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Java Magazin
The Promised Land?

Silicon Valley

Es war im Jahre 1848, als der Zimmermann James Wilson Marshall beim Bau einer Sägemühle am Südarm des American River im Cullomah Valley ein Goldnugget im Wert von fünf Dollar fand. Daraufhin setzte ein wahrer Goldrausch ein, der Tausende dazu bewegte, umgehend alles stehen und liegen zu lassen, um per Schiff, mit dem Wagen oder zu Fuß nach Kalifornien zu gelangen, um dort das große Glück zu finden. Der Sonnenstaat im Westen der USA erhielt in dieser Zeit den Beinamen „Golden State“ und galt ab sofort für viele als Land der Träume. Innerhalb eines Jahres verfünffachte sich die Bevölkerungszahl Kaliforniens von 20 000 auf 100 000 Einwohner. Tatsächlich reich wurden letztendlich nur sehr wenige der Forty-Niners, wie die Goldsuchenden genannt wurden, und schon bald verdrängten die Bergbaugesellschaften die privaten Goldschürfer. 1854 war der Boom dann endgültig vorbei.

Eva Fulierova


Abb. 1: Als Silicon Valley gilt das Gebiet südlich von San Francisco bis hin nach San JoseAbb. 2: Die Stanford University gilt als die wichtigste Kaderschmiede für die im Silicon Valley angesiedelten IT-Unternehmen (Foto: Wikipedia)Löwenstein: Dürfte ich dich eingangs um eine kurze Vorstellung sowie ein paar Worte über deine Ausbildung und deine bisherigen beruflichen Tätigkeiten ersuchen?Fulierova: Ich komme aus dem Osten der Slowakei und bin dann wegen des Informatikstudiums an der Comenius-Universität nach Bratislava übergesiedelt. Schon während meiner Studienzeit habe ich als Java-Programmiererin gearbeitet und an Telekommunikations- und Finanzsystemen mitentwickelt. Da ich große Städte mag, weil es mir Energie und Kraft verleiht, wenn ich in der Früh durch so eine Stadt in die Arbeit fahre, bin ich nach dem Studium nach Wien übergesiedelt. Dort habe ich als Entwicklerin und Consultant für CIIT/java­training.at begonnen und an Projekten für Kunden aus Österreich und Deutschland gearbeitet.Löwenstein: Im Oktober 2013 hast du dann bei Google angefangen und bist ins Silicon Valley übergesiedelt. Wie bewirbt man sich eigentlich für einen Job bei Google, und wie läuft das konkrete Aufnahmeprozedere ab?Fulierova: Am einfachsten ist es, wenn du jemanden kennst, der bereits für Google arbeitet und dich dort empfiehlt und viele schöne Dinge über dich sagt. Ansonsten ist es eher schwierig, da jeden Tag unzählige Lebensläufe geschickt werden. Zuerst hat mich eine Dame aus der Personalabteilung kontaktiert. Sie stand mir dann auch während des gesamten Aufnahmeprozederes zur Seite. Anfangs musste ich ein telefonisches Interview absolvieren, bei dem ich in einem verteilten Google Docs einige Zeilen Code schreiben sollte. Die weiteren Interviews fanden schon von Angesicht zu Angesicht statt. In meinem Fall in Kalifornien, da ich mir meinen potenziellen Arbeitsplatz vorher anschauen wollte. Ich hätte aber auch nähergelegene Büros in Europa besichtigen können. Es dauerte ein paar Wochen bis mir mitgeteilt wurde, dass die Kommission „Thumbs up“ gegeben hatte. Danach schickte mir ein Manager eines laufenden Projekts einen Vertragsvorschlag zu. Wegen der Arbeitserlaubnis verging noch ein weiteres halbes Jahr, ehe ich anfangen konnte.Löwenstein: Unterstützt Google neue Mitarbeiter auch beim Übersiedeln und der lokalen Wohnungssuche?Fulierova: Die „Relocation Benefits“ waren Teil des Vertrags. Google ist sehr großzügig. Das Unternehmen unterstützt die gesamte Familie und...

