© Liashko/Shutterstock.com
Entwickler Magazin
Notification-Management mit Android

Ring-a-rama-ding!

Lästig sein ist eine Grundaufgabe jedes Handhelds. Selbst die rudimentär ausgestatteten Palm-OS-PDAs hatten einen Piepser, mit dem sie ihre Besitzer über anstehende Termine informierten. Seit damals hat sich das Entwicklern zur Verfügung stehende Repertoire an Benachrichtigungsmöglichkeiten erweitert.

Tam Hanna


Androids Notification-System basiert – prinzipiell – auf dem in Palm OS 4 eingeführten Erinnerungsverwaltungssystem. Bis dahin wurden Programme beim Auftreten eines Alarms aufgeweckt und konnten dann nach Belieben auf dem Bildschirm auftauchen. Dies erwies sich insofern als problematisch, als sich die Entwickler nicht auf ein einheitliches Aussehen, geschweige denn auf ein gemeinsames Verhalten einigen konnten.

Palm löste dies durch die Einführung einer systemweiten „Inbox“, die die von den diversen Programmen angelieferten Ereignisse an einer zentralen Stelle zusammenfasste. Anstehende Notifications wurden durch ein auf der Oberseite des Bildschirms eingeblendetes Sternsymbol angezeigt, das beim Antippen eine Liste mit den anstehenden Lästigkeiten aufpoppen ließ.

Wie funktioniert es unter Android?

Die rasante Weiterentwicklung der Handcomputertechnik machte vor der altehrwürdigen Notification-Liste nicht Halt. Während der durchschnittliche Palm gerade mal ein oder zwei Notifications gleichzeitig präsentieren musste, zeigen heutige Handys oft schon im Normalbetrieb drei oder vier Ereignisse gleichzeitig an.

Google begegnet diesem Problem durch das Einführen von Minisymbolen. Die Icons der anstehenden Notifications werden nach bestem Wissen und Gewissen in der Statusleiste angezeigt: Abbildung 1 zeigt, wie dies aussehen kann.

Abb. 1: Tethering und diverse andere Ereignisse kämpfen um Aufmerksamkeit

Primitive Notifications bestehen aus den in der Abbildung gezeigten Elementen. Komplexere Nachrichten lassen sich mit zusätzlichen Feldern anreichern, die wir im Laufe dieses Artikels kurz anreißen.

Abb. 2: Notifications bestehen aus einer Gruppe verschiedener Bestandteile (Bildquelle: Google)

Nerve in Maßen!

Vor dem Beginn der technischen Realisierung wollen wir einen Blick auf Best Practices zum Thema Notifications werfen. Wer seinen Benutzer mit zu vielen Ereignissen bombardiert, riskiert ein baldiges Löschen der Applikation.

Das Absetzen einer Notification ist immer dann unumstritten und gerechtfertigt, wenn ein dringendes Ereignis vorliegt. Eingehende E-Mails und SMS verdienen auf jeden Fall Aufmerksamkeit. Im Fall von Tweets ist die Situation schwieriger: Ein direkt an den Nutzer gerichteter Tweet dürfte eine Notification wert sein, während eine normale Lebensäußerung eines befolgten Accounts normalerweise nicht wichtig genug ist.

In einem alten PalmSource-Handbuch fand sich das Bonmot, dass der beste Weg zum glücklichen Benutzer die Befragung desselben ist. Das An...

Entwickler Magazin
Notification-Management mit Android

Ring-a-rama-ding!

Lästig sein ist eine Grundaufgabe jedes Handhelds. Selbst die rudimentär ausgestatteten Palm-OS-PDAs hatten einen Piepser, mit dem sie ihre Besitzer über anstehende Termine informierten. Seit damals hat sich das Entwicklern zur Verfügung stehende Repertoire an Benachrichtigungsmöglichkeiten erweitert.

Tam Hanna


Androids Notification-System basiert – prinzipiell – auf dem in Palm OS 4 eingeführten Erinnerungsverwaltungssystem. Bis dahin wurden Programme beim Auftreten eines Alarms aufgeweckt und konnten dann nach Belieben auf dem Bildschirm auftauchen. Dies erwies sich insofern als problematisch, als sich die Entwickler nicht auf ein einheitliches Aussehen, geschweige denn auf ein gemeinsames Verhalten einigen konnten.

Palm löste dies durch die Einführung einer systemweiten „Inbox“, die die von den diversen Programmen angelieferten Ereignisse an einer zentralen Stelle zusammenfasste. Anstehende Notifications wurden durch ein auf der Oberseite des Bildschirms eingeblendetes Sternsymbol angezeigt, das beim Antippen eine Liste mit den anstehenden Lästigkeiten aufpoppen ließ.

Wie funktioniert es unter Android?

Die rasante Weiterentwicklung der Handcomputertechnik machte vor der altehrwürdigen Notification-Liste nicht Halt. Während der durchschnittliche Palm gerade mal ein oder zwei Notifications gleichzeitig präsentieren musste, zeigen heutige Handys oft schon im Normalbetrieb drei oder vier Ereignisse gleichzeitig an.

Google begegnet diesem Problem durch das Einführen von Minisymbolen. Die Icons der anstehenden Notifications werden nach bestem Wissen und Gewissen in der Statusleiste angezeigt: Abbildung 1 zeigt, wie dies aussehen kann.

Abb. 1: Tethering und diverse andere Ereignisse kämpfen um Aufmerksamkeit

Primitive Notifications bestehen aus den in der Abbildung gezeigten Elementen. Komplexere Nachrichten lassen sich mit zusätzlichen Feldern anreichern, die wir im Laufe dieses Artikels kurz anreißen.

Abb. 2: Notifications bestehen aus einer Gruppe verschiedener Bestandteile (Bildquelle: Google)

Nerve in Maßen!

Vor dem Beginn der technischen Realisierung wollen wir einen Blick auf Best Practices zum Thema Notifications werfen. Wer seinen Benutzer mit zu vielen Ereignissen bombardiert, riskiert ein baldiges Löschen der Applikation.

Das Absetzen einer Notification ist immer dann unumstritten und gerechtfertigt, wenn ein dringendes Ereignis vorliegt. Eingehende E-Mails und SMS verdienen auf jeden Fall Aufmerksamkeit. Im Fall von Tweets ist die Situation schwieriger: Ein direkt an den Nutzer gerichteter Tweet dürfte eine Notification wert sein, während eine normale Lebensäußerung eines befolgten Accounts normalerweise nicht wichtig genug ist.

In einem alten PalmSource-Handbuch fand sich das Bonmot, dass der beste Weg zum glücklichen Benutzer die Befragung desselben ist. Das An...

Neugierig geworden?


    
Loading...

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang