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Java Magazin
Kolumne: Lagebericht Eclipse-IDE

Kolumne: Lagebericht Eclipse-IDE


Eine IDE ist dazu da, die alltägliche Entwicklungsarbeit zu vereinfachen und zu beschleunigen. Doch nur wenige gehen noch einen Schritt weiter, indem sie eigene Erweiterungen für die Automatisierung spezieller Anforderungen schreiben. Um solche Plug-ins zu schreiben, greift man am besten auf den „Eclipse for Committer“ Download [1] zurück. In diesem Paket ist schon alles enthalten, was man zum effizienten Entwickeln von ­Eclipse-Komponenten benötigt.

Eigene Codetemplates hinterlegen

Codetemplates sind schon eine coole Sache. Man tippt beispielsweise „syso“ in einer Java-Methode, drückt STRG + LEERTASTE und bekommt System.out.println(); generiert. Was nicht jeder weiß, ist, dass man solche Templates auch leicht selbst und ohne Eclipse-Programmierung hinterlegen kann. Hierzu wählt man Window | Preferences | Java | Editor | Templates | New. Dort kann man definieren, in welchem Bereich das Template gültig sein soll, z. B. Java Statements Templates für Java-Methoden. Zur Veranschaulichung für ein nicht triviales Template mit automatischen Imports und der Verwendung von Variablen eignet sich das Buttontemplate (Abb. 1).

vogel_eclipse_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Anlegen eines neuen Codetemplates

Eigene Menü- und Toolbar-Einträge einbinden

Um dem Benutzer neue Optionen anzubieten, benötigt man einen Auslöser, wie einen Knopf im Hauptmenü, der Toolbar oder im Kontextmenü. Bei der Suche nach einem Ort, an dem man eine Erweiterung in ein Menü einbauen kann, hilft der Menu Spy, den man mittels ALT + SHIFT + F2 aufrufen kann.

Im Kontextmenü von Projekten findet man etwa das Refactor-Menü, wo es eine Aktion mit dem Namen Rename… gibt. Wenn man ALT + SHIFT + F2 drückt, verändert sich der Cursor zu einer Lupe über einem Menü. Wenn man damit einen Menüeintrag anklickt, kommt im Fall des Eintrags Rename… das Menu-Spy-Fenster zur Analyse von Menüstrukturen anstelle der Ausführung der eigentlichen Rename-Aktion.

Sobald man den gewünschten Ort für einen speziellen Menüeintrag, z. B. menu:org.eclipse.jdt.ui.refactoring.menu, gefunden hat, gilt es, diesen mittels Menu Contribution zu erweitern. Das Einbinden von Menu Contributions erfolgt durch den Gebrauch einer fragment.e4xmi-Datei im Plug-in-Projekt. Am einfachsten lässt sie sich mittels New Wizard erzeugen (Abb. 2).

vogel_eclipse_2.tif_fmt1.jpgAbb. 2: Model-Fragment-Wizard

In dieser fragment.e4xmi-Datei werden Commands, Handler und die besagten Menu Contributions erstellt. Dazu werden passende Model-Fragment-Einträge erzeugt, die die Eclipse-IDE erweitern.

vogel_eclipse_3.tif_fmt1.jpgAbb. 3: Model-Fragment-Edit...
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Kolumne: Lagebericht Eclipse-IDE

Kolumne: Lagebericht Eclipse-IDE

Eine IDE ist dazu da, die alltägliche Entwicklungsarbeit zu vereinfachen und zu beschleunigen. Doch nur wenige gehen noch einen Schritt weiter, indem sie eigene Erweiterungen für die Automatisierung spezieller Anforderungen schreiben. Um solche Plug-ins zu schreiben, greift man am besten auf den „Eclipse for Committer“ Download [1] zurück. In diesem Paket ist schon alles enthalten, was man zum effizienten Entwickeln von Eclipse-Komponenten benötigt.

Simon Scholz, Lars Vogel


Eine IDE ist dazu da, die alltägliche Entwicklungsarbeit zu vereinfachen und zu beschleunigen. Doch nur wenige gehen noch einen Schritt weiter, indem sie eigene Erweiterungen für die Automatisierung spezieller Anforderungen schreiben. Um solche Plug-ins zu schreiben, greift man am besten auf den „Eclipse for Committer“ Download [1] zurück. In diesem Paket ist schon alles enthalten, was man zum effizienten Entwickeln von ­Eclipse-Komponenten benötigt.

Eigene Codetemplates hinterlegen

Codetemplates sind schon eine coole Sache. Man tippt beispielsweise „syso“ in einer Java-Methode, drückt STRG + LEERTASTE und bekommt System.out.println(); generiert. Was nicht jeder weiß, ist, dass man solche Templates auch leicht selbst und ohne Eclipse-Programmierung hinterlegen kann. Hierzu wählt man Window | Preferences | Java | Editor | Templates | New. Dort kann man definieren, in welchem Bereich das Template gültig sein soll, z. B. Java Statements Templates für Java-Methoden. Zur Veranschaulichung für ein nicht triviales Template mit automatischen Imports und der Verwendung von Variablen eignet sich das Buttontemplate (Abb. 1).

vogel_eclipse_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Anlegen eines neuen Codetemplates

Eigene Menü- und Toolbar-Einträge einbinden

Um dem Benutzer neue Optionen anzubieten, benötigt man einen Auslöser, wie einen Knopf im Hauptmenü, der Toolbar oder im Kontextmenü. Bei der Suche nach einem Ort, an dem man eine Erweiterung in ein Menü einbauen kann, hilft der Menu Spy, den man mittels ALT + SHIFT + F2 aufrufen kann.

Im Kontextmenü von Projekten findet man etwa das Refactor-Menü, wo es eine Aktion mit dem Namen Rename… gibt. Wenn man ALT + SHIFT + F2 drückt, verändert sich der Cursor zu einer Lupe über einem Menü. Wenn man damit einen Menüeintrag anklickt, kommt im Fall des Eintrags Rename… das Menu-Spy-Fenster zur Analyse von Menüstrukturen anstelle der Ausführung der eigentlichen Rename-Aktion.

Sobald man den gewünschten Ort für einen speziellen Menüeintrag, z. B. menu:org.eclipse.jdt.ui.refactoring.menu, gefunden hat, gilt es, diesen mittels Menu Contribution zu erweitern. Das Einbinden von Menu Contributions erfolgt durch den Gebrauch einer fragment.e4xmi-Datei im Plug-in-Projekt. Am einfachsten lässt sie sich mittels New Wizard erzeugen (Abb. 2).

vogel_eclipse_2.tif_fmt1.jpgAbb. 2: Model-Fragment-Wizard

In dieser fragment.e4xmi-Datei werden Commands, Handler und die besagten Menu Contributions erstellt. Dazu werden passende Model-Fragment-Einträge erzeugt, die die Eclipse-IDE erweitern.

vogel_eclipse_3.tif_fmt1.jpgAbb. 3: Model-Fragment-Edit...

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