© Liashko/Shutterstock.com
Entwickler Magazin
VR-Erlebnisse mit WebXR entwickeln

Das immersive Web im Browser

Virtuelle Objekte im Raum erleben - das geht mit VR und AR. Wo entsprechende Anwendungen früher spezifisch für ein Gerät entwickelt werden mussten, steht mit WebXR ein neuer Ansatz zur Verfügung, der den Browser zur Plattform macht.

Carsten Sandtner


Spätestens seit 2017 sind VR-Devices im Mainstream angekommen. Für jeden Preisbereich gibt es erschwingliche Möglichkeiten, virtuelle Welten zu erleben. Angefangen von einem ca. 15 Euro teuren Google Cardboard bis hin zu mehreren hundert Euro teuren VR-Devices von HTC, Oculus oder Playstation VR. Die Geschichte der virtuellen Realität ist jedoch schon sehr viel älter als man denken mag. Bereits 1939 gab es den Viewmaster [1]. Mit diesem Betrachtungsgerät wurden stereoskopische Bilder erzeugt, die weitestgehend den Konzepten heutiger VR-Devices entsprechen. Im Jahr 1961 schreibt Ivan Sutherland von einem Ultimate Display. Er erklärt grundlegend, was wir heute unter Augmented Reality (AR) verstehen: computergenerierte Objekt, die durch ein Display in die reale Welt projiziert werden. Wie so oft konnten diese Ideen nicht effizient umgesetzt werden, da die Technik nicht weit genug war.

Heute hat so ziemlich jeder einen leistungsstarken Computer in der Tasche, der mit Leichtigkeit diese Aufgaben erfüllen kann. Apple und Google bieten Frameworks wie ARKit (iOS) und ARCore (Android) an, mit deren Hilfe eindrucksvolle AR-Apps erstellt werden können. Diese Entwicklung ist nicht an den Webbrowsern dieser Welt vorbeigegangen, und bereits 2014 wurde an einer Standardisierung für WebVR gearbeitet. Seit 2017 arbeitet das W3C an einem neuen Standard, der WebVR langfristig ablösen soll. Mit WebXR werden Entwickler Browser-APIs bekommen, mit denen sowohl VR- als auch AR-Anwendungen erstellt werden können. Zum Betrachten und Erleben benötigen die Benutzer lediglich einen Webbrowser und bei nicht mobilem Set-up geeignete VR-Hardware.

MR? AR? VR?

Bevor wir tiefer auf die grundlegenden Konzepte und APIs eingehen, möchte ich die Begriffe Virtual Reality, Augmented Reality und Mixed Reality aus meiner Sicht kurz erläutern. Unter Virtual Reality (VR) verstehen wir das Eintauchen in eine komplette virtuelle Welt. Wir verlassen die Realität und erzeugen eine neue, virtuelle Realität. Vereinfacht gesagt: Wir gaukeln dem Gehirn eine Welt vor, die physisch nicht existiert. Dem Betrachter wird ein stereoskopisches Bild vor die Augen projiziert, das sein Gehirn glauben lässt, weiterhin in einem dreidimensionalen Raum zu sein. Bei der Augmented Reality (AR), oder auch erweiterter Realität, werden durch ein Display dreidimensionale Objekte in die reale Welt projiziert und darübergelegt. Um die Lage im Raum erkennen zu können, wurden bisher besondere Marker oder Ankerpunkte eingesetzt. Das...

Entwickler Magazin
VR-Erlebnisse mit WebXR entwickeln

Das immersive Web im Browser

Virtuelle Objekte im Raum erleben - das geht mit VR und AR. Wo entsprechende Anwendungen früher spezifisch für ein Gerät entwickelt werden mussten, steht mit WebXR ein neuer Ansatz zur Verfügung, der den Browser zur Plattform macht.

Carsten Sandtner


Spätestens seit 2017 sind VR-Devices im Mainstream angekommen. Für jeden Preisbereich gibt es erschwingliche Möglichkeiten, virtuelle Welten zu erleben. Angefangen von einem ca. 15 Euro teuren Google Cardboard bis hin zu mehreren hundert Euro teuren VR-Devices von HTC, Oculus oder Playstation VR. Die Geschichte der virtuellen Realität ist jedoch schon sehr viel älter als man denken mag. Bereits 1939 gab es den Viewmaster [1]. Mit diesem Betrachtungsgerät wurden stereoskopische Bilder erzeugt, die weitestgehend den Konzepten heutiger VR-Devices entsprechen. Im Jahr 1961 schreibt Ivan Sutherland von einem Ultimate Display. Er erklärt grundlegend, was wir heute unter Augmented Reality (AR) verstehen: computergenerierte Objekt, die durch ein Display in die reale Welt projiziert werden. Wie so oft konnten diese Ideen nicht effizient umgesetzt werden, da die Technik nicht weit genug war.

Heute hat so ziemlich jeder einen leistungsstarken Computer in der Tasche, der mit Leichtigkeit diese Aufgaben erfüllen kann. Apple und Google bieten Frameworks wie ARKit (iOS) und ARCore (Android) an, mit deren Hilfe eindrucksvolle AR-Apps erstellt werden können. Diese Entwicklung ist nicht an den Webbrowsern dieser Welt vorbeigegangen, und bereits 2014 wurde an einer Standardisierung für WebVR gearbeitet. Seit 2017 arbeitet das W3C an einem neuen Standard, der WebVR langfristig ablösen soll. Mit WebXR werden Entwickler Browser-APIs bekommen, mit denen sowohl VR- als auch AR-Anwendungen erstellt werden können. Zum Betrachten und Erleben benötigen die Benutzer lediglich einen Webbrowser und bei nicht mobilem Set-up geeignete VR-Hardware.

MR? AR? VR?

Bevor wir tiefer auf die grundlegenden Konzepte und APIs eingehen, möchte ich die Begriffe Virtual Reality, Augmented Reality und Mixed Reality aus meiner Sicht kurz erläutern. Unter Virtual Reality (VR) verstehen wir das Eintauchen in eine komplette virtuelle Welt. Wir verlassen die Realität und erzeugen eine neue, virtuelle Realität. Vereinfacht gesagt: Wir gaukeln dem Gehirn eine Welt vor, die physisch nicht existiert. Dem Betrachter wird ein stereoskopisches Bild vor die Augen projiziert, das sein Gehirn glauben lässt, weiterhin in einem dreidimensionalen Raum zu sein. Bei der Augmented Reality (AR), oder auch erweiterter Realität, werden durch ein Display dreidimensionale Objekte in die reale Welt projiziert und darübergelegt. Um die Lage im Raum erkennen zu können, wurden bisher besondere Marker oder Ankerpunkte eingesetzt. Das...

Neugierig geworden?


    
Loading...

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang