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Entwickler Magazin
Sauberer Code? Gezwungenermaßen

Force Feedback Programming

Mit Force Feedback Programming, einer Erweiterung für Visual Studio, soll unsauberer Code sichtbar gemacht werden. Die Erweiterung geht aber noch einen Schritt weiter: Sie zwingt Entwickler, sauberen Code zu schreiben. Force Feedback Programming nutzt die Microsoft .NET Compiler Platform für die Analyse des Codes.

Robin Sedlaczek


Wir alle wissen, dass Feedback wichtig ist. Ohne Feedback würden wir Menschen nicht wissen, ob wir Dinge richtig machen oder nicht. Fehler und Probleme würden ohne Feedback (meistens) nicht sichtbar werden. Feedback hilft uns, die Dinge, die wir täglich tun, erzeugen oder auf irgendeine Art und Weise herstellen, zu verbessern. Viel wichtiger: Feedback hilft uns, uns selbst stetig zu verbessern. Und je früher Feedback gegeben wird, umso effizienter ist es, umso mehr Vorteile ergeben sich für uns als Menschen.

Hintergrund

Stellen wir uns vor, wir möchten eine Fremdsprache lernen. Wir investieren eine Menge Stunden, Tage, Wochen, um uns selbstständig Vokabeln und Grammatik beizubringen. Würden wir nicht frühzeitig bzw. sofort damit beginnen, die Sprache durch praktische Anwendung zu erlernen und zu trainieren, würden wir den Großteil der erlernten Vakabeln und grammatikalischen Regeln sehr schnell vergessen – zumindest die meisten von uns. Durch das Sprechen mit anderen Menschen erhalten wir sofortiges Feedback: Wir können sehen, ob sie uns verstehen, oder eben auch nicht. Nicht zuletzt am Gesichtsausdruck des Gegenübers, wenn ein entgleisendes Gesicht oder plötzliches Stirnrunzeln unsere Aussagen quittiert. Und genau das ist direktes Feedback! Wir bekommen es sofort, reagieren sofort darauf und lernen damit unmittelbar – ohne Zeitverlust. (Direktes) Feedback ist also eine gute Sache!

Historisches

1982 postulierte Ben Shneiderman [1] das Paradigma der direkten Manipulation für das Design von Benutzerschnittstellen [2]. Zuvor beruhte die Interaktion zwischen Mensch und Maschine weitestgehend auf einer Metapher, z. B. auf einem Kommandozeileninterface. Dieses ist relativ indirekt und abstrakt: Nach der Eingabe eines Kommandos (dessen Syntax dem Benutzer bekannt sein muss) muss dieses mit der Eingabetaste bestätigt werden. Es wird dann ausgeführt, und erst etwas später gibt es Feedback. Im schlimmsten Fall wurde das Kommando aufgrund falscher Syntax nicht verstanden und somit nicht ausgeführt.

1978 wurde TeX veröffentlicht [3]. TeX ist ein typografisches System, mit dem reichhaltige und hoch qualitative Textdokumente erzeugt werden können. Dazu bietet TeX ein umfangreiches Set an Befehlen an, mit denen Text arrangiert und formatiert werden kann. Diese Befehle müssen textuell eingegeben und in das Dokument integriert werden. Um das finale Ergebnis zu sehen, muss ein Prozessor bemüht werden, der die Befehle/Kommandos interpretiert und anschließend die Ausgabe gener...

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Sauberer Code? Gezwungenermaßen

Force Feedback Programming

Mit Force Feedback Programming, einer Erweiterung für Visual Studio, soll unsauberer Code sichtbar gemacht werden. Die Erweiterung geht aber noch einen Schritt weiter: Sie zwingt Entwickler, sauberen Code zu schreiben. Force Feedback Programming nutzt die Microsoft .NET Compiler Platform für die Analyse des Codes.

Robin Sedlaczek


Wir alle wissen, dass Feedback wichtig ist. Ohne Feedback würden wir Menschen nicht wissen, ob wir Dinge richtig machen oder nicht. Fehler und Probleme würden ohne Feedback (meistens) nicht sichtbar werden. Feedback hilft uns, die Dinge, die wir täglich tun, erzeugen oder auf irgendeine Art und Weise herstellen, zu verbessern. Viel wichtiger: Feedback hilft uns, uns selbst stetig zu verbessern. Und je früher Feedback gegeben wird, umso effizienter ist es, umso mehr Vorteile ergeben sich für uns als Menschen.

Hintergrund

Stellen wir uns vor, wir möchten eine Fremdsprache lernen. Wir investieren eine Menge Stunden, Tage, Wochen, um uns selbstständig Vokabeln und Grammatik beizubringen. Würden wir nicht frühzeitig bzw. sofort damit beginnen, die Sprache durch praktische Anwendung zu erlernen und zu trainieren, würden wir den Großteil der erlernten Vakabeln und grammatikalischen Regeln sehr schnell vergessen – zumindest die meisten von uns. Durch das Sprechen mit anderen Menschen erhalten wir sofortiges Feedback: Wir können sehen, ob sie uns verstehen, oder eben auch nicht. Nicht zuletzt am Gesichtsausdruck des Gegenübers, wenn ein entgleisendes Gesicht oder plötzliches Stirnrunzeln unsere Aussagen quittiert. Und genau das ist direktes Feedback! Wir bekommen es sofort, reagieren sofort darauf und lernen damit unmittelbar – ohne Zeitverlust. (Direktes) Feedback ist also eine gute Sache!

Historisches

1982 postulierte Ben Shneiderman [1] das Paradigma der direkten Manipulation für das Design von Benutzerschnittstellen [2]. Zuvor beruhte die Interaktion zwischen Mensch und Maschine weitestgehend auf einer Metapher, z. B. auf einem Kommandozeileninterface. Dieses ist relativ indirekt und abstrakt: Nach der Eingabe eines Kommandos (dessen Syntax dem Benutzer bekannt sein muss) muss dieses mit der Eingabetaste bestätigt werden. Es wird dann ausgeführt, und erst etwas später gibt es Feedback. Im schlimmsten Fall wurde das Kommando aufgrund falscher Syntax nicht verstanden und somit nicht ausgeführt.

1978 wurde TeX veröffentlicht [3]. TeX ist ein typografisches System, mit dem reichhaltige und hoch qualitative Textdokumente erzeugt werden können. Dazu bietet TeX ein umfangreiches Set an Befehlen an, mit denen Text arrangiert und formatiert werden kann. Diese Befehle müssen textuell eingegeben und in das Dokument integriert werden. Um das finale Ergebnis zu sehen, muss ein Prozessor bemüht werden, der die Befehle/Kommandos interpretiert und anschließend die Ausgabe gener...

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