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Kolumne: EnterpriseTales

Mehr Backend wagen - im Frontend!


Das Frontend ist seit jeher ein wichtiger Bestandteil der meisten Anwendungen. Mit dem Aufschwung von Single Page Applications (SPA) hat sich die Komplexität jedoch im Gegensatz zu Ansätzen, bei denen das gesamte HTML im Backend erzeugt wird, enorm erhöht. Sofern die Wahl auf eine SPA als Frontend-Lösung fällt, steht natürlich sofort eine wichtige Frage im Raum: Wie kann man als Entwickler die neue Komplexität im Frontend bändigen?

Am einfachsten natürlich, indem man nicht auf SPAs setzt. Denn sind SPAs überhaupt immer die richtige Wahl? Sind die bewährten Technologien wie Spring MVC, JavaServer Faces oder gar JavaServer Pages nicht völlig ausreichend, um ein bisschen HTML im Browser anzuzeigen? Die Frage lässt sich natürlich nicht allgemein beantworten, da jede Anwendung individuelle Anforderungen hat, die sich entweder besser mit einer SPA oder eben mit eher klassischen Ansätzen umsetzen lassen. Eine gute Heuristik ist jedoch: Je interaktiver die Anwendung, desto eher lohnt der Einsatz einer SPA. Für weniger interaktive Anwendungen reichen meist obige Technologien, gepaart mit einem kleinen Anteil JavaScript für die interaktiven Bereiche.

Schöne neue Welt

Die Versuchung ist groß, pauschal auf den Einsatz einer SPA zu setzen. Wer will schon auf das Altbekannte, vermeintlich Langweilige setzen und nicht auf das Neueste vom Neuen? Die Entscheidung, eine SPA zu entwickeln, sollte jedoch wohlüberlegt sein, da deren Entwicklung jede Menge zusätzlichen Wissens voraussetzt: Eine weitere Programmiersprache, ein neues Framework, neue Technologien und ein ganz neues Ökosystem. All das, was es auch schon im Backend zu lernen galt, nur eben im Frontend. Dieser Aufwand sollte nicht unterschätzt werden.

Fällt die Wahl nach reiflicher Überlegung doch auf ein Frontend in Form einer SPA, können wir nun auf die eigentliche Frage zurückkommen: Wie beherrscht man die neue Komplexität im Frontend, sodass man am Ende eine funktionierende, aber auch wartbare Anwendung bereitstellen kann – und das am besten in kurzer Zeit?

Eine mögliche Antwort ist: Mehr Backend im Frontend wagen! Das heißt, wir versuchen, bewährte Ansätze und Prinzipien, aber auch Architekturüberlegungen aus dem Backend auf das Frontend anzuwenden. Wann das Sinn ergibt und sogar strikt notwendig ist, und wann eher nicht, zumindest nicht ohne ein größeres Umdenken, werden wir uns im Folgenden anhand einiger Beispiele anschauen.

Zuvor aber noch eine Erklärung wie es zu dieser – hoffentlich hilfreichen – Erkenntn...

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