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Entwickler Magazin
Interview mit Jakob Westhoff

„Neben den Neuerungen in ECMAScript gibt es mit WebAssembly eine interessante Entwicklung.“

Entwickler Magazin Spezial: Hallo Jakob! Wir wollen ein wenig auf das JavaScript-Ökosystem 2018 schauen. Beginnen wir einmal mit der Sprache selbst. Welche Weiterentwicklungen laufen gerade im ECMAScript-Standard ab, die man im Auge behalten sollte?

Jakob Westhoff


Jakob Westhoff: Asynchrone Funktionen mit dem async Keyword sind immer noch ein heißes Eisen und können mehr und mehr zum Einsatz gebracht werden. Weitere Entwicklungen, auf die wir uns in Zukunft vermutlich freuen können, sind die Rest- und Spread-Operatoren für Objekte. Diese erlauben das einfachere Zusammensetzen und Zerlegen von Object Properties, was gerade auch im Zusammenspiel mit Frameworks wie React eine große Hilfe ist. Neben den Neuerungen im ECMAScript-Standard gibt es mit WebAssembly natürlich eine weitere sehr interessante Entwicklung. Die Fähigkeit, Code sonst nur von nativ verwendeten Sprachen wie C oder Rust in eine ausführbare Sprache für das Web zu übersetzen, wird uns sicherlich noch einige Zeit in Atem halten. WebAssembly wird bereits von allen großen Browsern unterstützt und stellt eine sehr interessante Ergänzung zu JavaScript dar. Wir werden sicherlich noch viele spannende Anwendungsbeispiele und Lösungen mit dieser Technologie sehen. EM: Derzeit tobt in der Community eine Diskussion darüber, ob die automatische Setzung von Semikolons in JavaScript abgeschafft werden sollte. Worum geht es in der Diskussion genau?Westhoff: ASI, also die Automatic Semicolon Insertion, ist seit Langem ein Diskussionspunkt in der JavaScript-Community. Grundsätzlich geht es darum, dass in JavaScript die Verwendung von Semikolons am Ende von Statements optional ist. Dies bedeutet, dass es Entwickler gibt, die Semikolons verwenden und solche, die es nicht tun. In der Diskussion geht es nun darum, eine Warnung einzuführen, wenn keine Semikolons gesetzt wurden. Der Grund hierfür liegt darin, dass ASI häufig gerade bei unerfahrenen Entwicklern dazu führt, dass sich Code anders verhält als diese es erwarten würden, da ihnen die Regeln von ASI nicht bekannt sind. Es ist hierüber nun ein Streit entbrannt, weil natürlich diejenigen, die Semikolons generell verwenden, gerne eine entsprechende Warnung hätten, die andere Seite aber gerne weiterhin die Freiheit hätte, sie wegzulassen.EM: Wie lautet deine Meinung zu der Frage?Westhoff: Ich stehe dieser Frage tatsächlich relativ ambivalent gegenüber. Es gibt gute Gründe für beide Seiten der Argumentation. Ich sehe tatsächlich die Notwendigkeit einer solchen Warnung nur begrenzt, da es externe Tools wie z. B. ESLint gibt, mit denen sich der gleiche Check bereits heute durchführen lässt.EM: Welche Trends findest du im Bereich JavaScript-Frameworks momentan spannend?Westhoff: Ich finde es gut, dass es mittlerweile eine...

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Interview mit Jakob Westhoff

„Neben den Neuerungen in ECMAScript gibt es mit WebAssembly eine interessante Entwicklung.“

Entwickler Magazin Spezial: Hallo Jakob! Wir wollen ein wenig auf das JavaScript-Ökosystem 2018 schauen. Beginnen wir einmal mit der Sprache selbst. Welche Weiterentwicklungen laufen gerade im ECMAScript-Standard ab, die man im Auge behalten sollte?

Jakob Westhoff


Jakob Westhoff: Asynchrone Funktionen mit dem async Keyword sind immer noch ein heißes Eisen und können mehr und mehr zum Einsatz gebracht werden. Weitere Entwicklungen, auf die wir uns in Zukunft vermutlich freuen können, sind die Rest- und Spread-Operatoren für Objekte. Diese erlauben das einfachere Zusammensetzen und Zerlegen von Object Properties, was gerade auch im Zusammenspiel mit Frameworks wie React eine große Hilfe ist. Neben den Neuerungen im ECMAScript-Standard gibt es mit WebAssembly natürlich eine weitere sehr interessante Entwicklung. Die Fähigkeit, Code sonst nur von nativ verwendeten Sprachen wie C oder Rust in eine ausführbare Sprache für das Web zu übersetzen, wird uns sicherlich noch einige Zeit in Atem halten. WebAssembly wird bereits von allen großen Browsern unterstützt und stellt eine sehr interessante Ergänzung zu JavaScript dar. Wir werden sicherlich noch viele spannende Anwendungsbeispiele und Lösungen mit dieser Technologie sehen. EM: Derzeit tobt in der Community eine Diskussion darüber, ob die automatische Setzung von Semikolons in JavaScript abgeschafft werden sollte. Worum geht es in der Diskussion genau?Westhoff: ASI, also die Automatic Semicolon Insertion, ist seit Langem ein Diskussionspunkt in der JavaScript-Community. Grundsätzlich geht es darum, dass in JavaScript die Verwendung von Semikolons am Ende von Statements optional ist. Dies bedeutet, dass es Entwickler gibt, die Semikolons verwenden und solche, die es nicht tun. In der Diskussion geht es nun darum, eine Warnung einzuführen, wenn keine Semikolons gesetzt wurden. Der Grund hierfür liegt darin, dass ASI häufig gerade bei unerfahrenen Entwicklern dazu führt, dass sich Code anders verhält als diese es erwarten würden, da ihnen die Regeln von ASI nicht bekannt sind. Es ist hierüber nun ein Streit entbrannt, weil natürlich diejenigen, die Semikolons generell verwenden, gerne eine entsprechende Warnung hätten, die andere Seite aber gerne weiterhin die Freiheit hätte, sie wegzulassen.EM: Wie lautet deine Meinung zu der Frage?Westhoff: Ich stehe dieser Frage tatsächlich relativ ambivalent gegenüber. Es gibt gute Gründe für beide Seiten der Argumentation. Ich sehe tatsächlich die Notwendigkeit einer solchen Warnung nur begrenzt, da es externe Tools wie z. B. ESLint gibt, mit denen sich der gleiche Check bereits heute durchführen lässt.EM: Welche Trends findest du im Bereich JavaScript-Frameworks momentan spannend?Westhoff: Ich finde es gut, dass es mittlerweile eine...

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