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Apps um Kartenfunktionen erweitern

Die Welt kennenlernen


Viele Anwendungen setzen zunehmend auf Geoservices. Die Einbindung von Kartendiensten erlaubt es, Daten in vielfältiger Weise zu visualisieren. Als Beispiele hierfür dienen Ortungs-Apps oder Anwendungen für die Logistik. Standard ist der Einsatz von Google Maps. In der Praxis gilt es dabei, ein paar Hürden zu meistern. Grund genug, sich damit auseinanderzusetzen.

Natürlich setzen wir zur Darstellung der Karte in den Apps auf Google Maps und nicht auf Ihren alten Schulatlas (Kasten: „Fakten zum geografischen System der Erde“). Diese Karte kennt doch jeder, und es kommt einem so vor, als ob es sie schon immer gab. Naja, stimmt nicht ganz – Google startete den Dienst erst im Jahr 2005. Im April 2007 wurde der Google-Maps-Service personalisiert. Die Funktion „Mein Standort“ erlaubt es seitdem, den eigenen Standort zu ermitteln. Dieser Dienst unterstützt sowohl mobile Geräte als auch Desktop-PCs. Allerdings existieren auch einige Alternativen. Andere Kartendienste sind zum Beispiel Apple Maps, Bing Maps und OpenStreetMap. Wir setzen nachfolgend voraus, dass Sie mit Google Maps arbeiten.

Fakten zum geografischen System der Erde

Sie haben im Geografieunterricht in der Schule aufgepasst? Wunderbar, dann hantieren Sie mit den Größen geografische Breite und Länge zielsicher. Sparen Sie Zeit und überspringen Sie diesen Abschnitt! Da die Schule schon so lange her ist, und für diejenigen, die den Geschichtskurs gewählt haben, folgen ein paar Fakten zum geografischen System der Erde.

Um uns auf der Erde zurechtzufinden, orientieren wir uns am so genannten Gradnetz. Geografische Breite und geografische Länge sind Kugelkoordinaten, mit deren Hilfe sich die Lage eines Punkts auf der Erde exakt beschreiben lässt. Das Gradnetz teilt die Erde in 180 Breitengrade und 360 Längengrade auf. Die Breitenkreise verlaufen parallel zum Äquator. Der Umfang der Kreise nimmt mit zunehmender Breite zu den Polen hin ab. Der Äquator verläuft im rechten Winkel zur Erdachse. Mit einem Winkel von 0° gilt er als Ausgangspunkt für die Berechnung der Breitenkreise. Die Längenkreise verlaufen durch Nord- und Südpol. Wie kommt Anzahl der Breitengrade zustande? Die Erde dreht sich in 24 Stunden einmal um ihre eigene Achse. Der Zeitunterschied von einem Längengrad zum nächsten beträgt 4 Minuten. 360 Längengrade mal 4 Minuten ergibt 1 440 Minuten oder 24 Stunden. Anderes als die Breitengrade besitzen die Längengrade keinen natürlichen Nullpunkt. Der Meridian, der den Londoner Stadtteil Greenwich durchläuft, dient als Ausgangspunkt für die Berechnung der Längengrade. Dieser Meridian unterteilt die Erdoberfläche in eine westliche und eine östliche Halbkugel [1]. Nachvollziehen lässt das sich mithilfe von Abbildung 1. Die Maßeinheiten der Koordinaten lauten Grad (°), Bogenminuten (') und Bogensekunden ("). Ein Grad entspricht dabei 60 Bogenminuten und eine Bogenminute wiederum 60 Bogensekunden.

krypczyk_google_maps_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Das geografische Netz der Erde [1]

Für die Arbeit mit Maps registrieren

Das Ziel ist ganz klar: Wir wollen die Karte von Google einbinden. Uns interessiert hier ausschließlich das Google-Maps-API und ganz konkret das Google-Maps-Android-API. Unser Ziel ist es, Apps für Android mithilfe von Java zu erstellen. Für die Einrichtung müssen wir uns auf der Developer Console von Google einloggen, die Sie unter https://console.developers.google.com erreichen. Sofern Sie noch kein Konto haben, müssen Sie sich zuvor eines anlegen. Nach der Anmeldung landen Sie im Dashboard (Abb. 2).

krypczyk_google_maps_2.tif_fmt1.jpgAbb. 2: Im Developer Dashboard werden die Google-Services für die eigene App aktiviert

Zunächst müssen Sie ein neues Projekt anlegen. Benennen Sie es am besten nach der der App – so kommen Sie...

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