© Liashko/Shutterstock.com
Entwickler Magazin
Minimalismus für Softwareunternehmen

Weniger ist mehr

Oftmals verrennt man sich in Kleinigkeiten, obwohl weniger doch manchmal mehr wäre. Die Frage sollte also lauten: Ist Minimalismus für softwareentwickelnde Menschen eine gute Idee? Ich glaube: Ja!

Dennis John Wilson


Welche Schuhe trage ich heute? Soll ich lieber einen Frappuccino Latte Macchiato oder einen Mocha Latte Palermo bestellen? Oh, eine E-Mail. Habe ich heute Morgen wirklich die richtigen Schuhe angezogen? Welche Programmiersprache lerne ich als Nächstes? Welches Framework? Oh, eine E-Mail. Gehe ich heute Abend zum Sport oder mache ich doch lieber nur einen Filmabend? Ach nein, ich muss ja das Auto zum Service bringen. Oh, eine E-Mail. Puh, heute schon wieder nichts geschafft. Schreibe ich halt noch schnell E-Mails.

So oder so ähnlich sehen vermutlich die Tage vieler Menschen in der IT-Branche aus. In einer durch und durch komplexen Welt sieht man sich täglich, bewusst oder unbewusst, mit vielen Entscheidungen konfrontiert. Den einen fällt das mehr, den anderen weniger auf. Regelmäßig findet man Productivity- und Downshifting-Literatur auf den Toplisten der Buchhändler, und auch in Zeitschriften sind diese Themen hoch im Kurs. Die Welt will minimal, agile und lean werden. Das ist sogar vollkommen ernst gemeint und eventuell sogar die logische Konsequenz aller Dinge. Dieser Artikel nimmt sich deshalb des Themas Minimalismus in der Softwareentwicklung an.

Minimalismus in der Softwareentwicklung

Was hat das nun konkret mit Minimalismus zu tun? Wenn die Definitionen von Minimalismus auch noch so weit gefasst sind, geht es im Kern immer um das Gleiche: Mit so wenig wie möglich gleichbleibende oder sogar noch bessere Ergebnisse erzielen. Sämtliche Definitionen teilen im Kern die Aussage, dass

a) es zu begrüßen ist, Dinge zu entfernen, wenn Sie nicht unmittelbar oder signifikant zum Ergebnis beitragen, undb) sich stattdessen auf wenige, wesentliche, zielerfüllende Elemente zu beschränken.

Wie genau das aussieht, ist dann letzten Endes immer kontextabhängig. In der Designbranche gilt beispielsweise Dieter Rams’ These [2] „Gutes Design ist so wenig Design wie möglich“ als gesetzt und anerkannt. Das ist ein Grundsatz, der lange Zeit als der Wettbewerbsvorteil von Apple gehandelt wurde, das stark durch Dieter Rams inspiriert ist. Man fokussiert sich dabei auf die wesentlichen Elemente, die den eigentlichen Mehrwert ausmachen. Dinge, die vom Mehrwert oder der Kernfunktion ablenken oder unnötigen Aufwand bedeuten, werden entfernt.

Nach diesem kleinen Exkurs ist es jetzt selbstverständlich spannend zu erkunden, wie minimalistische Prinzipien im Entwicklungsalltag eingebracht werden können. Dazu stelle ich im Folgenden zwei wesentliche Ansätze vor:

1. Mehr Systeme und weniger ...

Entwickler Magazin
Minimalismus für Softwareunternehmen

Weniger ist mehr

Oftmals verrennt man sich in Kleinigkeiten, obwohl weniger doch manchmal mehr wäre. Die Frage sollte also lauten: Ist Minimalismus für softwareentwickelnde Menschen eine gute Idee? Ich glaube: Ja!

Dennis John Wilson


Welche Schuhe trage ich heute? Soll ich lieber einen Frappuccino Latte Macchiato oder einen Mocha Latte Palermo bestellen? Oh, eine E-Mail. Habe ich heute Morgen wirklich die richtigen Schuhe angezogen? Welche Programmiersprache lerne ich als Nächstes? Welches Framework? Oh, eine E-Mail. Gehe ich heute Abend zum Sport oder mache ich doch lieber nur einen Filmabend? Ach nein, ich muss ja das Auto zum Service bringen. Oh, eine E-Mail. Puh, heute schon wieder nichts geschafft. Schreibe ich halt noch schnell E-Mails.

So oder so ähnlich sehen vermutlich die Tage vieler Menschen in der IT-Branche aus. In einer durch und durch komplexen Welt sieht man sich täglich, bewusst oder unbewusst, mit vielen Entscheidungen konfrontiert. Den einen fällt das mehr, den anderen weniger auf. Regelmäßig findet man Productivity- und Downshifting-Literatur auf den Toplisten der Buchhändler, und auch in Zeitschriften sind diese Themen hoch im Kurs. Die Welt will minimal, agile und lean werden. Das ist sogar vollkommen ernst gemeint und eventuell sogar die logische Konsequenz aller Dinge. Dieser Artikel nimmt sich deshalb des Themas Minimalismus in der Softwareentwicklung an.

Minimalismus in der Softwareentwicklung

Was hat das nun konkret mit Minimalismus zu tun? Wenn die Definitionen von Minimalismus auch noch so weit gefasst sind, geht es im Kern immer um das Gleiche: Mit so wenig wie möglich gleichbleibende oder sogar noch bessere Ergebnisse erzielen. Sämtliche Definitionen teilen im Kern die Aussage, dass

a) es zu begrüßen ist, Dinge zu entfernen, wenn Sie nicht unmittelbar oder signifikant zum Ergebnis beitragen, undb) sich stattdessen auf wenige, wesentliche, zielerfüllende Elemente zu beschränken.

Wie genau das aussieht, ist dann letzten Endes immer kontextabhängig. In der Designbranche gilt beispielsweise Dieter Rams’ These [2] „Gutes Design ist so wenig Design wie möglich“ als gesetzt und anerkannt. Das ist ein Grundsatz, der lange Zeit als der Wettbewerbsvorteil von Apple gehandelt wurde, das stark durch Dieter Rams inspiriert ist. Man fokussiert sich dabei auf die wesentlichen Elemente, die den eigentlichen Mehrwert ausmachen. Dinge, die vom Mehrwert oder der Kernfunktion ablenken oder unnötigen Aufwand bedeuten, werden entfernt.

Nach diesem kleinen Exkurs ist es jetzt selbstverständlich spannend zu erkunden, wie minimalistische Prinzipien im Entwicklungsalltag eingebracht werden können. Dazu stelle ich im Folgenden zwei wesentliche Ansätze vor:

1. Mehr Systeme und weniger ...

Neugierig geworden?


   
Loading...

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang