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Umfrage zum zwanzigsten Geburtstag der Programmiersprache

Happy Birthday, Java!


Java wird dieses Jahr 20! Der Geburtstag der Programmiersprache steht für viele Jahre voller Programmierfreude und -leid, vieler großer und kleiner Releases. Wir haben den runden Geburtstag zum Anlass genommen, eine kleine Umfrage zu starten: Einige unserer Autoren, die das Java Magazin in den letzten Jahren begleitet haben, sowie viele Leser haben uns fünf Fragen zu Java beantwortet. Eine Auswahl der ehrlichsten, lustigsten und spannendsten Antworten möchten wir Ihnen auf den folgenden Seiten präsentieren.

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„Oder bist du überhaupt nur eine Programmiersprache?“

Eberhard Wolff

Wann war das erste Mal, als du sagtest: „Verdammt, Java ist ja wirklich cool!“

Irgendwann 1996: Garbage Collection, ein einfacher Sprachkern und die Internetstory rund um Applets waren damals wirklich ein großer Schritt nach vorne.

Hand aufs Herz: Welches war dein schwärzester Java-Moment?

Die Stagnation im Sprachkern zwischen 2006 (Java 6) und 2011 (Java 7) zusammen mit der Oracle-Akquisition waren nicht so toll – aber auch in der Zeit hat die Community spannende Sachen gemacht. Für mich war es der Beginn der Spring-Zeit und damit ein zweiter Java-Frühling.

Wie lauten die ersten Worte deiner Geburtstagsrede für Java?

Eins unterscheidet uns Menschen von Programmiersprachen: Nur Programmiersprachen werden über die Jahre nicht nur reifer, sondern auch immer besser und leistungsfähiger. Oder bist du überhaupt nur eine Programmiersprache? Eher eine Plattform, auch für Neulinge wie Clojure, Scala ...

Nach zwanzig Jahren ist mal eine echte Aussprache fällig; ihr seht euch tief in die Augen – was würde Java über dich und deinen Programmierstil sagen?

Es ist ja gerade einer der Vorteile eines Compilers, dass er die Werke des Entwicklers stumm erträgt – oder emotionslos mit einem Fehler reagiert. Viel besser als persönliche Vorhaltungen ...

Zu einer guten Geburtstagsparty gehört auch Musik; wenn Java also ein Popsong wäre – welcher?

Ich würde lieber Java selbst spielen lassen – oder zumindest die JVM mit Clojure und Overtone (http://overtone.­github.io/). Da gibt es durchaus einiges: https://www.youtube.com/results?search_query=overtone+clojure

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„Alle wissen, dass Java das Ding mit der Kaffeetasse ist.“

Angelika Langer

Wann war das erste Mal, als du sagtest: „Verdammt, Java ist ja wirklich cool!“

1995. Wir haben zu jener Zeit in den USA gearbeitet. Das Internet war cool und damit war Java cool. Denn Java war die erste und damals die einzige Sprache, die das Internet unterstützt hat, u. a. mit Applets. Lächerlich eigentlich – von heute aus betrachtet. Kein Mensch benutzt heutzutage noch Applets, aber damals war Java cool und sexy.

Hand aufs Herz: Welches war dein schwärzester Java-Moment?

Ein Workshop in Rapperswil, in dem wir den Performancegewinn durch Parallelisierung (mit Fork/Join, glaube ich) in Java zeigen wollten. Alle Benchmarks waren perfekt vorbereitet und getestet; aber leider stellte sich heraus, dass nur ein einziger Teilnehmer eine Hardware mitgebracht hatte, die der unseren ähnelte. Alle anderen Workshopteilnehmer haben konsistent andere Ergebnisse erhalten. Das hat uns zu denken gegeben ... das Performancemodell von Java betreffend ... und Benchmarks im Allgemeinen.

Wie lauten die ersten Worte deiner Geburtstagsrede für Java?

Ich kann mich nicht mehr erinnern, was die ersten Worte meiner Geburtstagsrede waren. (Ich habe im Mai eine ­Java-Laudatio auf der GeeCON in Krakau gehalten.) „Happy Birthday“ kam sicher darin vor. Und das Schlusswort war sinngemäß: „Auf die nächsten zwanzig Jahre!“

Nach zwanzig Jahren ist mal eine echte Aussprache fällig; ihr seht euch tief in die Augen – was würde Java über dich und deinen Programmierstil sagen?

„Take it easy, Babe. “

Zu einer guten Geburtstagsparty gehört auch Musik; wenn Java also ein Popsong wäre – welcher?

Irgendwas von Abba. „Waterloo“ vielleicht. Ein Ohrwurm, den jeder mag – vom zwangsgeldfinanzierten Rundfunk in Deutschland bis zur Dragqueeen im Outback von Australien. Und dabei ist völlig egal, dass man das arme Kaff in Belgien einfach mal falsch ausspricht – alles egal – jeder mag es. Und genauso ist Java. Selbst die Architekten im Freundeskreis, die eher den höheren Künsten als dem schnöden Ingenieurwesen zugeneigt sind (ich meine echte Architekten, die atemberaubende Gebäude entwerfen – keine Softwarearchitekten) ... also selbst diese Architekten wissen, dass Java das Ding mit der Kaffeetasse ist, wo man immer so lästige Updates aufgedrängt bekommt – O-Ton aus meinem Freundeskreis. Als Java-Experte muss ich mich für sowas rechtfertigen. Peinlich, aber auch irgendwie gut. Jeder kennt Java.

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„Sieht aber ­ziemlich groovy aus!“

Dierk König

Wann war das erste Mal, als du sagtest: „Verdammt, Java ist ja wirklich cool!“

Ganz ehrlich: Das war ein Applet! Die Uni Karlsruhe hatte eine 3-D-Version ihres Logos, das man mit der Maus anfassen, drehen und „anwerfen“ konnte. Das war Mitte der 90er coooool!

Hand aufs Herz: Welches war dein schwärzester Java-Moment?

Als ich mit ansehen musste, wie ein <big_five>-Mitarbeiter jedes Class File einzeln und von Hand in die Produktionsumgebung kopiert hat – und das waren mehrere tausend Stück.

Wie lauten die ersten Worte deiner Geburtstagsrede für Java?

„Jung stirbt, wen die Götter lieben. Die anderen müssen arbeiten ...“

Nach zwanzig Jahren ist mal eine echte Aussprache fällig; ihr seht euch tief in die Augen – was wü...

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