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Function-Point-Analyse


Produktivität ist der Quotient von Ergebnis zu Aufwand. Die Function-Point-Analyse (FPA) hilft bei der Bestimmung des Ergebnisses. Function Points dienen der Zählung des Funktionsumfangs. Ist dieser einmal bestimmt und liegen die benötigten Zeiten vor, so lässt sich die Geschwindigkeit z. B. in FP/PT (Function Points/Personenmonate) bestimmen. Damit sind dann wiederum Planungen möglich, indem nämlich für neue Projekte die FPs durch die Geschwindigkeit dividiert und so die PT des neuen Projekts bestimmt werden. Doch so einfach ist es nicht. Zwar widmet der Autor der Aufwandsschätzung ein eigenes Kapitel, doch warnt er davor, blauäugig den Entwicklungsaufwand mit einer derart einfachen Formel zu berechnen. Schließlich ist die Geschwindigkeit von vielen Aspekten wie Umfang des Projekts, Programmiersprache, Erfahrung der Teammitglieder und zahlreichen mehr abhängig. In diesem Zusammenhang zeigt der Autor auf, wie mittels FPA und des öffentlich verfügbaren Constructive Cost Models (COCOMO) eine näherungsweise Berechnung durchgeführt werden kann.

Das Buch stellt viele Grundlagen sowie das Regelwerk vor. Welche Funktionen sind zu bewerten und wie geschieht dies? Bei der FPA geht es um fachliche Funktionalität, nicht darum, wie dies technisch umgesetzt wird. Anhand diverser Beispiele erfährt der Leser dann recht praktisch, wie bei bestehenden Systemen, aber auch bei neuen Projekten, gezählt wird. Mit seinen Tipps für die Zählpraxis zeigt der Autor auch diverse Standardsituationen auf, die in die Zählung eingehen. In diesem Zusammenhang führt er auch das Rapid-Näherungsverfahren ein. Wie aber wird die FPA durchgeführt? Hier kann der FPA-Experte sowohl auf Softwareartefakte, so sie denn vorliegen, als auch auf Interviews mit fachlich versierten Anwendern zurückgreifen. Nachdem alles Wichtige gesagt wurde, geht es an die oben erwähnte Aufwandsschätzung. Abgerundet wird das Buch noch durch einen kurzen Exkurs zu Zählvarianten wie Use Case Points oder Story Points.

Wer sowohl „Produktive Softwareentwicklung“ als auch das vorliegende Buch liest, wird ein paar Überschneidungen und Wiederholungen finden. Dies lässt sich nicht vermeiden, soll jedes doch auch jeweils für sich stehen. „Function-Point-Analyse“ lässt sich angenehm lesen. Als Zielgruppe werden Controller, IT-Führungskräfte, Wirtschaftsinformatiker und Studierende aller IT-Fachrichtungen genannt. Nicht als Zielpublikum aufgeführt werden gestandene Entwickler. Aber auch für sie ist das vorliegende Buch eine Ber...

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