Push Notifications für Android mit MQTT

Androiden im Internet der Dinge

Dominik Obermaier


Smartphones sind heute aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Allein Android zählt mittlerweile schon ca. 500 Millionen Aktivierungen, und jeden Tag werden ca. 1,3 Millionen neue Android-Smartphones aktiviert [1]. Viele Nutzer dieser Geräte sind durch die Verwendung von mobilen Browsern und Applikationen wie etwa Twitter oder Facebook ständig mit ihrem sozialen Umfeld online vernetzt.

Neben den ca. 2,3 Milliarden menschlichen Nutzern des Internets [2] werden bis 2020 bis zu 50 Milliarden am Internet teilnehmende Maschinen prognostiziert [3]. Bisher kann man nur darüber spekulieren, in welchem Ausmaß das Internet of Things (IoT) Auswirkungen auf unser tägliches Leben haben wird. Dass es Auswirkungen haben wird, ist unter Technologieanalysten wie etwa Gartner Inc. unstrittig. Einen Großteil der Teilnehmer des Internet of Things werden vermutlich intelligente Sensoren und Aktoren ausmachen, die Daten autonom im Internet veröffentlichen bzw. veröffentlichte Daten aggregieren und anhand dieser Daten Aktionen ausführen. Neben der grafischen Darstellung von aggregierten Daten ist der wohl am häufigsten vorkommende Anwendungsfall, dass bestimmte Personen über ein Ereignis benachrichtigt werden sollen. Im Unternehmensumfeld benutzt man für solche Anwendungsfälle sehr oft Lösungen wie etwa Nagios, um bei bestimmten Ereignissen wie z. B. Systemausfällen die zuständigen Personen über Mail, SMS oder gar über ein Telefonat automatisiert zu informieren. Allerdings sind solche Monitoring-Lösungen eher weniger geeignet, wenn man z. B. Solaranlagen überwachen möchte, Passagierzählerdaten einer U-Bahn aggregieren oder für die Firmenflotte GPS-Tracking einführen möchte, um bei auffälligem Verhalten benachrichtigt zu werden – etwa, wenn sich ein Fahrzeug auffällig weit von der geplanten Route entfernt. Unter Umständen möchte man als Privatperson aber einfach nur morgens gewarnt werden, wenn die Temperatur im Winter auf unter 0° Celsius fällt und mit erhöhtem Glatteis auf den Straßen zu rechnen ist. Neben der klassischen E-Mail- und SMS-Benachrichtigung werden für Smartphones immer mehr so genannte Push Notifications eingesetzt, um den Benutzer zu benachrichtigen. In diesem Artikel wird gezeigt, wie man innerhalb kürzester Zeit mit dem leichtgewichtigen IoT-Protokoll MQTT selbst Push Notifications für die eigene Android-App implementiert.

Push

Eine Push Notification ist in erster Linie eine Benachrichtigung, die einem Benutzer präsentiert wird, sobald das entsprechende Er...

Push Notifications für Android mit MQTT

Androiden im Internet der Dinge

Dominik Obermaier


Smartphones sind heute aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Allein Android zählt mittlerweile schon ca. 500 Millionen Aktivierungen, und jeden Tag werden ca. 1,3 Millionen neue Android-Smartphones aktiviert [1]. Viele Nutzer dieser Geräte sind durch die Verwendung von mobilen Browsern und Applikationen wie etwa Twitter oder Facebook ständig mit ihrem sozialen Umfeld online vernetzt.

Neben den ca. 2,3 Milliarden menschlichen Nutzern des Internets [2] werden bis 2020 bis zu 50 Milliarden am Internet teilnehmende Maschinen prognostiziert [3]. Bisher kann man nur darüber spekulieren, in welchem Ausmaß das Internet of Things (IoT) Auswirkungen auf unser tägliches Leben haben wird. Dass es Auswirkungen haben wird, ist unter Technologieanalysten wie etwa Gartner Inc. unstrittig. Einen Großteil der Teilnehmer des Internet of Things werden vermutlich intelligente Sensoren und Aktoren ausmachen, die Daten autonom im Internet veröffentlichen bzw. veröffentlichte Daten aggregieren und anhand dieser Daten Aktionen ausführen. Neben der grafischen Darstellung von aggregierten Daten ist der wohl am häufigsten vorkommende Anwendungsfall, dass bestimmte Personen über ein Ereignis benachrichtigt werden sollen. Im Unternehmensumfeld benutzt man für solche Anwendungsfälle sehr oft Lösungen wie etwa Nagios, um bei bestimmten Ereignissen wie z. B. Systemausfällen die zuständigen Personen über Mail, SMS oder gar über ein Telefonat automatisiert zu informieren. Allerdings sind solche Monitoring-Lösungen eher weniger geeignet, wenn man z. B. Solaranlagen überwachen möchte, Passagierzählerdaten einer U-Bahn aggregieren oder für die Firmenflotte GPS-Tracking einführen möchte, um bei auffälligem Verhalten benachrichtigt zu werden – etwa, wenn sich ein Fahrzeug auffällig weit von der geplanten Route entfernt. Unter Umständen möchte man als Privatperson aber einfach nur morgens gewarnt werden, wenn die Temperatur im Winter auf unter 0° Celsius fällt und mit erhöhtem Glatteis auf den Straßen zu rechnen ist. Neben der klassischen E-Mail- und SMS-Benachrichtigung werden für Smartphones immer mehr so genannte Push Notifications eingesetzt, um den Benutzer zu benachrichtigen. In diesem Artikel wird gezeigt, wie man innerhalb kürzester Zeit mit dem leichtgewichtigen IoT-Protokoll MQTT selbst Push Notifications für die eigene Android-App implementiert.

Push

Eine Push Notification ist in erster Linie eine Benachrichtigung, die einem Benutzer präsentiert wird, sobald das entsprechende Er...

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