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Teil 3: Maschinelle Schlussfolgerung

Was zwischen den Zeilen steht


Während Ärzte, Rechtsanwälte und andere Berater ihren Patienten bzw. Klienten zuhören, versuchen sie, aus der gesamten Konversation Fakten herauszufiltern. Sie dienen ihnen als Basis, um effektiv behandeln und beraten zu können. Fakten zu sammeln und daraus zu schlussfolgern, ist für Menschen selbstverständlich. Für Maschinen ist dies jedoch eine große Herausforderung. In diesem Artikel möchten wir den Cogniology-Ansatz zur Wissensbasis und deren Umgang mit Fakten und Schlussfolgerungen erläutern.

Menschen stellen sich selber Fragen, etwa: „Wo habe ich meinen Schlüssel hingelegt?“, „Wer ist Frau Wagner?“ oder „Woraus besteht Luft?“. Wenn wir uns solche Fragen stellen, versuchen wir, in unseren Erinnerungen nach Informationen zu suchen, die uns gerade auf Anhieb nicht einfallen. Das ist auch der Fall, wenn wir aus unserem bestehenden Wissen verschiedene Informationen zusammenstellen möchten, um daraus eine Antwort auf eine Frage zu geben. In diesem Zusammenhang geht Cogniology davon aus, dass Menschen Informationen aus ihrem Gedächtnis unbewusst durch W-Fragen abrufen und aus logischen Zusammenhängen zwischen diesen Informationen Schlussfolgerungen ziehen. Analog zu dieser Vorstellung organisieren wir auch die Informationen bzw. die Fakten in unserer Wissensbasis über W-Fragen.

Nehmen wir folgende W-Fragen und deren Antworten als Beispiel und zeigen, wie die Fakten in der Wissensbasis gespeichert und abgerufen werden.

Frage: Wo ist Berlin? Antwort: Berlin ist in Deutschland.

Frage: Wer ist Frau Wagner? Antwort: Frau Heidi Wagner ist Zahnarzthelferin in der Praxis für Kiefer- und Gesichtschirurgie in Frankfurt.

Frage: Woraus besteht Luft? Antwort: Die Atmosphäre der Erde enthält rund 78 Prozent Stickstoffgas (N2), 21 Prozent Sauerstoffgas (O2), das restliche Prozent besteht aus Kohlendioxid (CO2), Wasserstoff (H2) und weiteren Gasen in minimalen Mengen.

Die inhaltlichen Elemente des ersten Frage-Antwort-Paars sind Berlin und Deutschland. Nach unserem Ansatz werden ...

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