Entwickler Magazin - Spezial Vol. 4 - DevOps


Preis: 9,80 €

Erhältlich ab:  Mai 2015

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Tobias Gesellchen, René Schröder, Stefan Kress, Sebastian Deutsch, Carsten Eilers, Sascha Möllering, Martin Gutenbrunner, Alois Reitbauer, Justin Vaughan-Brown, Eberhard Wolff, Manfred Rätzmann, André Neubauer, Tom Wießeckel, Thomas Schissler, Uwe Baumann, Peter Roßbach, Nils Magnus, Andreas Grabner, Eric Nordmann, Wolfgang Gottesheim

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

bis vor nicht allzu langer Zeit war es so, dass nur wenige Trends den Sprung aus dem Buzzword-Bingo ins echte Leben geschafft haben. Die meisten anderen, da können wir ruhig ehrlich sein, versauerten in einer dunklen, nur wenigen hochspezialisierten Experten zugänglichen Nische. Die Zeiten aber wie gesagt ändern sich. Heute findet beinahe alles seine Anwendung in der breiten Masse. Es ist schwer, da die Spreu vom Weizen zu trennen – die richtig wichtigen Trends also von jenen, die von den Marketingabteilungen dieser Welt über Monate und Jahre hinweg ausgeschlachtet werden.

Die DevOps-Bewegung ist eines von diesen wichtigen Themen, das mit Fug und Recht seinen Weg aus dem Buzzword-Dasein herausgefunden hat. Viel zu lange waren zwei Abteilungen, die schon immer Hand in Hand arbeiten mussten, getrennt; haben sich gar mit Argusaugen beobachtet und sich viel zu oft gegenseitig die Schuld – und die Verantwortung – in die Schuhe geschoben. Doch endlich wächst zusammen, was zusammengehört.

Die DevOps-Bewegung markiert einen kulturellen Wandel, der in erster Linie in den Köpfen aller Beteiligten stattfindet. Man muss sowohl im Development als auch im Betrieb ein Gespür dafür entwickeln, was die Anforderungen, die Befürchtungen und die Bemühungen der jeweils anderen Abteilung sind. Außerdem muss allen Beteiligten bewusst werden, dass der Lebenszyklus einer Applikation nicht mit der Entwicklung eines Features abgeschlossen ist. Aber eben auch nicht mit dem Ausliefern einer Applikation oder eben jener neuen Features …

Es geht um das große Ganze, um ein neues Verständnis über den Lebenszyklus einer Anwendung, um das automatisierte Testen und Deployen. Es geht darum, dass der Nutzer im Mittelpunkt steht, und dass man durch ausgeklügelte Mechanismen und einen neuen Überblick über die Zusammenhänge schneller auf eben jenen User, auf sein Feedback und seine Wünsche reagieren kann.

Was das Einführen agiler Methoden in Unternehmen begonnen hat, treibt die DevOps-Kultur noch einen Schritt weiter und perfektioniert dieses „neue Verständnis“ auf einer Ebene, auf der es längst überfällig war.

Für alle Beteiligten ist es nun wichtig zu verstehen, dass es hier nicht darum geht, Arbeitsplätze oder Berufsgruppen überflüssig zu machen. Vielmehr geht es darum, Verantwortung neu zu verteilen und zu übernehmen, mit einer ausgefeilten Toolchain möglichst viele Fehlerquellen zu eliminieren und Grenzen zu überwinden. Grenzen, die vornehmlich in unseren Köpfen existierten und die von einem fehlenden Verständnis für eine Abteilung geprägt waren, die für den Erfolg einer Anwendung auf einer sehr ähnlichen Ebene verantwortlich ist – egal, aus welcher Perspektive man es betrachten mag.

Mit diesen Voraussetzungen haben wir uns daran gemacht, Ihnen zu verdeutlichen, welche Chancen die DevOpos-Bewegung bietet. Wir haben Case Studies gesammelt, ebenso wie Toolvorstellungen und generelle Überlegungen, die Ihnen dabei helfen sollen, zu sondieren, wo auch Sie vom wahrscheinlich spannendsten Wandel seit vielen Jahren in der IT profitieren können. Sie werden überrascht sein, was alles möglich ist.

In diesem Sinne: Lassen Sie sich darauf ein!

wiesseckel_thomas_sw.tif_fmt1.jpgTom Wießeckel, Redakteur Entwickler Magazin Spezial

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