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Spring Boot 2.2: die neuen Features in der Übersicht

Zwei und zwei ergibt eine neue Generation


Spring Boot 2.2 ist da! Zu den Highlights der neuen Version, die im Oktober dieses Jahres erschien, gehören die Unterstützung für Java 13 und die Aktualisierung zahlreicher Bibliotheken. In diesem Artikel beleuchten wir diese und alle weiteren Neuerungen eingehend.

Nachdem ich während der Veröffentlichung meines Spring-Boot-Buchs [1] den mehr als umfangreichen Änderungen von Spring Boot 1.5 nach 2.0 quasi hinterher geschrieben habe, hielten sich grundsätzliche Änderungen in Spring Boot 2.1 [2] in überschaubaren Grenzen. In meinen Augen waren das natürlich der Support für das Spring Framework 5.1 und Änderungen in der Default-Bean-Konfiguration: standardmäßig ist es seit Spring Boot 2.1 nicht mehr erlaubt, einmal definierte Beans in weiteren @Configuration-Klassen zu überschreiben.

Im Enterprise-Alltag fiel insbesondere auf, dass die JpaProperties keine Hibernate-spezifischen Einstellungen enthalten. Diese wanderten in HibernateProperties, inklusive neuer Präfixe für entsprechende Konfigurationsdateien. Auch hier hilft das Tooling (org.springframework.boot:spring-boot-properties-migrator).

Welche Java-Version für Spring Boot 2.2?

Spring Boot 2.1 brachte volle Unterstützung für Java 11 mit, blieb aber mit Java 8 kompatibel. Die Releasekadenz von Java ist nunmehr halbjährlich, wie sieht es mit 2.2 aus? Das Spring-Team bei Pivotal verfolgt die Java-Releases und testete den Milestone M5 bereits mit Java 13, im finalen Release ist die Unterstützung von JDK 13 und damit des aktuellen LTS-Java-Release enthalten. Es wunderte mich zudem nicht, dass das Spring Framework mit 5.2 eine andere Version als Java 8 als minimale Anforderung hat.

Jakarta EE

Ist das nicht ein Artikel über Spring Boot? Natürlich, aber das Spring Framework und damit Spring Boot setzt natürlich auf offene, funktionierende Standards, unter anderem Java EE. Im Mai 2019 wurde bekannt, dass die Java Enterprise Edition (Java EE) nach dem Umzug zur Eclipse Foundation und der Umbenennung zu Jakarta EE noch weitere Aufgaben vor der Brust hat: Eine Einigung hinsichtlich Marken- und Namensrechten konnte nicht gefunden werden, der Name Java ist nicht nur als Java EE schützenwert, sondern auch als Teil der API-Spezifikation. Das heißt, existierende javax-Packages müssen unter dem Jakarta-EE-Mantel eingefroren und dürfen nicht weiterentwickelt werden. Weiterentwicklung darf nur unter anderem Namen erfolgen. Finden Änderungen und Erweiterungen statt, muss das Package umbenannt und das API angepasst werden. B...

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