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Entwickler Magazin
Interview mit dem Plattformentwicklungsteam von Zalando

Interview mit dem Plattformentwicklungsteam von Zalando

Entwickler Magazin Spezial: Hallo Jan, könntest du dich und dein Team bitte kurz vorstellen?

Henning Jacobs, Jan Löffler, Tobias Sarnowski, Sebastian Rönnau


Jan Löffler: Mein Team und ich entwickeln und betreiben die Zalando-Plattform, auf der über 180 Anwendungen in fünfzehn Ländern laufen. Die PaaS stellt Container, VMs, Data Services wie Postgres, Cassan­dra, Redis und vieles mehr bereit. Ebenfalls betreiben wir einen enormen Aufwand, um unsere Infrastruktur und unsere Anwendungen abzusichern. EMS: Welche Motivation besteht bei Zalando, Docker für IT-Aufgaben einzusetzen? Jan: Durch unser enormes Wachstum gibt es eine Explosion an neuen Entwicklungsteams, die ihre Anwendungen und Features iterativ und in vielen kleinen Releases online bringen möchten. Docker bietet uns hier die Möglichkeit, einen einheitlichen Standard für Anwendungsumgebungen einzuführen und unseren Lieferdurchsatz zu erhöhen. Alles getreu dem Motto: Kurze Code-to-Live-Zeiten führen zu kurzem Time-to-Market.Sebastian Rönnau: Mit Docker können wir unsere Plattform deutlich besser abstrahieren und ermöglichen es so unseren Entwicklern, ihre Anwendungen selbst zu betreiben.EMS: Welche organisatorischen Veränderungen hat der Einsatz von Docker bei euch zur Folge?Jan: Durch den Einsatz von Docker können wir unseren Entwicklungsteams eine wesentlich weitergehende Kontrolle und Flexibilität gewähren. Da Docker-Images alle Abhängigkeiten mitbringen, gehören umständliche und fehleranfällige Puppet-Konfigurationen auf spezifische Hosts der Vergangenheit an. Durch die starke Containerisolierung werden Abhängigkeiten und Ressourcenkonflikte aufgelöst.EMS: Diese Änderungen werden doch sicher von vielen begrüßt?Tobias Sarnowski: Viele Entwickler sind begeistert, auch wenn es manchmal noch Unsicherheiten gibt – neue Technologien bringen ja immer auch Risiken mit sich.EMS: Welche Risiken haben eine intensive Betrachtung erfordert?Tobias: Ein großes Risiko ist die Verwendung von Docker im Produktiveinsatz für Tausende von Applikationsinstanzen. Damit hat kaum jemand bisher Erfahrung gesammelt (im Gegensatz zu KVM oder LXC). Zusätzlich ändern wir die Art und Weise, wie Applikationen miteinander kommunizieren. Beim „Secure-by-default“-Konzept müssen alle Kommunikationsverbindungen zwischen Applikationen und Diensten erst definiert werden. Standardmäßig ist selbst der Zugriff auf das Internet blockiert. Somit bekommen wir Abhängigkeitsgraphen geschenkt und mehr Sicherheit, da nur wirklich verwendete Ports verfügbar sind. Auf der anderen Seite müssen dafür viele Applikationen erst angepasst werden.EMS: Was waren die größten Herausforderungen bei der Umsetzu...

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Interview mit dem Plattformentwicklungsteam von Zalando

Interview mit dem Plattformentwicklungsteam von Zalando

Entwickler Magazin Spezial: Hallo Jan, könntest du dich und dein Team bitte kurz vorstellen?

Henning Jacobs, Jan Löffler, Tobias Sarnowski, Sebastian Rönnau


Jan Löffler: Mein Team und ich entwickeln und betreiben die Zalando-Plattform, auf der über 180 Anwendungen in fünfzehn Ländern laufen. Die PaaS stellt Container, VMs, Data Services wie Postgres, Cassan­dra, Redis und vieles mehr bereit. Ebenfalls betreiben wir einen enormen Aufwand, um unsere Infrastruktur und unsere Anwendungen abzusichern. EMS: Welche Motivation besteht bei Zalando, Docker für IT-Aufgaben einzusetzen? Jan: Durch unser enormes Wachstum gibt es eine Explosion an neuen Entwicklungsteams, die ihre Anwendungen und Features iterativ und in vielen kleinen Releases online bringen möchten. Docker bietet uns hier die Möglichkeit, einen einheitlichen Standard für Anwendungsumgebungen einzuführen und unseren Lieferdurchsatz zu erhöhen. Alles getreu dem Motto: Kurze Code-to-Live-Zeiten führen zu kurzem Time-to-Market.Sebastian Rönnau: Mit Docker können wir unsere Plattform deutlich besser abstrahieren und ermöglichen es so unseren Entwicklern, ihre Anwendungen selbst zu betreiben.EMS: Welche organisatorischen Veränderungen hat der Einsatz von Docker bei euch zur Folge?Jan: Durch den Einsatz von Docker können wir unseren Entwicklungsteams eine wesentlich weitergehende Kontrolle und Flexibilität gewähren. Da Docker-Images alle Abhängigkeiten mitbringen, gehören umständliche und fehleranfällige Puppet-Konfigurationen auf spezifische Hosts der Vergangenheit an. Durch die starke Containerisolierung werden Abhängigkeiten und Ressourcenkonflikte aufgelöst.EMS: Diese Änderungen werden doch sicher von vielen begrüßt?Tobias Sarnowski: Viele Entwickler sind begeistert, auch wenn es manchmal noch Unsicherheiten gibt – neue Technologien bringen ja immer auch Risiken mit sich.EMS: Welche Risiken haben eine intensive Betrachtung erfordert?Tobias: Ein großes Risiko ist die Verwendung von Docker im Produktiveinsatz für Tausende von Applikationsinstanzen. Damit hat kaum jemand bisher Erfahrung gesammelt (im Gegensatz zu KVM oder LXC). Zusätzlich ändern wir die Art und Weise, wie Applikationen miteinander kommunizieren. Beim „Secure-by-default“-Konzept müssen alle Kommunikationsverbindungen zwischen Applikationen und Diensten erst definiert werden. Standardmäßig ist selbst der Zugriff auf das Internet blockiert. Somit bekommen wir Abhängigkeitsgraphen geschenkt und mehr Sicherheit, da nur wirklich verwendete Ports verfügbar sind. Auf der anderen Seite müssen dafür viele Applikationen erst angepasst werden.EMS: Was waren die größten Herausforderungen bei der Umsetzu...

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