Open-Source-PaaS mit Java-EE-6-Unterstützung

Red Hat OpenShift

Bernhard Löwenstein


Im vierten Teil der PaaS-Reihe geht es um OpenShift. Red Hats Schlachtschiff in Sachen Cloud Computing wurde im Mai 2011 der Öffentlichkeit vorgestellt und war die erste PaaS-Lösung, die Java EE 6 unterstützte. Es stellte damals das noch fehlende Glied in der Kette dar und galt als der erste Brückenbauer zwischen den Welten Java Enterprise und Cloud [1]. Verfolgte der Open-Source-Software-Distributor anfangs noch die Strategie, lediglich eine in der Wolke ablaufende Laufzeitumgebung für Applikationen in verschiedenen Varianten bereitzustellen, so hat sich diese in den letzten Monaten geändert. Mittlerweile bietet OpenShift seinen Nutzern verschiedene Dienste zum Erstellen, Ausliefern, Betreiben und Verwalten von Cloud-Applikationen. Es unterstützt den Entwickler somit während des gesamten Lebenszyklus der Anwendungsentwicklung [2]. Weiterhin wurde das Konzept der unterschiedlichen Programmvarianten (Express, Flex, Power) fallengelassen und daraus lediglich verschiedene Sichten, allerdings immer auf das gleiche System gemacht [3]. Nach wie vor ist vieles in Bewegung – laufend kommen neue Sprachen, Technologien, Systeme und Frameworks dazu. Der Schwerpunkt unserer folgenden Betrachtungen liegt auf Java.

Überblick

OpenShift an sich ist ein PaaS-Produkt, das als Public Cloud nutzbar ist. Aktuell ist nur eine Developer Preview verfügbar, jedoch plant Red Hat neben einer kostenlosen Version namens FreeShift auch eine bezahlpflichtige Variante namens MegaShift auf den Markt zu bringen [4]. Bei letzterer werden auch professioneller Support und mehr Möglichkeiten zur Systemerweiterung geboten. So ist bei FreeShift die Zahl der nutzbaren Gears auf drei beschränkt, während bei MegaShift bis zu sechzehn Gears genutzt werden können. Unter einem Gear versteht Red Hat einen Container, in dem ein oder mehrere benutzerdefinierte Software-Stacks ablaufen. Welche Systeme konkret darin bereitgestellt werden, wird durch die Auswahl der Laufzeitumgebung sowie der so genannten Cartridges bestimmt. Ein Gear weist eine bestimmte Größe an Arbeits- und Festplattenspeicher auf und stellt im Grunde die Einheit zur Skalierung dar. Benötigt jemand mehr Ressourcen, so kann er mehrere Gears nutzen. Die gewünschte Skalierungsstrategie soll sich zukünftig auf Knopfdruck einstellen lassen.

Im April 2012 wurde die Codebasis unter dem Namen OpenShift Origin öffentlich gemacht [5]. Durch diesen Schritt hofft Red Hat die weltweite Java-Community zur Mitarbeit und Weiterentwicklung an ihrem Proje...

Open-Source-PaaS mit Java-EE-6-Unterstützung

Red Hat OpenShift

Bernhard Löwenstein


Im vierten Teil der PaaS-Reihe geht es um OpenShift. Red Hats Schlachtschiff in Sachen Cloud Computing wurde im Mai 2011 der Öffentlichkeit vorgestellt und war die erste PaaS-Lösung, die Java EE 6 unterstützte. Es stellte damals das noch fehlende Glied in der Kette dar und galt als der erste Brückenbauer zwischen den Welten Java Enterprise und Cloud [1]. Verfolgte der Open-Source-Software-Distributor anfangs noch die Strategie, lediglich eine in der Wolke ablaufende Laufzeitumgebung für Applikationen in verschiedenen Varianten bereitzustellen, so hat sich diese in den letzten Monaten geändert. Mittlerweile bietet OpenShift seinen Nutzern verschiedene Dienste zum Erstellen, Ausliefern, Betreiben und Verwalten von Cloud-Applikationen. Es unterstützt den Entwickler somit während des gesamten Lebenszyklus der Anwendungsentwicklung [2]. Weiterhin wurde das Konzept der unterschiedlichen Programmvarianten (Express, Flex, Power) fallengelassen und daraus lediglich verschiedene Sichten, allerdings immer auf das gleiche System gemacht [3]. Nach wie vor ist vieles in Bewegung – laufend kommen neue Sprachen, Technologien, Systeme und Frameworks dazu. Der Schwerpunkt unserer folgenden Betrachtungen liegt auf Java.

Überblick

OpenShift an sich ist ein PaaS-Produkt, das als Public Cloud nutzbar ist. Aktuell ist nur eine Developer Preview verfügbar, jedoch plant Red Hat neben einer kostenlosen Version namens FreeShift auch eine bezahlpflichtige Variante namens MegaShift auf den Markt zu bringen [4]. Bei letzterer werden auch professioneller Support und mehr Möglichkeiten zur Systemerweiterung geboten. So ist bei FreeShift die Zahl der nutzbaren Gears auf drei beschränkt, während bei MegaShift bis zu sechzehn Gears genutzt werden können. Unter einem Gear versteht Red Hat einen Container, in dem ein oder mehrere benutzerdefinierte Software-Stacks ablaufen. Welche Systeme konkret darin bereitgestellt werden, wird durch die Auswahl der Laufzeitumgebung sowie der so genannten Cartridges bestimmt. Ein Gear weist eine bestimmte Größe an Arbeits- und Festplattenspeicher auf und stellt im Grunde die Einheit zur Skalierung dar. Benötigt jemand mehr Ressourcen, so kann er mehrere Gears nutzen. Die gewünschte Skalierungsstrategie soll sich zukünftig auf Knopfdruck einstellen lassen.

Im April 2012 wurde die Codebasis unter dem Namen OpenShift Origin öffentlich gemacht [5]. Durch diesen Schritt hofft Red Hat die weltweite Java-Community zur Mitarbeit und Weiterentwicklung an ihrem Proje...

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