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Entwickler Magazin
Tipps zum Aufbau eines Portfolio-Kanban-Boards

Visualisieren und verbessern

Welche Projekte im Portfolio sind am Laufen, welche stecken gerade fest? Verwenden Teams die meiste Energie auf die priorisierten Projekte? Fließen genug Informationen, um die Projekte stetig voranzutreiben, ohne Ressourcen im Workflow zu verschwenden? Diese Fragen lassen sich für viele Portfolios oft nur schwer beantworten. Mit einem Portfolio-Kanban lässt sich hingegen der Arbeitsfluss optimieren, sodass die wirtschaftliche Wertschöpfung zunimmt. Worauf sollte man beim Aufbau eines Portfolio-Kanban-Boards achten, um schnell erste Erfolge zu sehen?

Markus Ernsten


Kanban-Systeme funktionieren deswegen so gut, weil sie so einfach sind. Das zentrale Element ist ein Board, auf dem der Arbeitsfluss in Spalten visualisiert wird. Viele Softwareteams nutzen Kanban-Boards, um ihre Prozesse zu steuern; dasselbe Konzept lässt sich auch erfolgreich auf der Portfolioebene einsetzen. Was verrät also ein Blick auf das Kanban-Board über das Portfolio?

Welche Projekte laufen gerade? Welche stehen auf der Warteliste?Gibt es eine Engstelle im System? Welche Spalte ist am langsamsten?Erfordert das Portfolio weitere Analysen?

Der schnelle Überblick über den aktuellen Portfolio­status ist ein großer Vorteil. Bei der Arbeit mit dem Board sind zwei Prinzipien wichtig für den Erfolg:

Die Anzahl der anstehenden Arbeiten pro Arbeitsschritt begrenzen: Das Work-in-Progress-Limit (WIP-Limit) stellt sicher, dass priorisierte Arbeiten schneller abgeschlossen werden.Mit jeder Arbeit erst beginnen, wenn man entsprechend des WIP-Limits bereit ist (Pull-Prinzip). Dadurch vermeidet man eine wachsende Zahl an unerledigten Aufgaben und reduziert die Verschwendung von Ressourcen.

Arten von Portfolio-Kanbans

Agile Organisationen können Kanban-Boards auf vielen verschiedenen Ebenen einsetzen. So kann zum Beispiel ein „Initiative-Kanban“ ein „Feature-Kanban“ füttern, das wiederum ein „Team-Kanban“ befüllt (Abb. 1).

Abb. 1: Kanban-Boards auf unterschiedlichen Levels (Initiative, Feature, Team), die aufeinander aufbauen

Für den Anfang bieten sich diese Kanban-Boards an:

Initiative-(Projekt-)Kanban: Für Neulinge auf dem Gebiet des Portfolio-Kanbans bietet es sich an, auf der Initiative-(Projekt-)Ebene zu arbeiten. Eine Initiative steht hier für ein Arbeitspaket mit klaren Erfolgskriterien, das sich üblicherweise innerhalb einiger Monate erledigen lässt. Eine Initiative kann von einem oder von mehreren Teams bearbeitet werden und wird möglicherweise Software in mehreren Inkrementen liefern. Wahrscheinlich wird jedes Entwicklerteam sein eigenes Kanban-Board verwenden wollen. Die Vorteile von Kanban auf der Initiativeebene sind:

Die meisten Unternehmen kommen langsamer voran als potenziell möglich, weil sie an zu vielen Projekten gleichzeitig arbeiten. Hier kann das Kanban-Board helfen.Ein WIP-Limit kann das Ressourcenmanagement einfacher machen und verhindern, dass man ständig Ressourcen hin und her schieben muss, um Projekte am Laufen zu halten.

Features-Kanban: Für Unternehmen mit häufigen Releases kann ein weiterer Kanban-Level unterhalb der Projektebene hilfreich s...

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Tipps zum Aufbau eines Portfolio-Kanban-Boards

Visualisieren und verbessern

Welche Projekte im Portfolio sind am Laufen, welche stecken gerade fest? Verwenden Teams die meiste Energie auf die priorisierten Projekte? Fließen genug Informationen, um die Projekte stetig voranzutreiben, ohne Ressourcen im Workflow zu verschwenden? Diese Fragen lassen sich für viele Portfolios oft nur schwer beantworten. Mit einem Portfolio-Kanban lässt sich hingegen der Arbeitsfluss optimieren, sodass die wirtschaftliche Wertschöpfung zunimmt. Worauf sollte man beim Aufbau eines Portfolio-Kanban-Boards achten, um schnell erste Erfolge zu sehen?

Markus Ernsten


Kanban-Systeme funktionieren deswegen so gut, weil sie so einfach sind. Das zentrale Element ist ein Board, auf dem der Arbeitsfluss in Spalten visualisiert wird. Viele Softwareteams nutzen Kanban-Boards, um ihre Prozesse zu steuern; dasselbe Konzept lässt sich auch erfolgreich auf der Portfolioebene einsetzen. Was verrät also ein Blick auf das Kanban-Board über das Portfolio?

Welche Projekte laufen gerade? Welche stehen auf der Warteliste?Gibt es eine Engstelle im System? Welche Spalte ist am langsamsten?Erfordert das Portfolio weitere Analysen?

Der schnelle Überblick über den aktuellen Portfolio­status ist ein großer Vorteil. Bei der Arbeit mit dem Board sind zwei Prinzipien wichtig für den Erfolg:

Die Anzahl der anstehenden Arbeiten pro Arbeitsschritt begrenzen: Das Work-in-Progress-Limit (WIP-Limit) stellt sicher, dass priorisierte Arbeiten schneller abgeschlossen werden.Mit jeder Arbeit erst beginnen, wenn man entsprechend des WIP-Limits bereit ist (Pull-Prinzip). Dadurch vermeidet man eine wachsende Zahl an unerledigten Aufgaben und reduziert die Verschwendung von Ressourcen.

Arten von Portfolio-Kanbans

Agile Organisationen können Kanban-Boards auf vielen verschiedenen Ebenen einsetzen. So kann zum Beispiel ein „Initiative-Kanban“ ein „Feature-Kanban“ füttern, das wiederum ein „Team-Kanban“ befüllt (Abb. 1).

Abb. 1: Kanban-Boards auf unterschiedlichen Levels (Initiative, Feature, Team), die aufeinander aufbauen

Für den Anfang bieten sich diese Kanban-Boards an:

Initiative-(Projekt-)Kanban: Für Neulinge auf dem Gebiet des Portfolio-Kanbans bietet es sich an, auf der Initiative-(Projekt-)Ebene zu arbeiten. Eine Initiative steht hier für ein Arbeitspaket mit klaren Erfolgskriterien, das sich üblicherweise innerhalb einiger Monate erledigen lässt. Eine Initiative kann von einem oder von mehreren Teams bearbeitet werden und wird möglicherweise Software in mehreren Inkrementen liefern. Wahrscheinlich wird jedes Entwicklerteam sein eigenes Kanban-Board verwenden wollen. Die Vorteile von Kanban auf der Initiativeebene sind:

Die meisten Unternehmen kommen langsamer voran als potenziell möglich, weil sie an zu vielen Projekten gleichzeitig arbeiten. Hier kann das Kanban-Board helfen.Ein WIP-Limit kann das Ressourcenmanagement einfacher machen und verhindern, dass man ständig Ressourcen hin und her schieben muss, um Projekte am Laufen zu halten.

Features-Kanban: Für Unternehmen mit häufigen Releases kann ein weiterer Kanban-Level unterhalb der Projektebene hilfreich s...

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