgehensmodelle wie Scrum erfolgreich, auch im Marketing oder in der Automobilindustrie kommt Scrum nachweislich mit äußerst positiven Zielen zum Einsatz. Vor allem der Scrum-Rahmen lässt sich aber nicht nur in technischen Projekten wunderbar einsetzen. Beispielsweise gibt es mittlerweile sogar in der Gastronomie erste Ansätze und Vorgehen, die etwa beim Kochen von Gerichten eine tragende Rolle spielen. Tatsächlich gibt es in Hildesheim eine Küche, in der ein Backlog mit den jeweiligen User Stories aufgeführt und die jeweiligen Tasks in definierten Sprints abgearbeitet werden. Warum? Weil es sich nachweislich bewährt und sich die Zusammenarbeit und die Qualität enorm verbessert haben.

Der klassische Scrum-Prozess

Der klassische Scrum-Prozess ist in Abbildung 1 dargestellt. Interessant sind vor allem die beiden Planungsschritte, die als Sprint Planning 1 und als Sprint Planning 2 bekannt sind. Beide dienen dazu, mit dem Product Owner die Prioritäten der einzelnen Product-Backlog-Items zu besprechen. Daraus werden dann im zweiten Schritt Tasks erstellt, die in mit festen Laufzeiten definierten Sprints erarbeitet werden.

Abb. 1: Der klassische Scrum-Prozess

Das Priorisieren der User Storys (der Anforderungen) nimmt ausschließlich der Product Owner vor, denn er allein kennt die Produktvision und hat den direkten Kontakt zu den jeweiligen Stakeholdern – also denjenigen, die das Projekt finanzieren oder beauftragen. Nach dem Priorisieren entscheidet das Scrum-Team im Sprint Planning 2 dann jedoch selbst, wie die einzelnen Tasks entwickelt und im Sprint-Backlog konsolidiert werden. Während des Sprints, der üblicherweise oft im Abstand von zwei Wochen durchgeführt wird, gibt es täglich ein Daily Scrum. In diesem Meeting setzt sich das Scrum-Team für 15 Minuten zusammen. Jeder Teilnehmer beantwortet die folgenden drei Fragen:

Was habe ich seit dem letzten Daily Scrum getan?Was plane ich, bis zum nächsten Daily Scrum zu tun?Was hat mich bei der Arbeit behindert?

Vor allem bei einem täglichen Meeting lässt sich schnell erkennen, wie sinnvoll es sein kann, sich regelmäßig miteinander auszutauschen. Jedes Teammitglied ist dann auf dem neuesten Stand, kann Hindernisse mitteilen und beschreiben, was es geschafft hat. Eine unglaublich wichtige Rolle hat hierbei der Scrum Master. Er ist dafür verantwortlich, dass der gesamte Prozessablauf zielgerecht verläuft und das Team ungestört seinen Aufgaben nachgehen kann. Viele nennen ihn auch die „Mu...

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