Mobile HTML5-Anwendungen in Java plattformunabhängig entwickeln

GWT wird mobil

Daniel Kurka


Dieser Artikel stellt die aktuellen Entwicklungen dar und zeigt, warum HTML5-Anwendungen weiter an Bedeutung gewinnen werden. Es wird ein Ansatz vorgestellt, mit dem nativ aussehende und plattformübergreifende Anwendungen in Java erstellt werden können, die nativen Anwendungen in nichts nachstehen. Um die aktuellen Entwicklungen richtig einordnen zu können, wird zunächst auf die Anfänge des Webs und die Ursprünge von App Stores zurückgeblickt.

Anfänge der Apps

Kurz nach dem ersten Release des iOS SDKs im Sommer 2008 hatten bereits viele Nutzer das Maximum von 148 Apps erreicht. Apple stellte schnell fest, dass Nutzer deutlich mehr Apps auf ihren Telefonen haben wollten, und führte das so genannte Folder-Konzept ein. Dadurch wurde die Anzahl der Apps auf ca. 2100 erhöht. Bei solch einer Menge finden Nutzer allerdings nur noch schwer die gewünschte App.

Anfänge des Webs

Yahoo ließ das Web durch Redakteure durchsuchen und Inhalte in einen Katalog eintragen. Dieser Katalog war für Nutzer die Basis der Suche. Google hatte erkannt, dass dieser Ansatz nicht haltbar sein würde, wenn die Anzahl der Webseiten weiterhin so drastisch zunehmen würde, und fand eine Möglichkeit, Inhalte automatisch zu finden und zu bewerten. Durch die Bewertung der Inhalte war es Google möglich, jedem Nutzer gezielt passende Inhalte anzubieten. Durch diese neue Art der Suche setzte Google sich innerhalb kürzester Zeit gegenüber Yahoo durch.

App – Quo vadis?

Der App Store ähnelt dem Yahoo-Katalog: Nutzer müssen Inhalte manuell finden und auswählen, auf ihrem Telefon verwalten und updaten. Ein typisches Beispiel: Wenn man heute in einer fremden Stadt an eine Bushaltestelle kommt und die Abfahrtzeit des nächsten Busses herausbekommen möchte, so muss man zunächst den Namen des Verkehrsbetreibers herausfinden. Dann sucht man nach dem Namen des Verkehrsbetreibers in einem App Store, um sich eine App zu installieren – all das nur, um an die benötigte Information zu kommen. Diese App braucht man aber wenige Tage später nicht mehr. Dadurch werden auf Smartphones heute immer mehr Apps angesammelt, die eigentlich gar nicht gebraucht werden. Telefone sind voll unnützer Anwendungen, und die wichtigen Anwendungen lassen sich nur noch schwierig finden. Wäre es nicht viel besser, wenn die passende Anwendung automatisch vorgeschlagen würde, wenn man an eine Bushaltestelle käme, sodass man sie gar nicht erst installieren muss?

Was heute bereits als störend oder lästig empfunden wird, wird in naher Zukunft un...

Mobile HTML5-Anwendungen in Java plattformunabhängig entwickeln

GWT wird mobil

Daniel Kurka


Dieser Artikel stellt die aktuellen Entwicklungen dar und zeigt, warum HTML5-Anwendungen weiter an Bedeutung gewinnen werden. Es wird ein Ansatz vorgestellt, mit dem nativ aussehende und plattformübergreifende Anwendungen in Java erstellt werden können, die nativen Anwendungen in nichts nachstehen. Um die aktuellen Entwicklungen richtig einordnen zu können, wird zunächst auf die Anfänge des Webs und die Ursprünge von App Stores zurückgeblickt.

Anfänge der Apps

Kurz nach dem ersten Release des iOS SDKs im Sommer 2008 hatten bereits viele Nutzer das Maximum von 148 Apps erreicht. Apple stellte schnell fest, dass Nutzer deutlich mehr Apps auf ihren Telefonen haben wollten, und führte das so genannte Folder-Konzept ein. Dadurch wurde die Anzahl der Apps auf ca. 2100 erhöht. Bei solch einer Menge finden Nutzer allerdings nur noch schwer die gewünschte App.

Anfänge des Webs

Yahoo ließ das Web durch Redakteure durchsuchen und Inhalte in einen Katalog eintragen. Dieser Katalog war für Nutzer die Basis der Suche. Google hatte erkannt, dass dieser Ansatz nicht haltbar sein würde, wenn die Anzahl der Webseiten weiterhin so drastisch zunehmen würde, und fand eine Möglichkeit, Inhalte automatisch zu finden und zu bewerten. Durch die Bewertung der Inhalte war es Google möglich, jedem Nutzer gezielt passende Inhalte anzubieten. Durch diese neue Art der Suche setzte Google sich innerhalb kürzester Zeit gegenüber Yahoo durch.

App – Quo vadis?

Der App Store ähnelt dem Yahoo-Katalog: Nutzer müssen Inhalte manuell finden und auswählen, auf ihrem Telefon verwalten und updaten. Ein typisches Beispiel: Wenn man heute in einer fremden Stadt an eine Bushaltestelle kommt und die Abfahrtzeit des nächsten Busses herausbekommen möchte, so muss man zunächst den Namen des Verkehrsbetreibers herausfinden. Dann sucht man nach dem Namen des Verkehrsbetreibers in einem App Store, um sich eine App zu installieren – all das nur, um an die benötigte Information zu kommen. Diese App braucht man aber wenige Tage später nicht mehr. Dadurch werden auf Smartphones heute immer mehr Apps angesammelt, die eigentlich gar nicht gebraucht werden. Telefone sind voll unnützer Anwendungen, und die wichtigen Anwendungen lassen sich nur noch schwierig finden. Wäre es nicht viel besser, wenn die passende Anwendung automatisch vorgeschlagen würde, wenn man an eine Bushaltestelle käme, sodass man sie gar nicht erst installieren muss?

Was heute bereits als störend oder lästig empfunden wird, wird in naher Zukunft un...

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