Die Zukunft von Webapplikationen im Browser - und Spring

Frühling für den Browser

Agim Emruli, Stefan Niederhauser


Moderne Architektur mit Spring und JavaScript

HTML und die dazu gehörenden Browser wurden ursprünglich zur Anzeige von statischen Dokumenten konzipiert. Doch die große Installationsbasis und Verfügbarkeit der Browser führte zur Umsetzung von (Geschäfts-)Anwendungen auf Basis von HTML. Die Anforderungen der Anwendungen überstiegen dabei die bescheidenen Funktionalitäten des Browsers. Es bestand daher die Möglichkeit, diese Funktionalität auf dem Server auszuführen oder aber auf eine Plug-in-basierte Technologie wie Adobe Flash oder Microsoft Silverlight zu setzen. Letztere hatten jedoch aufgrund der zusätzlichen Installation von Drittsoftware Schwierigkeiten, sich im Enterprise-Umfeld durchzusetzen. Beginnend mit dem Apache-Struts-Framework ist ein großer Markt an Frameworks entstanden, die sämtliche Aufgaben wie Templating, Validierung, Formatierung und Datenaufbereitung für den Browser auf dem Server übernehmen. Auf der Clientseite sind ebenfalls JavaScript-Frameworks, allen voran jQuery, entstanden, um den Browser um neue Funktionalitäten zu erweitern.

Mit HTML5, das eine Sammlung von Standards darstellt, sollen elementare Funktionalitäten, die vormals auf dem Server oder über JavaScript auf dem Client umgesetzt wurden, standardisiert werden. Die Standardsammlung reicht dabei von neuen Elementen zur Strukturierung von Seiteninhalten über Datentypen für Eingabefelder bis hin zur grafischen Aufbereitung von Daten auf dem Browserclient. Dadurch sollen die Anwendungen eine bessere Benutzung erlauben, da man nicht für kleinste Aufgaben eine Serveranfrage benötigt, und auch dem Browser auf Basis neuer Metadaten erlaubt, die Anzeige und Eingabe mit eigenen Inhalten zu optimieren.

Validierung

Bisher mussten sämtliche Eingaben auf dem Server oder über eigene JavaScript-Funktionen validiert werden. Der Browser kannte in den älteren Standards lediglich Text­eingabefelder. Mit dem HTML5-Standard [1] werden dem Browser gängige Datentypen wie z. B. Datum, E-Mail, Ganzzahl beigebracht. Dadurch kann er Eingabehilfen in Form von Widgets darstellen und auch die Validierung bereits bei der Eingabe durchführen. Für Java-Webanwendungen bedeutet dies, dass die zusätzlichen Metadaten dem Browser übermittelt werden müssen, damit die Validierung ergänzend zur serverseitigen Validierung erfolgen kann. Mit Spring MVC werden Eingabefelder über eine Tag Library definiert, die bei der Ausführung auf dem Server HTML-Code erzeugen. Mithilfe der Tag Library können die Typinformat...

Die Zukunft von Webapplikationen im Browser - und Spring

Frühling für den Browser

Agim Emruli, Stefan Niederhauser


Moderne Architektur mit Spring und JavaScript

HTML und die dazu gehörenden Browser wurden ursprünglich zur Anzeige von statischen Dokumenten konzipiert. Doch die große Installationsbasis und Verfügbarkeit der Browser führte zur Umsetzung von (Geschäfts-)Anwendungen auf Basis von HTML. Die Anforderungen der Anwendungen überstiegen dabei die bescheidenen Funktionalitäten des Browsers. Es bestand daher die Möglichkeit, diese Funktionalität auf dem Server auszuführen oder aber auf eine Plug-in-basierte Technologie wie Adobe Flash oder Microsoft Silverlight zu setzen. Letztere hatten jedoch aufgrund der zusätzlichen Installation von Drittsoftware Schwierigkeiten, sich im Enterprise-Umfeld durchzusetzen. Beginnend mit dem Apache-Struts-Framework ist ein großer Markt an Frameworks entstanden, die sämtliche Aufgaben wie Templating, Validierung, Formatierung und Datenaufbereitung für den Browser auf dem Server übernehmen. Auf der Clientseite sind ebenfalls JavaScript-Frameworks, allen voran jQuery, entstanden, um den Browser um neue Funktionalitäten zu erweitern.

Mit HTML5, das eine Sammlung von Standards darstellt, sollen elementare Funktionalitäten, die vormals auf dem Server oder über JavaScript auf dem Client umgesetzt wurden, standardisiert werden. Die Standardsammlung reicht dabei von neuen Elementen zur Strukturierung von Seiteninhalten über Datentypen für Eingabefelder bis hin zur grafischen Aufbereitung von Daten auf dem Browserclient. Dadurch sollen die Anwendungen eine bessere Benutzung erlauben, da man nicht für kleinste Aufgaben eine Serveranfrage benötigt, und auch dem Browser auf Basis neuer Metadaten erlaubt, die Anzeige und Eingabe mit eigenen Inhalten zu optimieren.

Validierung

Bisher mussten sämtliche Eingaben auf dem Server oder über eigene JavaScript-Funktionen validiert werden. Der Browser kannte in den älteren Standards lediglich Text­eingabefelder. Mit dem HTML5-Standard [1] werden dem Browser gängige Datentypen wie z. B. Datum, E-Mail, Ganzzahl beigebracht. Dadurch kann er Eingabehilfen in Form von Widgets darstellen und auch die Validierung bereits bei der Eingabe durchführen. Für Java-Webanwendungen bedeutet dies, dass die zusätzlichen Metadaten dem Browser übermittelt werden müssen, damit die Validierung ergänzend zur serverseitigen Validierung erfolgen kann. Mit Spring MVC werden Eingabefelder über eine Tag Library definiert, die bei der Ausführung auf dem Server HTML-Code erzeugen. Mithilfe der Tag Library können die Typinformat...

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