© Excellent backgrounds/Shutterstock.com
Bestandsaufnahme Cloud-native-Technologien

Per Anhalter durch das Cloud-Universum


Cloud-native-Technologien entspringen dem Herzen der digitalen Disruption bei Google, Facebook, Twitter und Konsorten. Sie bieten eine Infrastruktur, mit der man Anwendungen der Generation Cloud entwickeln und betreiben kann. Der Siegeszug von Docker hat auch dazu geführt, dass Cloud-native-Technologien nun im großen Stil Einzug bei vielen Unternehmen halten – egal, ob Start-up oder DAX-Konzern. Das Cloud-native-Universum ist aktuell kurz nach dem ­Urknall. Beste Zeit also zu schauen, welche Strukturen sich bereits gebildet haben und was noch im Fluss ist.

Video: Weniger ist mehr – Serverless Cloud Architectures

Im Juli 2015 war ich auf der OSCON-Konferenz in den USA, vornehmlich, um möglichst tief in die damals noch recht neue Docker-Technologie einzutauchen. Schon nach dem ersten Tag war klar: Docker ist nur ein kleiner Baustein. Es geht um das große Ganze. Das große Ganze, das sind Cloud-native-Stacks, die auf Basis von Docker-Containern und viel Infrastruktur außen herum die Entwicklung und den Betrieb von Anwendungen im Stil der großen Cloud-Unternehmen ermöglichen. Es sind Anwendungen, die auch technisch radikal auf Erfolg getrimmt sind, durch Dinge wie Hyperskalierbarkeit, Continuous Feature Delivery, Antifragilität und keine Opportunitätskosten. Hyperskalierbarkeit ist die Kombination aus Skalierbarkeit und Elastizität. Das bedeutet, dass neben der Skalierbarkeit per se auch noch der Aspekt hinzukommt, wie schnell eine Anwendung nach oben und unten skalieren kann. Continuous Feature Delivery ist die Fähigkeit, neue Features als kontinuierlichen Strom bis in Produktion zu bringen. Die Kernidee: Man startet mit einem MVP (Minimum Viable Product) und legt kontinuierlich Features nach. Antifragilität ist die Eigenschaft von Systemen, tolerant auf Fehler zu reagieren und die Toleranzschwelle dabei kontinuierlich zu steigern. Die Software benötigt idealerweise kein menschliches Zutun, um stabil in Produktion zu laufen. Und zu guter Letzt fallen keine Opportunitätskosten an, da die verfügbaren Ressourcen nur temporär angemietet werden und dabei so gut wie möglich ausgelastet werden.

Auf der OSCON ist für mich der Cloud-native-Urknall passiert. Google et al. haben dort die Cloud Native Computing Foundation (CNCF [1]) gegründet und Kubernetes (K8s) in der Version 1.0 Open Source veröffentlicht – und das auch ordentlich zelebriert. Spätestens, als bei der K8s-Launchparty ein Darth Vader im Schottenrock auf einem Einrad mit feuerspeiendem Dudelsack sein...

Exklusives Abo-Special

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang