JavaScript in professionellen Softwareprojekten: ein Erfahrungsbericht

Let’s REST

Nico Rehwaldt, Nils Preusker, Andreas Drobisch


Wir kennen die Fakten: Der Smartphone-Markt wächst, immer mehr Anwender verwenden primär Tablets statt Laptops, und wir können in den kommenden Jahren mit einem enormen Zuwachs beim Marktanteil von mobilen Endgeräten rechnen. Seitdem Mark Weiser in den frühen 90ern den Begriff „Ubiquitous Computing“ prägte und als Chief Scientist bei Xerox PARC die ersten Tablets erprobte, sind diese mittlerweile wirklich „ubiquitous“ – also allgegenwärtig – geworden. Und laut einer Studie von Cisco [1] wird der mobile Datenverkehr bis zum Jahr 2016 um das 18-fache steigen. Wir stehen also noch am Anfang eines Trends, den wir als Anbieter oder Entwickler von Webanwendungen nicht außer Acht lassen sollten.

Für uns als Java-Entwickler bedeutet das einerseits, dass immer mehr Arbeitgeber bzw. Kunden nach Anwendungen fragen werden, die auch auf mobilen Endgeräten bedienbar sind. Andererseits gewöhnen sich mehr und mehr Benutzer an den Bedienkomfort mobiler Apps und erwarten diesen künftig auch von geschäftlichen Webapplikationen, Firmenportalen und anderen typischen Einsatzgebieten von Java. Der User fordert, mit einem Wort, Usability.

Eine neue Webanwendungsarchitektur

Soviel zum Kontext, aber was bedeutet das technisch? Mittlerweile hat sich in der mobilen Welt und auch bei Desktopbrowsern HTML5 als Standard etabliert. Übrigens: HTML5 = HTML + JavaScript + CSS3. Struktur und Layout werden also mit HTML und CSS3 beschrieben, während wir das Verhalten mit JavaScript programmieren. Insofern hat sich mit HTML5 eigentlich nicht viel geändert, man versucht nur die Standards, die sich ohnehin mittlerweile etabliert haben, festzuschreiben und zu formalisieren.

Während im Frontend JavaScript dominiert, wird das Backend über REST (Representational State Transfer) angebunden, eine Technologie, die ja auch in der Java-Welt verbreitet und durch JAX-RS (Java API for RESTful Web Services) standardisiert ist. Um das Frontend wirklich im Griff zu haben und gleichzeitig leichtgewichtig zu bleiben, geht der Trend dahin, statt JavaScript zu generieren (wie bei JSF, GWT und Co.), die GUI-Logik in JavaScript selbst zu schreiben. Wer aber schon einmal mehr als 20 Zeilen JavaScript geschrieben hat, der weiß, dass die Codestruktur schnell zur Herausforderung wird. Abhilfe schafft da eine sich momentan herausbildende Kategorie von JavaScript-Frameworks, die häufig als Data-Binding- oder MVC-(Model-View-Controller-)Frameworks bezeichnet werden. Diese vereinfachen insbesondere die Erstellung so genannte...

JavaScript in professionellen Softwareprojekten: ein Erfahrungsbericht

Let’s REST

Nico Rehwaldt, Nils Preusker, Andreas Drobisch


Wir kennen die Fakten: Der Smartphone-Markt wächst, immer mehr Anwender verwenden primär Tablets statt Laptops, und wir können in den kommenden Jahren mit einem enormen Zuwachs beim Marktanteil von mobilen Endgeräten rechnen. Seitdem Mark Weiser in den frühen 90ern den Begriff „Ubiquitous Computing“ prägte und als Chief Scientist bei Xerox PARC die ersten Tablets erprobte, sind diese mittlerweile wirklich „ubiquitous“ – also allgegenwärtig – geworden. Und laut einer Studie von Cisco [1] wird der mobile Datenverkehr bis zum Jahr 2016 um das 18-fache steigen. Wir stehen also noch am Anfang eines Trends, den wir als Anbieter oder Entwickler von Webanwendungen nicht außer Acht lassen sollten.

Für uns als Java-Entwickler bedeutet das einerseits, dass immer mehr Arbeitgeber bzw. Kunden nach Anwendungen fragen werden, die auch auf mobilen Endgeräten bedienbar sind. Andererseits gewöhnen sich mehr und mehr Benutzer an den Bedienkomfort mobiler Apps und erwarten diesen künftig auch von geschäftlichen Webapplikationen, Firmenportalen und anderen typischen Einsatzgebieten von Java. Der User fordert, mit einem Wort, Usability.

Eine neue Webanwendungsarchitektur

Soviel zum Kontext, aber was bedeutet das technisch? Mittlerweile hat sich in der mobilen Welt und auch bei Desktopbrowsern HTML5 als Standard etabliert. Übrigens: HTML5 = HTML + JavaScript + CSS3. Struktur und Layout werden also mit HTML und CSS3 beschrieben, während wir das Verhalten mit JavaScript programmieren. Insofern hat sich mit HTML5 eigentlich nicht viel geändert, man versucht nur die Standards, die sich ohnehin mittlerweile etabliert haben, festzuschreiben und zu formalisieren.

Während im Frontend JavaScript dominiert, wird das Backend über REST (Representational State Transfer) angebunden, eine Technologie, die ja auch in der Java-Welt verbreitet und durch JAX-RS (Java API for RESTful Web Services) standardisiert ist. Um das Frontend wirklich im Griff zu haben und gleichzeitig leichtgewichtig zu bleiben, geht der Trend dahin, statt JavaScript zu generieren (wie bei JSF, GWT und Co.), die GUI-Logik in JavaScript selbst zu schreiben. Wer aber schon einmal mehr als 20 Zeilen JavaScript geschrieben hat, der weiß, dass die Codestruktur schnell zur Herausforderung wird. Abhilfe schafft da eine sich momentan herausbildende Kategorie von JavaScript-Frameworks, die häufig als Data-Binding- oder MVC-(Model-View-Controller-)Frameworks bezeichnet werden. Diese vereinfachen insbesondere die Erstellung so genannte...

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