MDSD ohne Einfluss auf die fachliche Architektur

Der Entwickler gibt den Ton an

André Pflüger


MDSD erfreut sich gerade bei Architekten und Entwicklern zunehmender Beliebtheit, was sich nicht nur anhand des vermehrten Einsatzes, sondern auch anhand der Bereitschaft, es in Folgeprojekten zu nutzen, widerspiegelt [1]. Das Modell wird nicht nur zu Dokumentationszwecken verwendet. Vielmehr werden die modellierten Informationen zur Generierung von Quellcode und anderen Artefakten (z. B. Schnittstellenbeschreibungen) genutzt. In diesem Artikel liegt der Fokus auf der Generierung von Quellcode. Die verschiedenen, zum Teil auch frei verfügbaren Generatoren unterscheiden sich nicht nur in den Generierungsmöglichkeiten – d. h. aus welchen Modellelementen Quellcode erzeugt werden kann – sondern auch hinsichtlich der Lösungsstrategien für Schwierigkeiten, die sich aus der Generierung ergeben. Da das Modell nur selten alle Informationen – inklusive der Geschäftslogik – zur Generierung einer Anwendung enthält, muss der Quellcode des Generators (generierter Code) um den Quellcode des Entwicklers (manueller Code) ergänzt werden. Hier haben sich zwei Lösungsmöglichkeiten durchgesetzt: Vererbung und geschützte Bereiche [2]. Schwörer/Pfeilsticker beschreiben in ihrem Artikel „Das Modell wird zum Hauptdarsteller“ ([3], Lesetipp), wie die Generierung von EJBs mithilfe der Vererbungsstrategie realisiert werden kann. Diese Strategie bringt für den Entwickler und für die Datenstruktur der Software einige Nachteile mit sich, die sich durch den Einsatz von geschützten Bereichen vermeiden lassen. Um dies zu erläutern, werden zunächst die Sichtweisen des Entwicklers und des Architekten auf das Modell beschrieben sowie die Möglichkeiten zur Definition von Metadaten im Quellcode und im Modell vorgestellt. Nach einem Vergleich der beiden Strategien für den Umgang mit manuellem und generiertem Code beschreibt der Artikel am Beispiel der EJBs, wie entwicklungsfreundlicher Quellcode generiert wird, ohne dass der Einsatz der MDSD die Softwarearchitektur beeinflusst.

Lesetipp In der Ausgabe 3.2012 des Java Magazins beschreiben Christian Schwörer und Konrad Pfeilsticker die modellgetriebene Softwareentwicklung in Kombination mit der Komponentenarchitektur der Enterprise JavaBeans.

Modellgetriebene SoftwareentwicklungBei der MDSD nimmt das Modell eine zentrale Rolle ein. Ein Modell ist eine abstrakte Beschreibung der Realität, wobei sich die Grenzen des Modells aus den Grenzen des zu entwickelnden Systems ergeben. Zur Beschreibung eines Modells wird zwischen textuellen...

MDSD ohne Einfluss auf die fachliche Architektur

Der Entwickler gibt den Ton an

André Pflüger


MDSD erfreut sich gerade bei Architekten und Entwicklern zunehmender Beliebtheit, was sich nicht nur anhand des vermehrten Einsatzes, sondern auch anhand der Bereitschaft, es in Folgeprojekten zu nutzen, widerspiegelt [1]. Das Modell wird nicht nur zu Dokumentationszwecken verwendet. Vielmehr werden die modellierten Informationen zur Generierung von Quellcode und anderen Artefakten (z. B. Schnittstellenbeschreibungen) genutzt. In diesem Artikel liegt der Fokus auf der Generierung von Quellcode. Die verschiedenen, zum Teil auch frei verfügbaren Generatoren unterscheiden sich nicht nur in den Generierungsmöglichkeiten – d. h. aus welchen Modellelementen Quellcode erzeugt werden kann – sondern auch hinsichtlich der Lösungsstrategien für Schwierigkeiten, die sich aus der Generierung ergeben. Da das Modell nur selten alle Informationen – inklusive der Geschäftslogik – zur Generierung einer Anwendung enthält, muss der Quellcode des Generators (generierter Code) um den Quellcode des Entwicklers (manueller Code) ergänzt werden. Hier haben sich zwei Lösungsmöglichkeiten durchgesetzt: Vererbung und geschützte Bereiche [2]. Schwörer/Pfeilsticker beschreiben in ihrem Artikel „Das Modell wird zum Hauptdarsteller“ ([3], Lesetipp), wie die Generierung von EJBs mithilfe der Vererbungsstrategie realisiert werden kann. Diese Strategie bringt für den Entwickler und für die Datenstruktur der Software einige Nachteile mit sich, die sich durch den Einsatz von geschützten Bereichen vermeiden lassen. Um dies zu erläutern, werden zunächst die Sichtweisen des Entwicklers und des Architekten auf das Modell beschrieben sowie die Möglichkeiten zur Definition von Metadaten im Quellcode und im Modell vorgestellt. Nach einem Vergleich der beiden Strategien für den Umgang mit manuellem und generiertem Code beschreibt der Artikel am Beispiel der EJBs, wie entwicklungsfreundlicher Quellcode generiert wird, ohne dass der Einsatz der MDSD die Softwarearchitektur beeinflusst.

Lesetipp In der Ausgabe 3.2012 des Java Magazins beschreiben Christian Schwörer und Konrad Pfeilsticker die modellgetriebene Softwareentwicklung in Kombination mit der Komponentenarchitektur der Enterprise JavaBeans.

Modellgetriebene SoftwareentwicklungBei der MDSD nimmt das Modell eine zentrale Rolle ein. Ein Modell ist eine abstrakte Beschreibung der Realität, wobei sich die Grenzen des Modells aus den Grenzen des zu entwickelnden Systems ergeben. Zur Beschreibung eines Modells wird zwischen textuellen...

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