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Entwickler Magazin
Im Spannungsfeld von Agilität, Mobilität und Elastizität verändern sich Unternehmen

New School of IT - IT muss neu gedacht werden

Was haben Google mit einer Bank, Instagram mit einer Versicherung oder Facebook mit einem Telekommunikationsunternehmen gemeinsam? Die Frage deutet es schon an: Mehr, als es auf den ersten Blick scheint. „Digitale Unternehmen“: Unter diesem Stichwort können all die genannten Firmen und Branchen einsortiert werden. Die Verarbeitung von Informationen - ohne dass andere Produktionsmittel oder -verfahren eingesetzt werden müssen - ist das bestimmende Element ihrer Geschäftstätigkeit. Aber allen digitalen Gemeinsamkeiten zum Trotz gibt es zwischen diesen Unternehmen große Unterschiede in der Wahrnehmung und Wertschätzung der IT.

Thomas Franz, Volker Gruhn


In relativ jungen Firmen mit vergleichsweise neuen Geschäftsmodellen ist IT der zentrale Enabler und das zentrale Produktionsmittel. In alteingesessenen und etablierten Unternehmen kommt der IT dagegen oft noch die Rolle eines reinen Serviceerbringers zu. Hier wissen Fachbereiche genau, was sie wollen. Sie sind es, die die Merkmale der Lösung festlegen; IT muss dann nur noch bauen oder beschaffen. Ein weiterer Unterschied betrifft den Reifegrad und den Lebenszykluszustand von Anwendungslandschaften. In etablierten digitalen Unternehmen sind diese oft über Technologiegenerationen hinweg gewachsen und allein schon deshalb nicht beliebig veränderbar. Junge digitale Unternehmen profitieren dagegen von – zumindest anfänglich – nahezu beliebigen Gestaltungsmöglichkeiten im Hinblick auf ihre IT.

Agilität: das Ende der Gemütlichkeit

Das Serviceerbringermodell funktioniert auch – mehr oder weniger – gut; zumindest solange es nicht erforderlich ist, disruptive Innovationen auf der Basis von IT umzusetzen. Aber neue digitale Produkte, neue Vertriebswege – oft unter Ausschluss klassischer Vermittler –, neu fragmentierte Geschäftsprozesse oder neue Formen der Kooperation mit Partnern erfordern genau das: IT-gestützte Innovationen, die etablierte Geschäftsmodelle ablösen oder zumindest ergänzen. Dann wird IT zum Business Enabler. Das bedeutet, dass IT-Abteilungen mit Fachbereichen zusammenarbeiten müssen, um das Potenzial von Technologien aufzuzeigen. Sie müssen sich in Märkte einarbeiten, um essenzielle Anforderungen zu verstehen und zu bewerten. Auf der anderen Seite sind Fachbereiche dazu aufgefordert, die Chancen neuer Technologien zu beurteilen.

Das gemütliche Modell der langsamen und kontinuierlichen Verbesserung von Produkten und Prozessen kommt im Fall der disruptiven Innovationen an seine Grenzen. Stattdessen wird die Bereitstellung von IT flexibler, dynamischer, agiler. Ein Phänomen, das Eric Ries in seinem Buch „The Lean Startup“ als wesentliches Merkmal junger digitaler Unternehmen charakterisiert.

Mobilität: Wer extern auf Daten zugreifen will, muss sich intern ändern

Ein wichtiger Treiber für diesen Innovationsdruck ist Mobilität. Für immer mehr Menschen ist es selbstverständlich, ortsunabhängig Daten und Anwendungen zur Verfügung zu haben. Für viele Daten und Anwendungen ist diese mobile Nutzung – jenseits des Zeitgeists und aller Moden – auch sinnvoll. Vor Ort erfasste Daten, die zentral benötigt werden, relevante Details zu Ort und Zeit von Ereignissen, d...

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Im Spannungsfeld von Agilität, Mobilität und Elastizität verändern sich Unternehmen

New School of IT - IT muss neu gedacht werden

Was haben Google mit einer Bank, Instagram mit einer Versicherung oder Facebook mit einem Telekommunikationsunternehmen gemeinsam? Die Frage deutet es schon an: Mehr, als es auf den ersten Blick scheint. „Digitale Unternehmen“: Unter diesem Stichwort können all die genannten Firmen und Branchen einsortiert werden. Die Verarbeitung von Informationen - ohne dass andere Produktionsmittel oder -verfahren eingesetzt werden müssen - ist das bestimmende Element ihrer Geschäftstätigkeit. Aber allen digitalen Gemeinsamkeiten zum Trotz gibt es zwischen diesen Unternehmen große Unterschiede in der Wahrnehmung und Wertschätzung der IT.

Thomas Franz, Volker Gruhn


In relativ jungen Firmen mit vergleichsweise neuen Geschäftsmodellen ist IT der zentrale Enabler und das zentrale Produktionsmittel. In alteingesessenen und etablierten Unternehmen kommt der IT dagegen oft noch die Rolle eines reinen Serviceerbringers zu. Hier wissen Fachbereiche genau, was sie wollen. Sie sind es, die die Merkmale der Lösung festlegen; IT muss dann nur noch bauen oder beschaffen. Ein weiterer Unterschied betrifft den Reifegrad und den Lebenszykluszustand von Anwendungslandschaften. In etablierten digitalen Unternehmen sind diese oft über Technologiegenerationen hinweg gewachsen und allein schon deshalb nicht beliebig veränderbar. Junge digitale Unternehmen profitieren dagegen von – zumindest anfänglich – nahezu beliebigen Gestaltungsmöglichkeiten im Hinblick auf ihre IT.

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Das Serviceerbringermodell funktioniert auch – mehr oder weniger – gut; zumindest solange es nicht erforderlich ist, disruptive Innovationen auf der Basis von IT umzusetzen. Aber neue digitale Produkte, neue Vertriebswege – oft unter Ausschluss klassischer Vermittler –, neu fragmentierte Geschäftsprozesse oder neue Formen der Kooperation mit Partnern erfordern genau das: IT-gestützte Innovationen, die etablierte Geschäftsmodelle ablösen oder zumindest ergänzen. Dann wird IT zum Business Enabler. Das bedeutet, dass IT-Abteilungen mit Fachbereichen zusammenarbeiten müssen, um das Potenzial von Technologien aufzuzeigen. Sie müssen sich in Märkte einarbeiten, um essenzielle Anforderungen zu verstehen und zu bewerten. Auf der anderen Seite sind Fachbereiche dazu aufgefordert, die Chancen neuer Technologien zu beurteilen.

Das gemütliche Modell der langsamen und kontinuierlichen Verbesserung von Produkten und Prozessen kommt im Fall der disruptiven Innovationen an seine Grenzen. Stattdessen wird die Bereitstellung von IT flexibler, dynamischer, agiler. Ein Phänomen, das Eric Ries in seinem Buch „The Lean Startup“ als wesentliches Merkmal junger digitaler Unternehmen charakterisiert.

Mobilität: Wer extern auf Daten zugreifen will, muss sich intern ändern

Ein wichtiger Treiber für diesen Innovationsdruck ist Mobilität. Für immer mehr Menschen ist es selbstverständlich, ortsunabhängig Daten und Anwendungen zur Verfügung zu haben. Für viele Daten und Anwendungen ist diese mobile Nutzung – jenseits des Zeitgeists und aller Moden – auch sinnvoll. Vor Ort erfasste Daten, die zentral benötigt werden, relevante Details zu Ort und Zeit von Ereignissen, d...

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