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Kolumne: Lagebericht Eclipse-IDE

Kolumne: Lagebericht Eclipse-IDE


Das Versionsverwaltungssystem Git ist weiterhin auf dem Vormarsch. Natürlich gibt es noch Kunden, die Apache Subversion (SVN) oder Perforce einsetzen. Wenn man sie aber darauf anspricht, hat man das Gefühl, dass manche sich zumindest ein bisschen dafür schämen. Außerdem erfährt man im Kundengespräch, dass viele die Migration auf Git bereits planen. Da die Verwendung der Git Command Line nun aber nicht jedermanns Sache ist, geht es in dieser Ausgabe um eine gute Alternative: das Eclipse Git Tooling.

Das Git Tooling von Eclipse wird im EGit- und im JGit-Projekt entwickelt. Diese sind nach Meinung des Autors Vorzeigeprojekte, was den Geist eines Open-Source-Projekts angeht: Beiträge aus der Community werden sehr schnell einem Review unterzogen und integriert. Das Team geht zudem schnell, freundlich und kompetent auf Verbesserungsvorschläge ein, sodass man mit Fug und Recht behaupten kann, dass die Mitarbeit hier Spaß macht. Die beiden Entwickler, die das Projekt zurzeit primär vorantreiben, sind übrigens Thomas Wolf und Matthias Sohn [1].

Das aktuelle Eclipse Git Tooling

Das Eclipse Git Tooling besticht durch zwei zentrale Ansichten: Die Git Repositories View (Abb. 1) und die Git Staging View. Die Git Repository View wird verwendet, um Git Repositories dem Eclipse Tooling bekannt zu machen, Repos anzulegen und sie zu klonen. Hier kann man seine Branches und Remotes auch verwalten sowie konfigurieren und die eigenen Repositories mit Remotes synchronisieren (Stichwörter: fetch, push, pull). Die Git Staging View wird verwendet, um veränderte Dateien zu stagen und zu committen. Die Push-Operationen kann man außerdem direkt hier ausführen.

vogel_eclipse_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: In der Git Repositorys View kann man seine Repositories verwalten

Schön ist auch die Integration der Git-Commit-Vergangenheit über die History View. Hier kann man die verschiedenen Branches sehen und sich die einzelnen Commits anzeigen lassen oder nach diesen suchen. Über das Kontextmenü ist das sogenannte Cherry Picking möglich, zudem lassen sich darüber Commits reverten, die interaktiven Rebases triggern und vieles mehr.

Die ganze Funktionalität ist schön und liebevoll umgesetzt, sodass das Arbeiten mit Git in Eclipse richtig Spaß macht. Der Autor nutzt Eclipse oft auch als Git-Client für Projekte, die er nicht mit Eclipse entwickelt, z. B. Android-Projekte mit Android Studio. Für all jene, die mehr über die Verwendung des Toolings wissen wollen, empfehle ich mein EGit-Tutorial [2].

Neue Verbesserungen der Usability

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