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Java Magazin
RFID-Karten mit Android Things einlesen

Das drahtlose Ding

Woozies legendärer Wutausbruch in GTA: San Andreas wäre zu verhindern gewesen, wenn der streitbare Chinese seine Casinochips mit RFID-Tags ausgestattet hätte. Die Funktechnologie weist eine Vielzahl anderer Anwendungsfälle auf - Zeit, sich die Möglichkeiten näher anzusehen.

Tam Hanna


Dank technischer Fortschritte und Globalisierung sind RFID-Funksysteme heute preiswert. Kleine Lesegeräte kosten unter 20 Euro, während hochwertige Systeme mit hoher Reichweite unter 200 Euro gefallen sind. RFID lässt sich auch im privaten Bereich an vielerlei Stellen einsetzen. Denken Sie beispielsweise an Smarthomeanwendungen, aber auch an die Authentifizierung von Benutzern oder das Finden von Produkten. Die vergleichsweise geringe Speicherkapazität der Karten ist auf das Vorhalten von IDs optimiert – größere Datenmengen sollten in einer Datenbank gelagert und zur Laufzeit korreliert werden.

Ein kleines Familientreffen

NFC bzw. RFID sind in der Praxis insofern problematisch, als es miteinander inkompatible Funksysteme gibt. Sie unterscheiden sich im Bereich der Arbeitsfrequenz von Lesegerät und Tag – dass diese aufeinander abgestimmt sein müssen, folgt aus der Logik. Am unteren Teil befinden sich LF-Systeme (Low Frequency), je nach Arbeitsumgebung haben wir es mit 125 kHz oder 134 kHz zu tun. Die Reichweite derartiger Lesegeräte ist von Situation zu Situation unterschiedlich, liegt im Allgemeinen aber im Bereich von 5 bis 10 cm.

Der geringe Preis von LF-Systemen lässt sie für all jene Anwendungsfälle attraktiv erscheinen, in denen es kein Problem ist, wenn der Leser das Ziel berühren muss. Ein weiterer Vorteil der geringen Frequenz ist, dass die Tags keine Probleme mit feuchten Körpern wie Menschen, Tieren oder Früchten haben.

Hochfrequenz-(HF-)Tags sollten, so zumindest der Name, mit hoher Frequenz arbeiten. In Wirklichkeit arbeiten sie mit 13,56 MHz und erreichen normalerweise Reichweiten im Bereich von etwa 10 bis 15 cm. Größere Lesegeräte erreichen auch hier höhere Reichweiten.

Am obersten Teil des Markts finden sich dann noch Ultrahochfrequenz-(UHF-)Tags, die mit 860 bis 960 MHz funken und Reichweiten im Meterbereich aufweisen. Leider stören sich Tags ob der Reichweite mitunter gegenseitig. Findet ein Reader fünfzig Tags, ist es schwierig festzustellen, welches gelesen werden soll.

In der Praxis bezieht man NFC-Technologie so gut wie immer aus China (Kasten: „Achtung beim Einkaufen“). Wir wollen in den folgenden Schritten mit einigen Lesegeräten experimentieren, die ich aufgrund meiner diversen Beratungsexperimente sowieso im Labor herumliegen hatte.

Achtung beim EinkaufenWer bei AliExpress und Co. RFID-Karten kauft, bekommt so gut wie immer unprogrammierte Karten gesendet. Diese lassen sich normalerweise erst dann auslesen, wenn sie programmiert wurde...

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Woozies legendärer Wutausbruch in GTA: San Andreas wäre zu verhindern gewesen, wenn der streitbare Chinese seine Casinochips mit RFID-Tags ausgestattet hätte. Die Funktechnologie weist eine Vielzahl anderer Anwendungsfälle auf - Zeit, sich die Möglichkeiten näher anzusehen.

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Dank technischer Fortschritte und Globalisierung sind RFID-Funksysteme heute preiswert. Kleine Lesegeräte kosten unter 20 Euro, während hochwertige Systeme mit hoher Reichweite unter 200 Euro gefallen sind. RFID lässt sich auch im privaten Bereich an vielerlei Stellen einsetzen. Denken Sie beispielsweise an Smarthomeanwendungen, aber auch an die Authentifizierung von Benutzern oder das Finden von Produkten. Die vergleichsweise geringe Speicherkapazität der Karten ist auf das Vorhalten von IDs optimiert – größere Datenmengen sollten in einer Datenbank gelagert und zur Laufzeit korreliert werden.

Ein kleines Familientreffen

NFC bzw. RFID sind in der Praxis insofern problematisch, als es miteinander inkompatible Funksysteme gibt. Sie unterscheiden sich im Bereich der Arbeitsfrequenz von Lesegerät und Tag – dass diese aufeinander abgestimmt sein müssen, folgt aus der Logik. Am unteren Teil befinden sich LF-Systeme (Low Frequency), je nach Arbeitsumgebung haben wir es mit 125 kHz oder 134 kHz zu tun. Die Reichweite derartiger Lesegeräte ist von Situation zu Situation unterschiedlich, liegt im Allgemeinen aber im Bereich von 5 bis 10 cm.

Der geringe Preis von LF-Systemen lässt sie für all jene Anwendungsfälle attraktiv erscheinen, in denen es kein Problem ist, wenn der Leser das Ziel berühren muss. Ein weiterer Vorteil der geringen Frequenz ist, dass die Tags keine Probleme mit feuchten Körpern wie Menschen, Tieren oder Früchten haben.

Hochfrequenz-(HF-)Tags sollten, so zumindest der Name, mit hoher Frequenz arbeiten. In Wirklichkeit arbeiten sie mit 13,56 MHz und erreichen normalerweise Reichweiten im Bereich von etwa 10 bis 15 cm. Größere Lesegeräte erreichen auch hier höhere Reichweiten.

Am obersten Teil des Markts finden sich dann noch Ultrahochfrequenz-(UHF-)Tags, die mit 860 bis 960 MHz funken und Reichweiten im Meterbereich aufweisen. Leider stören sich Tags ob der Reichweite mitunter gegenseitig. Findet ein Reader fünfzig Tags, ist es schwierig festzustellen, welches gelesen werden soll.

In der Praxis bezieht man NFC-Technologie so gut wie immer aus China (Kasten: „Achtung beim Einkaufen“). Wir wollen in den folgenden Schritten mit einigen Lesegeräten experimentieren, die ich aufgrund meiner diversen Beratungsexperimente sowieso im Labor herumliegen hatte.

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