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Entwickler Magazin
Warum man manchmal einfach nochmal von vorne anfangen muss

Des Kaisers neue SPA-Kleider

Als AngularJS im Jahre 2009 das Licht der ohnehin bereits sehr heterogenen Welt der JavaScript-Frameworks erblickte, ahnten viele nicht, welch Popularität das Framework mit der Zeit erreichen würde. Sechs Jahre später ist das Framework für Single-Page-Webanwendungen eigentlich nicht mehr wegzudenken. Grund genug, um zu analysieren, warum Google sich entschieden hat, AngularJS 2.0 von der Pike auf neu zu schreiben und um einen Blick in die neue Version zu wagen.

Philipp Tarasiewicz


Die ursprüngliche Version von AngularJS wurde zu einer Zeit entwickelt, in der wir von Entwicklungen wie Web Components [1] oder ECMAScript 6 [2] nur träumen konnten. Zu der Zeit war unser wichtigstes Bestreben, Methoden zu entwickeln, mit denen wir möglichst aufwandslos die subtilen Unterschiede zwischen Browsern ausgleichen oder ältere Internet-Explorer-Versionen in unseren Webanwendungen unterstützen konnten. Letzterer wurde damals ganz frisch in der Version 8 veröffentlicht, und z. B. das iPhone (Modell: 3G) war gerade in der zweiten Generation zu haben. Nur um mal die zeitliche Relation zu verdeutlichen.

Themen wie Responsive Webdesign, Offline- oder Mobile-First waren genau so weit entfernt von der Realität wie die soeben erwähnten Web Components und ECMAScript 6. Die initiale Implementierung von AngularJS kommt also genau aus dieser Zeit, und wenn wir uns die aktuelle Version des Frameworks anschauen (zum Redaktionsschluss: v1.4.2), dann hat sich sicherlich einiges getan – aber vom Grundgedanken her ist es immer noch genau das Framework, was zur genannten Zeit in der ersten Version der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

Gewappnet für die Zukunft

Nun sind wir sechs Jahre weiter, und das Web wie auch die Browser haben sich drastisch verändert und bieten uns mit all ihren APIs eine omnipotente Plattform für moderne Applikationen, die schon lange nicht mehr ausschließlich auf dem heimischen Desktoprechner laufen müssen: Cross-Plattform-Anwendungen.

Es gilt also entgegen des Leitmotivs des Webs („Don’t break the web!“) Ballast abzuwerfen und ein modernes Framework für die Anforderungen der Zukunft zu wappnen. Genau das ist Googles Grundgedanke bei der Entscheidung, AngularJS 2.0 von der Pike auf neu zu schreiben. Ein erster Schritt in diese Richtung wurde bereits vollzogen, als man mit dem Release von AngularJS 1.3 den Support für den IE8 eingestellt hat. Dieser drastische Schritt bei AngularJS 2.0 ist also nur die logische Konsequenz dessen, was vorher bereits abzusehen war.

AngularJS 2.0 in der Nussschale

Wer bereits die „Developer Preview“ von AngularJS 2.0 ausprobiert hat, der wird schon hier und da einige Parallelen zu AngularJS 1.X entdeckt haben. Aber dennoch fühlt sich die neue Version an, als hätte man es mit einem völlig neuen Framework zu tun.

Sollte ich AngularJS 2.0 für neue ­Projekte jetzt schon einsetzen?AngularJS 2.0 steht uns (zum Redaktionsschluss) bisher lediglich in einer frühen „Developer Preview“-Version zur Verfügung. Wer das Pro...

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Warum man manchmal einfach nochmal von vorne anfangen muss

Des Kaisers neue SPA-Kleider

Als AngularJS im Jahre 2009 das Licht der ohnehin bereits sehr heterogenen Welt der JavaScript-Frameworks erblickte, ahnten viele nicht, welch Popularität das Framework mit der Zeit erreichen würde. Sechs Jahre später ist das Framework für Single-Page-Webanwendungen eigentlich nicht mehr wegzudenken. Grund genug, um zu analysieren, warum Google sich entschieden hat, AngularJS 2.0 von der Pike auf neu zu schreiben und um einen Blick in die neue Version zu wagen.

Philipp Tarasiewicz


Die ursprüngliche Version von AngularJS wurde zu einer Zeit entwickelt, in der wir von Entwicklungen wie Web Components [1] oder ECMAScript 6 [2] nur träumen konnten. Zu der Zeit war unser wichtigstes Bestreben, Methoden zu entwickeln, mit denen wir möglichst aufwandslos die subtilen Unterschiede zwischen Browsern ausgleichen oder ältere Internet-Explorer-Versionen in unseren Webanwendungen unterstützen konnten. Letzterer wurde damals ganz frisch in der Version 8 veröffentlicht, und z. B. das iPhone (Modell: 3G) war gerade in der zweiten Generation zu haben. Nur um mal die zeitliche Relation zu verdeutlichen.

Themen wie Responsive Webdesign, Offline- oder Mobile-First waren genau so weit entfernt von der Realität wie die soeben erwähnten Web Components und ECMAScript 6. Die initiale Implementierung von AngularJS kommt also genau aus dieser Zeit, und wenn wir uns die aktuelle Version des Frameworks anschauen (zum Redaktionsschluss: v1.4.2), dann hat sich sicherlich einiges getan – aber vom Grundgedanken her ist es immer noch genau das Framework, was zur genannten Zeit in der ersten Version der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

Gewappnet für die Zukunft

Nun sind wir sechs Jahre weiter, und das Web wie auch die Browser haben sich drastisch verändert und bieten uns mit all ihren APIs eine omnipotente Plattform für moderne Applikationen, die schon lange nicht mehr ausschließlich auf dem heimischen Desktoprechner laufen müssen: Cross-Plattform-Anwendungen.

Es gilt also entgegen des Leitmotivs des Webs („Don’t break the web!“) Ballast abzuwerfen und ein modernes Framework für die Anforderungen der Zukunft zu wappnen. Genau das ist Googles Grundgedanke bei der Entscheidung, AngularJS 2.0 von der Pike auf neu zu schreiben. Ein erster Schritt in diese Richtung wurde bereits vollzogen, als man mit dem Release von AngularJS 1.3 den Support für den IE8 eingestellt hat. Dieser drastische Schritt bei AngularJS 2.0 ist also nur die logische Konsequenz dessen, was vorher bereits abzusehen war.

AngularJS 2.0 in der Nussschale

Wer bereits die „Developer Preview“ von AngularJS 2.0 ausprobiert hat, der wird schon hier und da einige Parallelen zu AngularJS 1.X entdeckt haben. Aber dennoch fühlt sich die neue Version an, als hätte man es mit einem völlig neuen Framework zu tun.

Sollte ich AngularJS 2.0 für neue ­Projekte jetzt schon einsetzen?AngularJS 2.0 steht uns (zum Redaktionsschluss) bisher lediglich in einer frühen „Developer Preview“-Version zur Verfügung. Wer das Pro...

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