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Entwickler Magazin
Kontinuierlich Feedback mit Prototyping einholen

Leichtgewicht statt unflexibler Klotz


Prototypen gehören zum guten Ton einer hippen Produktentwicklung. Das heißt leider nicht, dass sie in der Praxis selbstverständlicher Teil aller Abläufe sind. Am meisten Wirkung haben Prototypen, die in allen Phasen der Produktentwicklung das Feedback der Nutzer abholen. Trotzdem arbeiten noch wenige Entwickler systematisch mit Prototypen. Ein Grund ist möglicherweise, dass wir unter Prototypen oft schwergewichtige Softwareprototypen mit mehreren Wochen Entwicklungszeit verstehen. Warum eigentlich?

Ziel des Prototyps ist es, eine Software gemeinsam mit dem Nutzer zu entwickeln und ihn in jede Phase der Produktentwicklung einzubinden. Kollaboratives Prototyping setzt das in die Praxis um: Es ist nicht auf Hardware- oder Softwareartefakte beschränkt. Dazu gehören Workshop- und Innovationsmethoden, um Ideen aus den Köpfen der Menschen zu holen, spielerische Elemente, die den beteiligten Stakeholdern überraschende Einsichten bescheren, und natürlich auch Papierprototypen und Click-Dummys, die Ideen greifbar machen. Die regelmäßige Abstimmung mit dem Kunden oder den Anwendern in der Fachabteilung ist Grundlage für das schnelle Anpassen von Software oder Produkt – eingebautes Trial and Error. Kollaboratives Prototyping findet Wege, um Feedback jenseits von schwergewichtigen Modellen einzuholen (Abb. 1).

Schnelligkeit ist nur einer der Vorteile, Kostenersparnis ein anderer. Ein Produkt, das quasi unter Kundenaufsicht entsteht, entspricht deren Bedürfnissen und floppt weniger wahrscheinlich als eines, das ein Produktverantwortlicher nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Kundenfeedback entwirft. Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt die Entwicklung einer Anwendung für Pharmavertreter.

bauer_prototyping_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Nicht nur Schwergewichte: Prototypen holen Userfeedback in allen Phasen der Produktentwicklung ab

Kollaboratives Prototyping: So kann es funktionieren

„Ich hätte nicht gedacht, dass ich bei einem Mal Ausprobieren so viel lerne“ – mit diesem Satz ist für Manfred Sonntag das ...

Entwickler Magazin
Kontinuierlich Feedback mit Prototyping einholen

Leichtgewicht statt unflexibler Klotz

Prototypen gehören zum guten Ton einer hippen Produktentwicklung. Das heißt leider nicht, dass sie in der Praxis selbstverständlicher Teil aller Abläufe sind. Am meisten Wirkung haben Prototypen, die in allen Phasen der Produktentwicklung das Feedback der Nutzer abholen. Trotzdem arbeiten noch wenige Entwickler systematisch mit Prototypen. Ein Grund ist möglicherweise, dass wir unter Prototypen oft schwergewichtige Softwareprototypen mit mehreren Wochen Entwicklungszeit verstehen. Warum eigentlich?

Sabine Bauer


Prototypen gehören zum guten Ton einer hippen Produktentwicklung. Das heißt leider nicht, dass sie in der Praxis selbstverständlicher Teil aller Abläufe sind. Am meisten Wirkung haben Prototypen, die in allen Phasen der Produktentwicklung das Feedback der Nutzer abholen. Trotzdem arbeiten noch wenige Entwickler systematisch mit Prototypen. Ein Grund ist möglicherweise, dass wir unter Prototypen oft schwergewichtige Softwareprototypen mit mehreren Wochen Entwicklungszeit verstehen. Warum eigentlich?

Ziel des Prototyps ist es, eine Software gemeinsam mit dem Nutzer zu entwickeln und ihn in jede Phase der Produktentwicklung einzubinden. Kollaboratives Prototyping setzt das in die Praxis um: Es ist nicht auf Hardware- oder Softwareartefakte beschränkt. Dazu gehören Workshop- und Innovationsmethoden, um Ideen aus den Köpfen der Menschen zu holen, spielerische Elemente, die den beteiligten Stakeholdern überraschende Einsichten bescheren, und natürlich auch Papierprototypen und Click-Dummys, die Ideen greifbar machen. Die regelmäßige Abstimmung mit dem Kunden oder den Anwendern in der Fachabteilung ist Grundlage für das schnelle Anpassen von Software oder Produkt – eingebautes Trial and Error. Kollaboratives Prototyping findet Wege, um Feedback jenseits von schwergewichtigen Modellen einzuholen (Abb. 1).

Schnelligkeit ist nur einer der Vorteile, Kostenersparnis ein anderer. Ein Produkt, das quasi unter Kundenaufsicht entsteht, entspricht deren Bedürfnissen und floppt weniger wahrscheinlich als eines, das ein Produktverantwortlicher nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Kundenfeedback entwirft. Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt die Entwicklung einer Anwendung für Pharmavertreter.

bauer_prototyping_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Nicht nur Schwergewichte: Prototypen holen Userfeedback in allen Phasen der Produktentwicklung ab

Kollaboratives Prototyping: So kann es funktionieren

„Ich hätte nicht gedacht, dass ich bei einem Mal Ausprobieren so viel lerne“ – mit diesem Satz ist für Manfred Sonntag das ...

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