Groovy, Grails und eine Twitter-Anwendung

Grooviges Gezwitscher

Stefan Glase, Christian Metzler Metzler


Basierend auf der dynamischen Programmiersprache Groovy lassen sich mit Grails Anwendungen entwickeln, die von einer extrem ausdrucksstarken und auch für Java-Entwickler nach kurzer Einarbeitungszeit beherrschbaren Sprache profitieren. Durch die nahtlose Integration von Groovy in das Java-Ökosystem kann man auf bestehende Klassen und Bibliotheken zurückgreifen. Das macht den Umstieg besonders dann interessant, wenn man Investitionen in die Java-Plattform nicht so einfach über Bord werfen kann oder möchte. In diesem Artikel zeigen wir anhand einer kleinen Applikation die Vorzüge von Groovy und Grails. Als Beispiel haben wir uns das Web-2.0-Phänomen Twitter zum Vorbild genommen und werden nun den Grundstein legen, um in unserer Anwendung ein wenig zu „zwitschern“.

Entwicklungsumgebung

Grundvoraussetzung für die Entwicklung mit Grails ist ein installiertes Java JDK 1.6 oder höher, das über die Variable JAVA_HOME bekannt gemacht wurde und den PATH um den eigenen bin-Ordner erweitert. Nach dem Herunterladen und Entpacken der aktuellen Grails-Distribution (derzeit 2.0.x) von der offiziellen Grails-Webseite www.grails.org muss die Umgebungsvariable GRAILS_HOME gesetzt und auch hier der PATH um den bin-Ordner erweitert werden. Im Anschluss kann auf einer Konsole mit dem Befehl grails –version die korrekte Installation überprüft werden. Als Entwicklungsumgebung stehen je nach eigener Präferenz diverse Werkzeuge zur Verfügung, die bei der Entwicklung einer Grails-Anwendung unterstützen. Die beiden wohl am weitesten verbreiteten Entwicklungsumgebungen für Grails sind die kostenlos verfügbare SpringSource Tool Suite und das kommerzielle IntelliJ IDEA in der Ultimate Edition.

Applikation erstellen

Grails bietet für die Erzeugung einer neuen Applikation und aller dafür erforderlichen Artefakte einen einfachen Konsolenbefehl an. Mit dem Kommando grails create-app gezwitscher erzeugen wir eine neue Applikation mit dem Namen „gezwitscher“ in dem Verzeichnis, in dem wir das Kommando aufgerufen haben. Inspiriert von Ruby on Rails, legt auch Grails viel Wert auf die Berücksichtigung der Paradigmen „Convention over Configuration“ und „Don’t repeat yourself“. So gibt Grails bereits in der Verzeichnisstruktur einen einheitlichen Rahmen vor, der es Entwicklern einfach macht, sich in andere Grails-Projekte einzuarbeiten.

Abb. 1: Verzeichnisstruktur eines Projekts

Eine Grails-Applikation besteht aus so genannten Grails-Artefakten, die je nach Typ in einem eigens dafür vorgesehenen Pfa...

Groovy, Grails und eine Twitter-Anwendung

Grooviges Gezwitscher

Stefan Glase, Christian Metzler Metzler


Basierend auf der dynamischen Programmiersprache Groovy lassen sich mit Grails Anwendungen entwickeln, die von einer extrem ausdrucksstarken und auch für Java-Entwickler nach kurzer Einarbeitungszeit beherrschbaren Sprache profitieren. Durch die nahtlose Integration von Groovy in das Java-Ökosystem kann man auf bestehende Klassen und Bibliotheken zurückgreifen. Das macht den Umstieg besonders dann interessant, wenn man Investitionen in die Java-Plattform nicht so einfach über Bord werfen kann oder möchte. In diesem Artikel zeigen wir anhand einer kleinen Applikation die Vorzüge von Groovy und Grails. Als Beispiel haben wir uns das Web-2.0-Phänomen Twitter zum Vorbild genommen und werden nun den Grundstein legen, um in unserer Anwendung ein wenig zu „zwitschern“.

Entwicklungsumgebung

Grundvoraussetzung für die Entwicklung mit Grails ist ein installiertes Java JDK 1.6 oder höher, das über die Variable JAVA_HOME bekannt gemacht wurde und den PATH um den eigenen bin-Ordner erweitert. Nach dem Herunterladen und Entpacken der aktuellen Grails-Distribution (derzeit 2.0.x) von der offiziellen Grails-Webseite www.grails.org muss die Umgebungsvariable GRAILS_HOME gesetzt und auch hier der PATH um den bin-Ordner erweitert werden. Im Anschluss kann auf einer Konsole mit dem Befehl grails –version die korrekte Installation überprüft werden. Als Entwicklungsumgebung stehen je nach eigener Präferenz diverse Werkzeuge zur Verfügung, die bei der Entwicklung einer Grails-Anwendung unterstützen. Die beiden wohl am weitesten verbreiteten Entwicklungsumgebungen für Grails sind die kostenlos verfügbare SpringSource Tool Suite und das kommerzielle IntelliJ IDEA in der Ultimate Edition.

Applikation erstellen

Grails bietet für die Erzeugung einer neuen Applikation und aller dafür erforderlichen Artefakte einen einfachen Konsolenbefehl an. Mit dem Kommando grails create-app gezwitscher erzeugen wir eine neue Applikation mit dem Namen „gezwitscher“ in dem Verzeichnis, in dem wir das Kommando aufgerufen haben. Inspiriert von Ruby on Rails, legt auch Grails viel Wert auf die Berücksichtigung der Paradigmen „Convention over Configuration“ und „Don’t repeat yourself“. So gibt Grails bereits in der Verzeichnisstruktur einen einheitlichen Rahmen vor, der es Entwicklern einfach macht, sich in andere Grails-Projekte einzuarbeiten.

Abb. 1: Verzeichnisstruktur eines Projekts

Eine Grails-Applikation besteht aus so genannten Grails-Artefakten, die je nach Typ in einem eigens dafür vorgesehenen Pfa...

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