Java Magazin - 10.2012 - Cool Tools


Preis: 9,80 €

Erhältlich ab:  September 2012

Umfang:  116

Autoren / Autorinnen: Dr. Peter Hruschka, Dr. Gernot Starke, Fahd Al-Fatish, Bernhard Löwenstein, Konstantin Diener, Kai Spichale, Michael Müller, Phillip Ghadir, Matthias Weßendorf, Lars Röwekamp, Tam Hanna, Eberhard Wolff, Bernd Fondermann, Jochen Mader, Uwe Sauerbrei, Matthias Steiner, Claudia Fröhling, Martin Huber, Dr.-Ing. Daniel Lübke, Sven Haiges, Christian Grobmeier, Olaf Lange, Matti Tahvonen, Oliver Damm, Marko Grönroos, Kay Glahn, Holger Sirtl, Jörg Wißmeier, Karsten Frank, Christine König, Frank Wisniewski, Dirk Wieczorek, Norman Maurer

„Java ist Legacy“, „Java ist uncool“ und überhaupt: „Java ist tot“. Man kann es nicht mehr hören. Vielerorts wird der Abgesang auf Java angestimmt, das Schicksal scheint spätestens mit dem Verlust des ersten Platzes im Tiobe Index (http://bit.ly/cuwptY) besiegelt, meint man.

Aber häufen sich diese negativen Aussagen über Java in letzter Zeit tatsächlich? Genau genommen ist die ­Diskussion ja nichts Neues. Das Internet vergisst bekanntlich nie, und so finden sich nach kurzer Suche auch ältere Beiträge (http://bit.ly/xT3iI) mit Aussagen wie „Java is falling out of favor with developers“ oder „Java is losing ground to Ruby on Rails, PHP…“ usw. Ein alter Hut also.

Sprache Plattform

Wichtig ist zunächst einmal klarzustellen, von welchem Java wir hier eigentlich reden. Es gibt Java, die Sprache, auf der einen Seite, und Java, die Plattform, die JVM und das Ökosystem, auf der anderen Seite. Heute im Jahr 2012 sehe ich keinen Java-Grabstein und auch keinen Abwärtstrend. Im Gegenteil: Viele erfolgreiche Projekte heute sind „Java-powered“, laufen auf der Java Virtual Machine. Firmen, die sich kurzzeitig von Java abwandten, kommen jetzt reumütig zurück. Ein gutes Beispiel ist Twitter. Das Unternehmen konzentrierte sich auf Ruby on Rails, doch 2008 reduzierte man die Ruby-Services im Backend zugunsten von Scala, und letztes Jahr verkündete man, mit dem Server Blender weiter verstärkt auf Java zu setzen. Blender baut auf Netty auf, eine Java-Technologie. Die Suche bei Twitter läuft über Lucene, ebenfalls Java-powered (http://bit.ly/dYkd4V).

Außerdem macht derzeit ein Gerücht die Runde, dass sich Facebook für die JVM interessiert (http://bit.ly/PQbPju). Angeblich gibt es Überlegungen, PHP auf der Multi-Language VM (JSR-292) laufen zu lassen. Möglich ist das durch das Nutzen von InvokeDynamic, einem ­Methodenaufruf-Bytecode, der die bisherigen Probleme der JVM in Sachen dynamische Sprachen beseitigt. Inwiefern die Pläne von Facebook tatsächlich Gestalt annehmen werden, ist derzeit unklar. InvokeDynamic ist eine wichtige Entwicklung für das Java-Ökosystem. Das Java Magazin wird dem Thema in Kürze einen Heftschwerpunkt widmen. Auf der JAX im Mai hielt Charles Nutter eine hervorragende Keynote zu InvokeDynamic, die Sie in der Tablet-Ausgabe des nächsten Hefts finden werden. Charles Nutter, der JRuby-Kopf, wechselte übrigens kürzlich (zusammen mit seinem Kollegen Enebo) von Engine Yard zu Red Hat, um genau an diesen polyglotten Themen auf der JVM zu arbeiten. Nutter wurde dafür kürzlich auch mit dem JAX Innovation Award (Special Jury Award) ausgezeichnet (http://jax-awards.com/).

Alles halb so schlimm

Die Java-Plattform ist innovativer als je zuvor. Ein Blogeintrag (http://bit.ly/iMcP9x) fasst es recht gut zusammen: Java wird von den etablierten Unternehmen akzeptiert. Java ist eine schnelle und sichere Sprache. Java ist plattformunabhängig. Hotspot ist Open Source.

„Hater’s gonna hate“ heißt es so schön, und Java ist eben umgekehrt ein leichtes Opfer für Hater, nicht erst seitdem Oracle das Sagen hat. Die Java-Sprache ist nicht immer elegant – was historisch wächst, wird zwangsläufig schwerfällig. Da haben es die neuen JVM-Sprachen natürlich leichter.

Und natürlich muss die Java-Welt jetzt zeitnah auf die Veränderungen im Web reagieren und nicht den Anschluss verlieren. Wir müssen uns mit Themen wie JavaScript beschäftigen, aber ohne Java über Bord zu werfen. Im Web wird Java sicherlich weiter an Bedeutung verlieren. Dafür ist die Plattform in anderen Bereichen unschlagbar.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß bei der Lektüre der aktuellen Ausgabe.

Auf der DVD der Print-Ausgabe Java Magazin 10.2012 befinden sich zwei spannenden Buchauszüge von entwickler.press. Als Tablet-Nutzer können Sie über folgende Links ebenfalls kostenlose Auszüge herunterladen:

Claudia FröhlingClaudia Fröhling, Redakteurin

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