Interview mit Matthias Steiner über die SAP NetWeaver Cloud Platform

Dialog, Feedback, offene Standards


Java Magazin: Wo hat die SAP NetWeaver Cloud Platform ihren Ursprung und wo sehen Sie Ihr Zielpublikum?

Matthias Steiner: Java ist schon seit mehr als zehn Jahren eine Kerntechnologie bei SAP, und unsere Technologieplattform SAP NetWeaver basiert zu großen Teilen auf Java. Durch unsere Akquisitionen wie z. B. BusinessObjects, Sybase und SuccessFactors ist die Vielfalt an Java-Technologien noch größer geworden. Aus Unternehmenssicht bestand also Bedarf, eine modulare Plattform zu entwickeln, die den unterschiedlichen Anforderungen und Szenarien gerecht wird. Wenn man diese Überlegungen nun konsequent weiterdenkt und in den Kontext unserer Cloud-Strategie setzt, landet man zwangsläufig bei Platform as a Service.

Mit unserer PaaS-Lösung „SAP NetWeaver Cloud“ wollen wir ganz unterschiedliche Personengruppen ansprechen. Zum einen möchten wir natürlich große Unternehmen bedienen, die Eigenentwicklung betreiben und ihre Lösungen schnell und unkompliziert umsetzen möchten. Zum anderen sehen wir aber auch einen großen Wert für unabhängige Lösungsanbieter und System­integratoren. Das größte Potenzial, auch in Bezug auf Wachstum und Neukunden, ist aber der Bereich von mittelständischen Unternehmen, kleineren Entwicklungshäusern bis hin zu selbstständigen Entwicklern. Hier bietet unsere Cloud-Plattform eine gute Möglichkeit, in der Enterprise-Welt Fuß zu fassen und Zugang zu unserem Ökosystem zu bekommen. Die Cloud macht diesen Einstieg so leicht wie nie zuvor, und das schafft hoffentlich Anreize, Anwendungen auf unserer Plattform zu entwickeln, zu betreiben und zu verkaufen.

JM: Kann die SAP Cloud im eigenen Rechenzentrum betrieben werden? Wie bekommt der Kunde seine Anwendung in der Cloud zum Laufen?

Steiner: Momentan fokussieren wir uns mit SAP NetWeaver Cloud auf das Public Cloud Model, basierend auf einer Infrastruktur, die in unseren eigenen Rechenzentren betrieben wird. Längerfristig sind aber durchaus auch Szenarien interessant, bei denen die Plattform auf der Infrastruktur anderer Anbieter läuft, da wir IaaS nicht als unser Kerngeschäft betrachten. Natürlich planen wir, eine Brücke zwischen unserer existierenden SAP-NetWeaver-Plattform und der Cloud zu schlagen, um so mit unseren Virtualisierungslösungen auch Private-­Cloud-Szenarien zu ermöglichen.

Das Deployment in die Cloud funktioniert entweder direkt aus der Eclipse-Entwicklungsumgebung heraus oder über Kommandozeile. Mittelfristig ist auch eine direkte Verbindung mit dem SAP Store geplant, d. h. der...

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