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Bücher: Personal Kanban


Kanban als Instrument zur Projektsteuerung ist teilweise bekannt. Was aber ist Personal Kanban? Der Untertitel verrät bereits einen Teil: Es geht um die Visualisierung von Aufgaben und Terminen mithilfe des Kanban-Boards. Dabei stehen nicht unbedingt große Projekte, sondern eher persönliche Aufgaben im Vordergrund. Also ein Gegenentwurf oder eine Ergänzung zu „Getting things done“?

In ihren Unternehmen haben die Autoren diverse Möglichkeiten von Organisation und Zeitmanagement getestet. Von Listen über priorisierte Mindmaps sind sie zu Kanban gelangt. Viele „Aufgaben“ im persönlichen Bereich, so die Autoren, entstehen plötzlich und chaotisch. Diese zu ordnen und zu bewältigen, erforderte ein eigenes Zeitmanagementsystem. Und wegen der Anleihen bei Kanban wurde dies Personal Kanban genannt. Ein System, das sich wiederum in den professionellen Bereich übertragen ließe, als Zeitmanagement der einzelnen Person. Personal Kanban als „System, das keine Regeln zulässt“ kennt nur zwei Regeln:

  • Stellen Sie Ihre Arbeit bildlich dar.

  • Machen Sie nicht zu viel auf einmal.

Wer Kanban kennt, wird hier Bekanntes finden. Zentrales Element ist auch hier das Kanban-Board zur Visualisierung der Aufgaben. Aufgaben werden notiert, eingeteilt in Bereiche wie „Bereit“, „In Arbeit“, „Fertig“. Wichtig ist, darauf zu achten, dass nicht zu viele Aufgaben gleichzeitig in Arbeit sind. Der WIP (Work in Progress) ist zu begrenzen.

Auch wenn die Regeln recht überschaubar sind, wie sind sie auszugestalten und praktisch umzusetzen? Die Beantwortung nimmt den größten Teil des Buchs ein. Da geht es um die praktische Ausgestaltung des Boards, um das Erkennen von Werteströmen, Arbeitsfluss, Priorisierung, das Streben nach Verbesserung. Ausführlich gehen die Autoren auf diese und weitere Themen ein. Auch wenn die Darstellung möglicherweise hätte kompakter erfolgen können, so zeigt dieses Buch dennoch, wie persönliche und berufliche Aufgaben zielführend organisiert werden können. Und, so im letzten Kapitel, wenn der Leser nur zwei Erkenntnisse aus dem Buch ziehe, sollten diese lauten „Arbeit, die man nicht sieht, lässt sich nicht kontrollieren und wir können (und sollten!) nicht mehr Arbeit machen, als wir bewerkstelligen können.“

Ein Buch also, das teilweise erklärend, teilweise erzählend geschrieben ist, unterlegt mit Zeichnungen und Abbildungen, auf dessen Titelseite zwar „it-agile“ prangt, das aber vordergründig nichts mit IT zu tun hat. Anwendbar sind die erläuterten Prinzipien fast überall...

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