Kolumne: EnterpriseTales

E. T. on Tour: JavaOne 2012

Lars Röwekamp


Eines gleich vorweg: Die Zeiten der sensationellen Enthüllungen sind dank JCP und JSRs vorbei – und das ist auch gut so. Allerdings gibt es jedes Jahr auf der Java­One Highlights, die man so im Vorfeld nicht erwartet hätte. So natürlich auch dieses Jahr. Wollte man die diesjährigen Topthemen in einem Satz zusammenfassen, würde dieser wohl in etwa wie folgt lauten: Embedded JavaFX for the Enterprise. OK, das ist jetzt wahrscheinlich ein wenig zu stark verdichtet, steht aber dennoch stellvertretend für die Top 3 der diesjährigen JavaOne: JavaFX, Embedded und Enterprise Java. Der „UI Battle“JavaFX ist derzeit in der Version 2.2 für Windows, Linux und Mac OS X verfügbar. Anders als in den vorherigen Versionen gibt es kaum noch plattformspezifische Restriktionen. Die APIs haben viel von anderen UI-Technologien gelernt – unter anderem auch von HTML5. So weit, so gut. Aber wie sieht es mit der „Real World“-Tauglichkeit aus? Und brauchen wir überhaupt eine weitere Visualisierungstechnologie? Das API macht mittlerweile einen recht runden Eindruck. Natürlich fehlt es nach wie vor an einigen Ecken und Enden. Da JavaFX aber – ähnlich JSF – per Definition die Entwicklung eigener Komponenten propagiert und entsprechende Erweiterungspunkte bietet, ist dies nicht wirklich ein Problem. Interessant sind vor allem andere Aspekte, wie zum Beispiel das Tooling, Debugging und die Performance. Gerade im Bereich der Tools hat sich in den letzten zwölf Monaten einiges getan. Dass NetBeans 7.2 JavaFX unterstützt, versteht sich von selbst. Mit e(fx)clipse [1] gibt es mittlerweile auch ein sehr gutes Eclipse-Toolset. Und auch IntelliJ-IDEA-Fans müssen nicht zwangsläufig auf ihre Lieblings-IDE verzichten. Alle IDEs unterstützen klassische Features wie Code-Completion, Syntax-Highlighting oder Debugging. Möchte man ein UI deklarativ auf FXML-Basis erzeugen, greift man am besten direkt zu dem dafür angedachten Tool Scene Builder [2], das übrigens selbst in JavaFX implementiert wurde. Scene Builder ist ein visueller Editor für JavaFX UIs, der im Hintergrund FXML-Dateien – JavaFX-XML-UI-Deklarationen – erzeugt. In der aktuellen Version 1.1 Developer Preview ist das Tool bereits ganz brauchbar und somit durchaus eine Hilfe bei der Gestaltung von UIs. Im Vergleich zu anderen UI Design Tools – zum Beispiel aus dem Hause Apple – besteht allerdings noch beträchtliches Optimierungspotenzial. Insbesondere sollte es möglich sein, Übergänge – JavaFX-Transitionen – zwischen den einzelnen UIs zu ...

Kolumne: EnterpriseTales

E. T. on Tour: JavaOne 2012

Lars Röwekamp


Eines gleich vorweg: Die Zeiten der sensationellen Enthüllungen sind dank JCP und JSRs vorbei – und das ist auch gut so. Allerdings gibt es jedes Jahr auf der Java­One Highlights, die man so im Vorfeld nicht erwartet hätte. So natürlich auch dieses Jahr. Wollte man die diesjährigen Topthemen in einem Satz zusammenfassen, würde dieser wohl in etwa wie folgt lauten: Embedded JavaFX for the Enterprise. OK, das ist jetzt wahrscheinlich ein wenig zu stark verdichtet, steht aber dennoch stellvertretend für die Top 3 der diesjährigen JavaOne: JavaFX, Embedded und Enterprise Java. Der „UI Battle“JavaFX ist derzeit in der Version 2.2 für Windows, Linux und Mac OS X verfügbar. Anders als in den vorherigen Versionen gibt es kaum noch plattformspezifische Restriktionen. Die APIs haben viel von anderen UI-Technologien gelernt – unter anderem auch von HTML5. So weit, so gut. Aber wie sieht es mit der „Real World“-Tauglichkeit aus? Und brauchen wir überhaupt eine weitere Visualisierungstechnologie? Das API macht mittlerweile einen recht runden Eindruck. Natürlich fehlt es nach wie vor an einigen Ecken und Enden. Da JavaFX aber – ähnlich JSF – per Definition die Entwicklung eigener Komponenten propagiert und entsprechende Erweiterungspunkte bietet, ist dies nicht wirklich ein Problem. Interessant sind vor allem andere Aspekte, wie zum Beispiel das Tooling, Debugging und die Performance. Gerade im Bereich der Tools hat sich in den letzten zwölf Monaten einiges getan. Dass NetBeans 7.2 JavaFX unterstützt, versteht sich von selbst. Mit e(fx)clipse [1] gibt es mittlerweile auch ein sehr gutes Eclipse-Toolset. Und auch IntelliJ-IDEA-Fans müssen nicht zwangsläufig auf ihre Lieblings-IDE verzichten. Alle IDEs unterstützen klassische Features wie Code-Completion, Syntax-Highlighting oder Debugging. Möchte man ein UI deklarativ auf FXML-Basis erzeugen, greift man am besten direkt zu dem dafür angedachten Tool Scene Builder [2], das übrigens selbst in JavaFX implementiert wurde. Scene Builder ist ein visueller Editor für JavaFX UIs, der im Hintergrund FXML-Dateien – JavaFX-XML-UI-Deklarationen – erzeugt. In der aktuellen Version 1.1 Developer Preview ist das Tool bereits ganz brauchbar und somit durchaus eine Hilfe bei der Gestaltung von UIs. Im Vergleich zu anderen UI Design Tools – zum Beispiel aus dem Hause Apple – besteht allerdings noch beträchtliches Optimierungspotenzial. Insbesondere sollte es möglich sein, Übergänge – JavaFX-Transitionen – zwischen den einzelnen UIs zu ...

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