Kolumne: EnterpriseTales

E. T. on Tour: JavaOne 2012


Einmal im Jahr trifft sich die weltweite Java-Community in San Francisco, um die neuesten Entwicklungen rund um das Ökosystem Java zu diskutieren. In der Woche vom 30. September bis zum 4. Oktober war es wieder einmal soweit. Wie immer mit dabei: „E. T. on Tour“.

Eines gleich vorweg: Die Zeiten der sensationellen Enthüllungen sind dank JCP und JSRs vorbei – und das ist auch gut so. Allerdings gibt es jedes Jahr auf der Java­One Highlights, die man so im Vorfeld nicht erwartet hätte. So natürlich auch dieses Jahr.

Wollte man die diesjährigen Topthemen in einem Satz zusammenfassen, würde dieser wohl in etwa wie folgt lauten: Embedded JavaFX for the Enterprise. OK, das ist jetzt wahrscheinlich ein wenig zu stark verdichtet, steht aber dennoch stellvertretend für die Top 3 der diesjährigen JavaOne: JavaFX, Embedded und Enterprise Java.

Der „UI Battle“

Oracle bzw. Java scheint in diesem Jahr das UI wiederentdeckt zu haben. Und das nicht nur im Web, sondern auch auf dem Desktop und ganz besonders auf dem Mobile. Die neue Wunderwaffe im Kampf gegen schlechte UIs bzw. UX heißt – genau wie in den letzten Jahren auch – JavaFX. Allerdings scheint sich in den letzten zwölf Monaten wirklich eine ganze Menge getan zu haben. Zum Einen ist die Sprache JavaFX deutlich gereift, zum Anderen gibt es mittlerweile aber auch ein umfangreiches Toolset, das ausreichende Qualität für die Entwicklung größerer Projekte mit sich bringt. Aber immer der Reihe nach ...

JavaFX ist derzeit in der Version 2.2 für Windows, Linux und Mac OS X verfügbar. Anders als in den vorherigen Versionen gibt es kaum noch plattformspezifische Restriktionen. Die APIs haben viel von anderen UI-Technologien gelernt – unter anderem auch von HTML5. So weit, so gut. Aber wie sieht es mit der „Real World“-Tauglichkeit aus? Und brauchen wir überhaupt eine weitere Visualisierungstechnologie?

Das API macht mittlerweile einen recht runden Eindruck. Natürlich fehlt es nach wie vor an einigen Ecken und Enden. Da JavaFX aber – ähnlich JSF – per Definition die Entwicklung eigener Komponenten propagiert und entsprechende Erweiterungspunkte bietet, ist dies nicht wirklich ein Problem. Interessant sind vor allem andere Aspekte, wie zum Beispiel das Tooling, Debugging und die Performance. Gerade im Bereich der Tools hat sich in den letzten zwölf Monaten einiges getan. Dass NetBeans 7.2 JavaFX unterstützt, versteht sich von selbst. Mit e(fx)clipse [1] gibt es mittlerweile auch ein sehr gutes Eclipse-Toolset. Und auch In...

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