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Java Magazin
Entwicklung einer Java-Anwendung zur Erzeugung vorlagenbasierter Berichte in der SAP JVM

Java-Anwendung in der SAP JVM

Im Zuge des Phaseouts eines vorhandenen Berichtssystems zur Dokumentation von Verpackungsvorgängen in einem produzierenden pharmazeutischen Unternehmen wurden unterschiedliche Möglichkeiten evaluiert, die Funktionalität in die vorhandene SAP-Infrastruktur zu integrieren. Aufgrund mangelnder Off-the-Shelf-Unterstützung seitens der SAP-proprietären Programmiersprache ABAP beim Arbeiten mit Dokumenten, die auf Microsoft Open XML basieren, entschied man sich für eine Java-basierte Lösung auf der SAP JVM. Dieser Artikel beschreibt die Vorgehensweise zur Implementierung und Ausführung von Java-Programmen in der SAP JVM und deren Aufruf aus ABAP anhand der beschriebenen Problemstellung.

Herbert Höbarth


Die SAP JVM ist eine zertifizierte JVM, die mit zusätzlichen Werkzeugen für den Support und die Entwicklung von Java-Anwendungen wie etwa dem Debugging on Demand ausgestattet ist. Zudem bietet die SAP JVM umfangreiche Möglichkeiten, Anwendungen zu überwachen und zu tracen. All diese Features können dabei im laufenden Betrieb ein- bzw. ausgeschaltet werden [1]. Die in diesem Artikel beschriebene Anwendung läuft auf einer SAP JVM 6 (SAP NetWeaver Process Integration 7.40).

Um eine JavaBean aus ABAP heraus aufrufen zu können, wurde in diesem Projekt auf den JCo RFC Provider des SAP NetWeaver Application Server [2] zurückgegriffen. Eine Voraussetzung für einen funktionierenden ABAP to Java Requests ist es, den JNDI-Namen der JavaBean äquivalent zum Namen des verwendenden SAP-Funktionsbausteins zu verwenden.

Die Entwicklungsumgebung

In unserem Beispiel arbeiten wir mit der lokalen Entwicklungskonfiguration des SAP NetWeaver Developer Studios (NWDS). Für eine nachhaltige Entwicklung empfiehlt sich jedoch die Verwendung der SAP NetWeaver Development Infrastructure (NWDI). Diese bietet einen breiten Werkzeugkasten an, um etwa Entwicklungsprojekte in den unternehmensweiten Change-Management-Prozess zu integrieren oder Versionierung zu unterstützen [3].

Das SAP NetWeaver Developer Studio ist eine SAP-eigene Eclipse-Distribution zur Entwicklung von Java-basierten Mehrschichtenapplikationen auf der SAP JVM. Das NWDS unterstützt bei der Entwicklung von hochskalierbaren Java-Projekten. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um SAP-Technologien wie Web Dynpro oder um Standardtechnologien wie Java SE oder Java EE handelt [4].

In diesem Beispiel wurde das SAP NWDS in der Version 7.3 SP24, Enhancement Package 1 verwendet, welches vom SAP Service Marketplace [5] heruntergeladen werden kann.

Entwicklung einer Vorlage für einen Verpackungsbericht

Das Erzeugen einer Vorlage für einen bestimmten Berichtstyp wird mit Microsoft Word 2013 unter Verwendung von Content Controls und Custom XML Parts durchgeführt. Hierfür ist zuallererst der Entwickler-Ribbon über die Word-Optionen einzublenden. Anschließend kann nach Anzeigen der XML Mapping Pane ein Custom XML Part hinzugefügt werden (Abb. 1). Dazu wird die XML-Datei aus Listing 1 verwendet.

Abb. 1: Einfügen eines Custom XML Parts

Listing 1: Custom XML Part

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Entwicklung einer Java-Anwendung zur Erzeugung vorlagenbasierter Berichte in der SAP JVM

Java-Anwendung in der SAP JVM

Im Zuge des Phaseouts eines vorhandenen Berichtssystems zur Dokumentation von Verpackungsvorgängen in einem produzierenden pharmazeutischen Unternehmen wurden unterschiedliche Möglichkeiten evaluiert, die Funktionalität in die vorhandene SAP-Infrastruktur zu integrieren. Aufgrund mangelnder Off-the-Shelf-Unterstützung seitens der SAP-proprietären Programmiersprache ABAP beim Arbeiten mit Dokumenten, die auf Microsoft Open XML basieren, entschied man sich für eine Java-basierte Lösung auf der SAP JVM. Dieser Artikel beschreibt die Vorgehensweise zur Implementierung und Ausführung von Java-Programmen in der SAP JVM und deren Aufruf aus ABAP anhand der beschriebenen Problemstellung.

Herbert Höbarth


Die SAP JVM ist eine zertifizierte JVM, die mit zusätzlichen Werkzeugen für den Support und die Entwicklung von Java-Anwendungen wie etwa dem Debugging on Demand ausgestattet ist. Zudem bietet die SAP JVM umfangreiche Möglichkeiten, Anwendungen zu überwachen und zu tracen. All diese Features können dabei im laufenden Betrieb ein- bzw. ausgeschaltet werden [1]. Die in diesem Artikel beschriebene Anwendung läuft auf einer SAP JVM 6 (SAP NetWeaver Process Integration 7.40).

Um eine JavaBean aus ABAP heraus aufrufen zu können, wurde in diesem Projekt auf den JCo RFC Provider des SAP NetWeaver Application Server [2] zurückgegriffen. Eine Voraussetzung für einen funktionierenden ABAP to Java Requests ist es, den JNDI-Namen der JavaBean äquivalent zum Namen des verwendenden SAP-Funktionsbausteins zu verwenden.

Die Entwicklungsumgebung

In unserem Beispiel arbeiten wir mit der lokalen Entwicklungskonfiguration des SAP NetWeaver Developer Studios (NWDS). Für eine nachhaltige Entwicklung empfiehlt sich jedoch die Verwendung der SAP NetWeaver Development Infrastructure (NWDI). Diese bietet einen breiten Werkzeugkasten an, um etwa Entwicklungsprojekte in den unternehmensweiten Change-Management-Prozess zu integrieren oder Versionierung zu unterstützen [3].

Das SAP NetWeaver Developer Studio ist eine SAP-eigene Eclipse-Distribution zur Entwicklung von Java-basierten Mehrschichtenapplikationen auf der SAP JVM. Das NWDS unterstützt bei der Entwicklung von hochskalierbaren Java-Projekten. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um SAP-Technologien wie Web Dynpro oder um Standardtechnologien wie Java SE oder Java EE handelt [4].

In diesem Beispiel wurde das SAP NWDS in der Version 7.3 SP24, Enhancement Package 1 verwendet, welches vom SAP Service Marketplace [5] heruntergeladen werden kann.

Entwicklung einer Vorlage für einen Verpackungsbericht

Das Erzeugen einer Vorlage für einen bestimmten Berichtstyp wird mit Microsoft Word 2013 unter Verwendung von Content Controls und Custom XML Parts durchgeführt. Hierfür ist zuallererst der Entwickler-Ribbon über die Word-Optionen einzublenden. Anschließend kann nach Anzeigen der XML Mapping Pane ein Custom XML Part hinzugefügt werden (Abb. 1). Dazu wird die XML-Datei aus Listing 1 verwendet.

Abb. 1: Einfügen eines Custom XML Parts

Listing 1: Custom XML Part

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