Augmented-Reality-Frameworks für Android

Erweiterte Androidenrealitäten

Adam Giemza, Per Verheyen


Unter dem Begriff Augmented Reality, auch erweiterte Realität oder Mixed Reality, versteht man die computergestützte Darstellung zusätzlicher Informationen zur visuellen Wahrnehmung [1]. Ein Benutzer sieht demnach weiterhin seine echte Umgebung – nur um visuelle Elemente ergänzt. Im Gegensatz dazu kann ein Benutzer bei Virtual Reality komplett in die virtuelle Umgebung eintauchen und damit die echte Realität verlassen.

Szenarien, in denen Augmented Reality zum Einsatz kommt, existieren nicht erst seit dem Aufkommen entsprechender mobiler Applikationen. Es gibt vielfältige Anwendungen, die, unabhängig von der Nutzung eines Smartphones oder Tablets, die betrachtete Umgebung eines Nutzers durch Zusatzinhalte bereichern. Denken wir etwa an die Einblendung von Informationen während der Übertragung von Sportereignissen im Fernsehen, wie beispielsweise die Entfernung des Fußballs zum Tor bei Freistößen. Diese direkt ins TV-Bild eingeblendeten Inhalte ermöglichen dem Zuschauer unter Umständen, das Geschehen viel aktiver mitzuerleben und zu beurteilen. Auch das Einblenden von Echtzeitinformationen über das Head-Up-Display des Piloten eines Flugzeugs ist eine gängige, weil arbeitserleichternde Anwendung von Augmented Reality. Nicht zuletzt die Vorstellung von Google Project Glass [2] zeigt das zukünftige Potenzial der Einbettung von Augmented Reality in den Alltag. Doch bleiben wir in der Gegenwart. Die Leistungsfähigkeit aktueller mobiler Endgeräte ermöglicht viele neue, früher unter Umständen undenkbare Anwendungsszenarien. Doch was sind gängige Formen von AR in aktuellen Android-Applikationen, und welche Hilfsmittel stehen Anwendungsentwicklern zur Verfügung, um eigene Apps zu erstellen?

AR-Anwendungstypen

Aktuell verfügbare AR-Apps, etwa aus dem Google Play Store, lassen sich grob in zwei unterschiedliche Kategorien einordnen. Es existieren Anwendungen, die die Ortsinformation zur Anreicherung der betrachteten Umgebung nutzen. Die Daten, die die Applikation benötigt, um eine Auswahl der in einem bestimmten Kontext anzuzeigenden Information zu treffen, werden oft aus einer Kombination aus Ortsinformationen (z. B. per GPS-Sensor), Blickrichtung (per Kompass) und Daten des Lagesensors ermittelt. So kann eine App den Nutzer beispielsweise auf in der Nähe befindliche Hotels hinweisen – und das direkt durch Betrachtung der Umgebung in der von der Applikation bereitgestellten Kamerasicht (Abb. 1). Auch etwa das Ausrichten einer Satellitenschüssel kann durch den Umstand...

Augmented-Reality-Frameworks für Android

Erweiterte Androidenrealitäten

Adam Giemza, Per Verheyen


Unter dem Begriff Augmented Reality, auch erweiterte Realität oder Mixed Reality, versteht man die computergestützte Darstellung zusätzlicher Informationen zur visuellen Wahrnehmung [1]. Ein Benutzer sieht demnach weiterhin seine echte Umgebung – nur um visuelle Elemente ergänzt. Im Gegensatz dazu kann ein Benutzer bei Virtual Reality komplett in die virtuelle Umgebung eintauchen und damit die echte Realität verlassen.

Szenarien, in denen Augmented Reality zum Einsatz kommt, existieren nicht erst seit dem Aufkommen entsprechender mobiler Applikationen. Es gibt vielfältige Anwendungen, die, unabhängig von der Nutzung eines Smartphones oder Tablets, die betrachtete Umgebung eines Nutzers durch Zusatzinhalte bereichern. Denken wir etwa an die Einblendung von Informationen während der Übertragung von Sportereignissen im Fernsehen, wie beispielsweise die Entfernung des Fußballs zum Tor bei Freistößen. Diese direkt ins TV-Bild eingeblendeten Inhalte ermöglichen dem Zuschauer unter Umständen, das Geschehen viel aktiver mitzuerleben und zu beurteilen. Auch das Einblenden von Echtzeitinformationen über das Head-Up-Display des Piloten eines Flugzeugs ist eine gängige, weil arbeitserleichternde Anwendung von Augmented Reality. Nicht zuletzt die Vorstellung von Google Project Glass [2] zeigt das zukünftige Potenzial der Einbettung von Augmented Reality in den Alltag. Doch bleiben wir in der Gegenwart. Die Leistungsfähigkeit aktueller mobiler Endgeräte ermöglicht viele neue, früher unter Umständen undenkbare Anwendungsszenarien. Doch was sind gängige Formen von AR in aktuellen Android-Applikationen, und welche Hilfsmittel stehen Anwendungsentwicklern zur Verfügung, um eigene Apps zu erstellen?

AR-Anwendungstypen

Aktuell verfügbare AR-Apps, etwa aus dem Google Play Store, lassen sich grob in zwei unterschiedliche Kategorien einordnen. Es existieren Anwendungen, die die Ortsinformation zur Anreicherung der betrachteten Umgebung nutzen. Die Daten, die die Applikation benötigt, um eine Auswahl der in einem bestimmten Kontext anzuzeigenden Information zu treffen, werden oft aus einer Kombination aus Ortsinformationen (z. B. per GPS-Sensor), Blickrichtung (per Kompass) und Daten des Lagesensors ermittelt. So kann eine App den Nutzer beispielsweise auf in der Nähe befindliche Hotels hinweisen – und das direkt durch Betrachtung der Umgebung in der von der Applikation bereitgestellten Kamerasicht (Abb. 1). Auch etwa das Ausrichten einer Satellitenschüssel kann durch den Umstand...

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