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Kolumne: EnterpriseTales

Micro Frontend Frameworks


Spotify, Zalando, DAZN: Alle tun es. Micro Frontends sind in der Industrie etabliert. Mittlerweile gibt es verschiedene Frameworks, die bei der Umsetzung dieses architektonischen Ansatzes für Web-Frontends verwendet werden können.

Was sind Micro Frontends nochmal?

Mit Micro Frontends wird das Konzept von Microservices konsequent bis in das Frontend weitergedacht. Neben dem Backend wird auch die Benutzungsoberfläche in fachlich getriebene, unabhängige Applikationen zerlegt. Damit ist ein System vertikal in isolierte Services unterteilbar, die von der Datenbank bis zum Web-Frontend alles beinhalten. Die Vorteile liegen darin, dass die jeweiligen Entwicklerteams nun auch im Frontend mit verschiedenen Frameworks und Tools arbeiten können. Vor allem in der zuletzt häufig schnelllebigen Webwelt kann eine solche Framework-Diversifikation positive Auswirkungen haben. Zudem erlauben Micro Frontends es, dass Anwendungsteile in unterschiedlichen Geschwindigkeiten entwickelt werden und so getrennt voneinander wachsen können. Natürlich führt eine solche Unterteilung des Frontends aber auch zu neuen (technischen) Herausforderungen. Je nach Art der Implementierung können die zu übertragenden Datenmengen beträchtlich anwachsen, beispielsweise wenn Teams verschiedene JavaScript-Frameworks oder Framework-Versionen zeitgleich verwenden. Auch die technische Komplexität ist nicht zu unterschätzen. Zudem stellt sich die Frage, ob und wie Informationen zwischen den einzelnen Micro Frontends ausgetauscht werden können.

Möglichkeiten der Umsetzung

Micro Frontends sind auf verschiedenen Wegen realisierbar. Die einfachste Art der Umsetzung ist die strikte Trennung von einzelnen Anwendungsbestandteilen nach Routen. Jedes Micro Frontend ist dabei zum Beispiel unter einem eigenen URL zu erreichen. Dieses Vorgehen bietet sich vor allem bei „klassischen“, serverseitig gerenderten Anwendungen an, die eine Navigation zwischen Anwendungsteilen zumeist ohnehin über einen Seitenwechsel realisieren.

Das Konzept von Micro Frontends wird aber vor allem dann interessant, wenn die verschiedenen Anwendungen zeitgleich in einer Benutzungsoberfläche angezeigt oder als Single-Page-Applikation (SPA) realisiert werden sollen. Dafür müssen die verschiedenen Micro Frontends logischerweise in irgendeiner Art zusammengefügt werden. Eine solche Integration kann sowohl zur Build-Zeit als auch zur Laufzeit erfolgen.

Bei der Build-Zeit-Integration werden die eigentlich voneinander unabhängigen Micro Frontend...

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