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Silicon Valley

Es war im Jahre 1848, als der Zimmermann James Wilson Marshall beim Bau einer Sägemühle am Südarm des American River im Cullomah Valley ein Goldnugget im Wert von fünf Dollar fand. Daraufhin setzte ein wahrer Goldrausch ein, der Tausende dazu bewegte, umgehend alles stehen und liegen zu lassen, um per Schiff, mit dem Wagen oder zu Fuß nach Kalifornien zu gelangen, um dort das große Glück zu finden. Der Sonnenstaat im Westen der USA erhielt in dieser Zeit den Beinamen „Golden State“ und galt ab sofort für viele als Land der Träume. Innerhalb eines Jahres verfünffachte sich die Bevölkerungszahl Kaliforniens von 20 000 auf 100 000 Einwohner. Tatsächlich reich wurden letztendlich nur sehr wenige der Forty-Niners, wie die Goldsuchenden genannt wurden, und schon bald verdrängten die Bergbaugesellschaften die privaten Goldschürfer. 1854 war der Boom dann endgültig vorbei.

Eva Fulierova


Abb. 1: Als Silicon Valley gilt das Gebiet südlich von San Francisco bis hin nach San JoseAbb. 2: Die Stanford University gilt als die wichtigste Kaderschmiede für die im Silicon Valley angesiedelten IT-Unternehmen (Foto: Wikipedia)Löwenstein: Dürfte ich dich eingangs um eine kurze Vorstellung sowie ein paar Worte über deine Ausbildung und deine bisherigen beruflichen Tätigkeiten ersuchen?Fulierova: Ich komme aus dem Osten der Slowakei und bin dann wegen des Informatikstudiums an der Comenius-Universität nach Bratislava übergesiedelt. Schon während meiner Studienzeit habe ich als Java-Programmiererin gearbeitet und an Telekommunikations- und Finanzsystemen mitentwickelt. Da ich große Städte mag, weil es mir Energie und Kraft verleiht, wenn ich in der Früh durch so eine Stadt in die Arbeit fahre, bin ich nach dem Studium nach Wien übergesiedelt. Dort habe ich als Entwicklerin und Consultant für CIIT/java­training.at begonnen und an Projekten für Kunden aus Österreich und Deutschland gearbeitet.Löwenstein: Im Oktober 2013 hast du dann bei Google angefangen und bist ins Silicon Valley übergesiedelt. Wie bewirbt man sich eigentlich für einen Job bei Google, und wie läuft das konkrete Aufnahmeprozedere ab?Fulierova: Am einfachsten ist es, wenn du jemanden kennst, der bereits für Google arbeitet und dich dort empfiehlt und viele schöne Dinge über dich sagt. Ansonsten ist es eher schwierig, da jeden Tag unzählige Lebensläufe geschickt werden. Zuerst hat mich eine Dame aus der Personalabteilung kontaktiert. Sie stand mir dann auch während des gesamten Aufnahmeprozederes zur Seite. Anfangs musste ich ein telefonisches Interview absolvieren, bei dem ich in einem verteilten Google Docs einige Zeilen Code schreiben sollte. Die weiteren Interviews fanden schon von Angesicht zu Angesicht statt. In meinem Fall in Kalifornien, da ich mir meinen potenziellen Arbeitsplatz vorher anschauen wollte. Ich hätte aber auch nähergelegene Büros in Europa besichtigen können. Es dauerte ein paar Wochen bis mir mitgeteilt wurde, dass die Kommission „Thumbs up“ gegeben hatte. Danach schickte mir ein Manager eines laufenden Projekts einen Vertragsvorschlag zu. Wegen der Arbeitserlaubnis verging noch ein weiteres halbes Jahr, ehe ich anfangen konnte.Löwenstein: Unterstützt Google neue Mitarbeiter auch beim Übersiedeln und der lokalen Wohnungssuche?Fulierova: Die „Relocation Benefits“ waren Teil des Vertrags. Google ist sehr großzügig. Das Unternehmen unterstützt die gesamte Familie und...

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