Welche Möglichkeiten bietet Azure für Java-Entwickler?

PaaS auch für Java


Windows Azure ist Microsofts Public-Cloud-Plattform für Entwickler und Administratoren, die eigene Softwareanwendungen ganz oder in Teilen in der Public Cloud ausführen möchten. Die Ausführungsumgebung steht dabei insbesondere auch Java-Entwicklern offen, die ihre Anwendungen in Microsofts Rechenzentren betreiben wollen.

Die Windows Azure Platform ist Microsofts Public-Cloud-Angebot, das Ende 2009 das Licht der Welt erblickte. Sie wird in weltweit verteilten Rechenzentren von Microsoft bereitgestellt und richtet sich speziell an Softwareentwickler, die hochskalierbare, hochverfügbare, nutzungsabhängig abgerechnete Softwaredienste benötigen, um auf deren Basis leistungsfähige Cloud Services zu implementieren. Die Dienste der Plattform sind über RESTful Schnittstellen zugänglich, d. h. die Nutzung setzt nicht voraus, dass ausschließlich Microsoft-Technologien wie .NET eingesetzt werden. Insbesondere Java-Entwickler haben beispielsweise die Möglichkeit, Java-Prozesse auf Windows Azure zu betreiben, Cloud-basierte Speicherdienste aus Windows Azure bzw. SQL Database zu nutzen und mittels Windows Azure Service Bus Kommunikation (auch mit Nicht-Java-Prozessen) sicher über die Cloud abzuwickeln. Für jeden genutzten Plattformdienst kann der Anwender den Rechenzen­trumsstandort festlegen.

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PaaS-Reihe

Dieser Artikel ist Teil einer groß angelegten PaaS-Reihe, die im Java Magazin 9.2012 mit einer Einführung und einem Artikel zur PaaS-Lösung Heroku begonnen hat. Sie finden im Anschluss an diesen Artikel noch ein Interview mit Matthias Steiner, das sich mit dem PaaS-Angebot der SAP beschäftigt. Auch in den nächsten Ausgaben wird die PaaS-Reihe weitere Lösungen vorstellen. Mehr Informationen finden sich auf www.javamagazin.de

Werkzeuge

Zur Ausführung von Anwendungen in der Cloud stellt Windows Azure für Java-Entwickler zwei Modelle zur Verfügung: Das erste Modell wird als „Windows Azure Cloud Services“ bezeichnet, das zweite als „Windows Azure Virtual Machines“. Mit Letzterem können virtuelle Rechner flexibel konfiguriert und betrieben werden. Die dabei zugrunde liegenden VM-Images können entweder vorkonfiguriert aus einer Gallery ausgewählt oder selbst erstellt und auf Windows Azure hochgeladen werden. Die beiden Ausführungsmodelle können unabhängig voneinander, aber auch in Kombination genutzt werden. Auch besteht ein Migrationspfad von Cloud Services zu Virtual Machines.

Für hochskalierbare Webanwendungen wird üblicherweise das Cloud-Services-Modell verwendet. Clo...

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