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Java Magazin
Die Cloud als Allheilmittel

Kolumne: EnterpriseTales

Die Cloud ist nach wie vor eines der großen Hypethemen. Versprechungen werden gemacht und Hoffnungen geschürt. Doch welche davon löst die Cloud ein? Auch wenn der Begriff der Cloud schon länger verwendet wird, ist die Abgrenzung zwischen den verschiedenen Varianten nicht immer eindeutig. Für diese Kolumne unterscheide ich sie in die nachfolgenden Abschnitte.

Christian Schulz


Infrastructure as a ServiceDie virtuelle Maschine in den unterschiedlichsten Hardwareausprägungen und -größen kann einfach und bequem zusammengestellt werden. Aber auch unterschiedliche Laufzeitumgebungen für beispielsweise fertige Java Enterprise, JavaScript und ähnliche Anwendungen werden angeboten. In ihnen muss die Anwendung nur noch deployt werden. Sollten die schon existierenden Umgebungen den Ansprüchen nicht genügen, können auch neue Container, meistens in Form von Docker Image, als Basis hochgeladen werden.Platform as a ServiceBackend as a ServiceFunction as a ServiceDie Cloud als Allheilmittel?Die negativen Aspekte der Cloud sind nicht nur technischer Natur. Es werden viele Bereiche berührt, über die bei der eigenen Infrastruktur nie nachgedacht werden musste.Zunächst erstmal das leidige Thema mit dem Datenschutz. Sicherlich möchte es niemand mehr hören, doch sobald die eigenen Daten aus dem Rechenzentrum verlagert werden, muss zumindest geprüft werden, welche datenschutzrechtlichen Aspekte betroffen sind. Die verschiedenen Cloudprovider bieten zwar meistens unterschiedliche Regionen an, in denen auch der entsprechende Service gehostet werden kann. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Daten immer in dem Land des betreibenden Unternehmens liegen. Dennoch muss hierbei beachtet werden, dass es unter Umständen Dienste gibt, die nicht in den entsprechenden Regionen vorhanden sind und somit nicht für die eigenen Zwecke eingesetzt werden können bzw. dürfen.Neben dem Datenschutz müssen auch immer die rechtlichen und vertraglichen Rahmenbedingungen beachtet werden, da es in der Regel nicht gewünscht ist, dass Dritte Zugriff auf die eigenen Daten haben. Vor diesem Hintergrund sollten die umfangreichen Nutzungsbedingungen der unterschiedlichen Services aufmerksam studiert werden.Damit einher geht der nächste Punkt: der Kontrollverlust. Durch das Auslagern in die Cloud, hat die eigene IT-Abteilung nicht mehr die Herrschaft über die eingesetzten Ressourcen und Prozesse. Diese liegt nun in den Händen des Cloudbetreibers und in dessen Automatisierungslösung. Verschiedene Vorfälle zeigen, dass es in der Cloud nicht immer einfach ist, die Kontrolle zu behalten. Plötzlich sind firmeninterne Dokumente, Datenbanken und andere Ressourcen für die ganze Welt öffentlich. Ein aktuelles Beispiel ist der Datenverlust einer bekannten Hotelkette [1]. Häufig handelt es sich dabei um Konfigurationsfehler. Diese können meistens auf fehlende Schulungen zurückg...

Java Magazin
Die Cloud als Allheilmittel

Kolumne: EnterpriseTales

Die Cloud ist nach wie vor eines der großen Hypethemen. Versprechungen werden gemacht und Hoffnungen geschürt. Doch welche davon löst die Cloud ein? Auch wenn der Begriff der Cloud schon länger verwendet wird, ist die Abgrenzung zwischen den verschiedenen Varianten nicht immer eindeutig. Für diese Kolumne unterscheide ich sie in die nachfolgenden Abschnitte.

Christian Schulz


Infrastructure as a ServiceDie virtuelle Maschine in den unterschiedlichsten Hardwareausprägungen und -größen kann einfach und bequem zusammengestellt werden. Aber auch unterschiedliche Laufzeitumgebungen für beispielsweise fertige Java Enterprise, JavaScript und ähnliche Anwendungen werden angeboten. In ihnen muss die Anwendung nur noch deployt werden. Sollten die schon existierenden Umgebungen den Ansprüchen nicht genügen, können auch neue Container, meistens in Form von Docker Image, als Basis hochgeladen werden.Platform as a ServiceBackend as a ServiceFunction as a ServiceDie Cloud als Allheilmittel?Die negativen Aspekte der Cloud sind nicht nur technischer Natur. Es werden viele Bereiche berührt, über die bei der eigenen Infrastruktur nie nachgedacht werden musste.Zunächst erstmal das leidige Thema mit dem Datenschutz. Sicherlich möchte es niemand mehr hören, doch sobald die eigenen Daten aus dem Rechenzentrum verlagert werden, muss zumindest geprüft werden, welche datenschutzrechtlichen Aspekte betroffen sind. Die verschiedenen Cloudprovider bieten zwar meistens unterschiedliche Regionen an, in denen auch der entsprechende Service gehostet werden kann. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Daten immer in dem Land des betreibenden Unternehmens liegen. Dennoch muss hierbei beachtet werden, dass es unter Umständen Dienste gibt, die nicht in den entsprechenden Regionen vorhanden sind und somit nicht für die eigenen Zwecke eingesetzt werden können bzw. dürfen.Neben dem Datenschutz müssen auch immer die rechtlichen und vertraglichen Rahmenbedingungen beachtet werden, da es in der Regel nicht gewünscht ist, dass Dritte Zugriff auf die eigenen Daten haben. Vor diesem Hintergrund sollten die umfangreichen Nutzungsbedingungen der unterschiedlichen Services aufmerksam studiert werden.Damit einher geht der nächste Punkt: der Kontrollverlust. Durch das Auslagern in die Cloud, hat die eigene IT-Abteilung nicht mehr die Herrschaft über die eingesetzten Ressourcen und Prozesse. Diese liegt nun in den Händen des Cloudbetreibers und in dessen Automatisierungslösung. Verschiedene Vorfälle zeigen, dass es in der Cloud nicht immer einfach ist, die Kontrolle zu behalten. Plötzlich sind firmeninterne Dokumente, Datenbanken und andere Ressourcen für die ganze Welt öffentlich. Ein aktuelles Beispiel ist der Datenverlust einer bekannten Hotelkette [1]. Häufig handelt es sich dabei um Konfigurationsfehler. Diese können meistens auf fehlende Schulungen zurückg...

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