Wie GWT mit seinen Spielkameraden redet

GWT meets Ajax und PHP


Das Google Web Toolkit bietet eine Entwicklungsumgebung zur Erzeugung von RIAs auf Basis von Ajax. Das Herzstück bildet ein Compiler, der in Java geschriebenen clientseitigen Code nach JavaScript übersetzt. Durch Verwendung dieser Standardtechnologien stellt sich die Frage, inwiefern GWT in ­bereits vorhandene Lösungen integriert werden kann. Dieser Artikel beschreibt die diesbezüglichen Interna des Toolkits und arbeitet die entsprechenden Schnittstellen anhand von Beispielen heraus.

GWT [1] erleichtert Programmierern aus dem Java-Umfeld den Einstieg in die Entwicklung von Webanwendungen, indem serverseitige Anwendungslogik in Servlet-Container verpackt und für die Clientseite das JRE emuliert wird. Der Compiler versucht dann die entsprechenden Methoden bzw. Klassen in die Welt aus JavaScript, HTML und CSS zu übersetzen. Zusätzlich befinden sich im API Pakete, die der Manipulation von DOM-Elementen und der Erstellung von UI-Elementen dienen, jedoch der Java-Syntax gehorchen. Die einzelnen Vor- und Nachteile dieses Konzepts sollen hier nicht näher diskutiert werden (siehe [2] für eine kritische Einführung), es sei aber erwähnt, dass sich der Entwicklungsprozess einer Webanwendung mit GWT bspw. dank Debug-Werkzeugen und automatischer Syntaxvervollständigung als durchaus komfortabel erweist [3]. Durch die Verwendung von Java kann der Entwickler die „native Implementierung“ des Clients außer Acht lassen, da GWT diese generiert. Sobald man allerdings den gesteckten technologischen Rahmen verlassen möchte, muss diese Abstraktionsschicht durchbrochen werden. Denn der Istzustand der meisten Webprojekte gibt bereits eine bestimmte Infrastruktur vor. So soll GWT-Funktionalität in einem bestehenden Webauftritt eingebettet und nicht eigens ein neuer Webserver mit Servlet-Container aufgesetzt werden. Auch soll das vorhandene Design bzw. Erscheinungsbild unverändert bleiben. Wie dies mit GWT geleistet werden kann, soll im Folgenden gezeigt werden. Um die einzelnen Schnittstellen zur Anbindung an alternative Webtechnologien zu erklären, wird der Artikel folgende drei Aspekte behandeln:

  • Anpassung an vorhandene clientseitige Infrastruktur in Bezug auf Design und Layout

  • Aufruf und Einbinden von externem JavaScript und Exportieren von GWT-Funktionalität

  • Kommunikation mit einem alternativen Webserver ohne Servlet-Container

Analog zur Intention hinter dem Toolkit soll auch bei den weiteren Betrachtungen die Clientseite im Mittelpunkt stehen. Dieser Artikel setzt grundleg...

Neugierig geworden?

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang