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Java Magazin
JavaFX auf dem Raspberry Pi

In Berührung kommen


Seit Herbst 2015 bietet die Raspberry Pi Foundation auch ein Touchdisplay für den Pi an [1]. Damit ist der Pi offiziell nicht mehr nur auf die Rolle einer im Hintergrund arbeitenden Kontroll- und Steuereinheit beschränkt, sondern kann eigenständig ein User Interface anbieten. In diesem Artikel möchten wir einen Einstieg in die JavaFX-Entwicklung für den Raspberry Pi bieten und zeigen, wie damit Touchoberflächen entwickelt werden können.

Bevor wir mit der Entwicklung beginnen können, muss der Raspberry Pi noch eingerichtet werden. Als Startpunkt gehen wir hier von einem frisch installierten Rasp­bian aus, dem Standardbetriebssystem für den Pi. Bei Raspbian ist in der aktuellen Version bereits eine Installation von Java vorhanden. Sollte es sich bei dem eigenen Raspberry Pi um eine ältere Distribution handeln, lässt sich die Java-Version für ARM-Prozessoren aber auch nachträglich von der Oracle-Homepage herunterladen und auf dem Pi entpacken und installieren. Das JavaFX-Framework ist bei der Desktopvariante des JDKs und der JRE bereits automatisch enthalten. Daher können JavaFX-Anwendungen auf dem Desktop auch ohne Umwege mit einer installierten Oracle-JRE ausgeführt werden. Für die ARM-Plattform ist das allerdings nicht mehr der Fall. Oracle bietet zwar ein JDK speziell für die ARM-Plattform an, dieses enthält in der aktuellen Version aber nicht die JavaFX-Runtime. Daher müssen wir die JavaFX-Umgebung zunächst auf dem Raspberry Pi nachinstallieren.

Da der Quellcode von JavaFX als Teil des OpenJDK-Projekts frei verfügbar ist und auch der für ARM notwendige Code nach wie vor weiter gepflegt wird, könnte sich jeder die notwendige Laufzeitumgebung aus dem Quellcode heraus selbst bauen. Einfacher ist es allerdings, eine bereits vorbereitete Version zu benutzen. Die Firma Gluon, die auch die Entwicklung von JavaFX für mobile Plattformen wie Android und iOS vorantreibt, stellt auch ein JavaFX-Bundle für die ARM-Plattform zum Download bereit. Diese kann unter [3] heruntergeladen und unter /home/pi entpackt werden.

IP-Adresse setzen

Damit wir später Daten auf den Pi verschieben können, sollten sich sowohl der Pi als auch der Entwicklungsrechner im gleichen Netzwerk befinden. Dies lässt sich mit einem (W)LAN- oder einem USB-to-Ethernet-Adapter realisieren. Der Pi bekommt zudem eine statische IP-Adresse zugewiesen, damit der Rechner diesen immer findet, und die IP-Adresse nicht jedes Mal neu in der Maven-Konfiguration eingetragen werden muss. Des Weiteren sollte das...

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JavaFX auf dem Raspberry Pi

In Berührung kommen

Seit Herbst 2015 bietet die Raspberry Pi Foundation auch ein Touchdisplay für den Pi an [1]. Damit ist der Pi offiziell nicht mehr nur auf die Rolle einer im Hintergrund arbeitenden Kontroll- und Steuereinheit beschränkt, sondern kann eigenständig ein User Interface anbieten. In diesem Artikel möchten wir einen Einstieg in die JavaFX-Entwicklung für den Raspberry Pi bieten und zeigen, wie damit Touchoberflächen entwickelt werden können.

Stefan Barth, Manuel Mauky


Seit Herbst 2015 bietet die Raspberry Pi Foundation auch ein Touchdisplay für den Pi an [1]. Damit ist der Pi offiziell nicht mehr nur auf die Rolle einer im Hintergrund arbeitenden Kontroll- und Steuereinheit beschränkt, sondern kann eigenständig ein User Interface anbieten. In diesem Artikel möchten wir einen Einstieg in die JavaFX-Entwicklung für den Raspberry Pi bieten und zeigen, wie damit Touchoberflächen entwickelt werden können.

Bevor wir mit der Entwicklung beginnen können, muss der Raspberry Pi noch eingerichtet werden. Als Startpunkt gehen wir hier von einem frisch installierten Rasp­bian aus, dem Standardbetriebssystem für den Pi. Bei Raspbian ist in der aktuellen Version bereits eine Installation von Java vorhanden. Sollte es sich bei dem eigenen Raspberry Pi um eine ältere Distribution handeln, lässt sich die Java-Version für ARM-Prozessoren aber auch nachträglich von der Oracle-Homepage herunterladen und auf dem Pi entpacken und installieren. Das JavaFX-Framework ist bei der Desktopvariante des JDKs und der JRE bereits automatisch enthalten. Daher können JavaFX-Anwendungen auf dem Desktop auch ohne Umwege mit einer installierten Oracle-JRE ausgeführt werden. Für die ARM-Plattform ist das allerdings nicht mehr der Fall. Oracle bietet zwar ein JDK speziell für die ARM-Plattform an, dieses enthält in der aktuellen Version aber nicht die JavaFX-Runtime. Daher müssen wir die JavaFX-Umgebung zunächst auf dem Raspberry Pi nachinstallieren.

Da der Quellcode von JavaFX als Teil des OpenJDK-Projekts frei verfügbar ist und auch der für ARM notwendige Code nach wie vor weiter gepflegt wird, könnte sich jeder die notwendige Laufzeitumgebung aus dem Quellcode heraus selbst bauen. Einfacher ist es allerdings, eine bereits vorbereitete Version zu benutzen. Die Firma Gluon, die auch die Entwicklung von JavaFX für mobile Plattformen wie Android und iOS vorantreibt, stellt auch ein JavaFX-Bundle für die ARM-Plattform zum Download bereit. Diese kann unter [3] heruntergeladen und unter /home/pi entpackt werden.

IP-Adresse setzen

Damit wir später Daten auf den Pi verschieben können, sollten sich sowohl der Pi als auch der Entwicklungsrechner im gleichen Netzwerk befinden. Dies lässt sich mit einem (W)LAN- oder einem USB-to-Ethernet-Adapter realisieren. Der Pi bekommt zudem eine statische IP-Adresse zugewiesen, damit der Rechner diesen immer findet, und die IP-Adresse nicht jedes Mal neu in der Maven-Konfiguration eingetragen werden muss. Des Weiteren sollte das...

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