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Editorial

I was made for loving you, Java!


Die Liebesbeziehung zwischen einer Programmiersprache und seinem Programmierer ist unbestreitbar mit dem heiligen Bund der Ehe zu vergleichen: Für gewöhnlich schließt ein Coder diesen für sein gesamtes (berufliches) Leben. Natürlich kommt es in der modernen Softwareentwicklung zuweilen vor, dass man seine Blicke ein wenig schweifen lässt. Manch ein Java-Entwickler wurde durchaus dabei ertappt, sich mit fragwürdigen Gestalten wie JavaScript einzulassen. Die Regel ist das allerdings nicht. Ein guter Coder bleibt seiner ersten Liebe treu.

Manchmal trennen sich die Wege natürlich auch aus anderen Gründen. Es kann vorkommen, dass man aus gewissen Umständen gezwungen ist, sich umzuorientieren. Fernbeziehungen sind oft zum Scheitern verurteilt und Java ist nun einmal fest auf der JVM zu Hause – nicht immer ist das praktikabel. Außerdem hat Java ja gemeinhin den Ruf, „verbose“ zu sein, also kompliziert. Das gilt freilich nicht nur für unsere liebste Programmiersprache, sondern auch für andere Aspekte der modernen Softwareentwicklung.

Und genau da sind wir beim Kern unserer Ausgabe, die diesmal das Titelthema „Keep it simple, stupid“ (KISS) hat. Diese einfache Lebensweisheit kann einem viel Ärger, Mühe, Not und schließlich auch Arbeit ersparen. Manchmal ist einfach eben einfach einfach.

Natürlich ist heutzutage das KISS-Prinzip in der Softwareentwicklung vor allem deswegen so beliebt, weil es eben „catchy“ ist – und etliche Coder sind überdies Fans der gleichnamigen Hardrock-Band. Die Bedeutung hat sich allerdings ein wenig aufgelockert, manche lösen das Akronym in „Keep it simple and smart“ oder „Keep it short and simple“ auf. Grundsätzlich ist das alles aber einerlei, denn es geht ja um Verminderung von Komplexität im eigentlichen Wortsinn.

Wie genau Entwickler und Unternehmen unnötig komplizierte Prozesse und Infrastrukturen einfacher gestalten können, ist ein Thema, das Uwe „Spaceman“ Friedrichsen in seinem Leitartikel „KISS of Death by Complexity“ behandelt. Ein relativ (im Vergleich zu den Ursprüngen von Java) neuer Bereich der Softwareentwicklung und -bereitstellung ist die Containertechnologie. Auch dort kristallisieren sich mit der Zeit immer mehr Möglichkeiten heraus, die ganze Docker-Sache einfacher zu gestalten. Sandra „Starchild“ Parsick sagt daher zu Recht: „Keep Docker simple, stupid“, was als Akronym allerdings nicht so griffig ist wie KISS. Tim „The Demon“ Zöller rundet die Sache dann mit seinem Artikel über intelligentes Mapping ab – auch hierb...

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