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Mehr als „nur“ Node.js auf der JVM

Avatar 2.0


Node.js hat in den letzten zwei Jahren enorm an Popularität gewonnen und ist mittlerweile auch in größeren Unternehmen angekommen. Immer mehr Anwender möchten ihre Daten auch in eventgetriebenen Architekturen mit asynchronen und nicht blockierenden IO-­Threads verarbeiten. Node.js in die vorwiegend JVM-basierte Anwendungslandschaft zu integrieren, ist jedoch nicht immer einfach. Gut, dass es Alternativen gibt. Avatar ist eine davon.

Der vorliegende Artikel ist der erste einer zweiteiligen Serie, in der wir uns mit JavaScript-basierten Node.js-Alternativen auf der JVM beschäftigen. Im ersten Teil betrachten wir Oracles Avatar [1] näher und schauen uns im zweiten Teil dann Nodyn [2] an, das von Red Hat vorangetrieben wird.

Artikelserie

Teil 1: Project Avatar

Teil 2: Nodyn

Doch bevor wir auf die Details von Avatar eingehen, hören wir uns die in diesem Zusammenhang immer wieder gestellte Fragen an: „Warum überhaupt Node.js?“ bzw. „Warum überhaupt JavaScript im Java-Umfeld?“ Schließlich, so ist oft aus diesem Lager zu hören, existieren bereits lange gereifte Unternehmensanwendungen, die mit viel Know-how, Fachlogik und Spezialwissen über unsere Domänen angereichert sind. Soll das jetzt alles über den Haufen geworfen werden? Außerdem haben wir viele unterschiedliche Systeme untereinander integriert, das geht doch mit JavaScript gar nicht! Und nicht zuletzt ist unser Betrieb darauf ausgelegt, unsere rein JVM-basierte Anwendungslandschaft perfekt zu überwachen und auch im laufenden Betrieb Einblick in die Anwendungen erlangen zu können. Wie soll das mit diesem neuen und modernen Node.js denn zusammenspielen?

Worauf die Verfechter aus der Node.js-Welt gerne entgegnen, dass Anwendungen mit Node.js viel schneller umgesetzt und produktiv gesetzt werden könnten, dass hiermit sowieso eine andere Art von Anwendung als die bisher klassische Enterprise-Applikation erstellt würde und dass durch die Verwendung eines einzigen Threads sowie asynchrone und nicht blockierende Verarbeitung bei gleichzeitig weniger Ressourcenverbrauch ein höherer Datendurchsatz bei vielen gleichzeitigen Anfragen möglich sei. Außerdem rechtfertige schon die hohe Anzahl an verfügbaren Bibliotheken (im Node.js-Jargon „Packages“, derzeit bereits über 100 000, Stand Mitte Oktober 2014) den Erfolg von Node.js.

Aus langer Berufs- und Projekterfahrung wissen wir: Jeder hat für sich selbst gesehen Recht! Aber die Wahrheit, und damit meist auch die bestmögliche Lösung, liegt immer irgendwo zwischen den b...

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